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Wickenburg, Alfred - Wienerberger Baustoffindustrie AG (15/25)
Wien, Wienfluss Wiener, Monatsillustrierte

Wien, Bundesland


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Wappen Wiens.



Wien: Fläche: 414,953 km2; Einwohner: 1,651.437; Bevölkerungsdichte: 3979 pro km2; Gebäude: 168.167; Wohnungen: 770.955; Haushalte: 725.468; 23 Stadtbezirke, 9 Gerichtsbezirke.

Wien ist das flächenmäßig kleinste, aber einwohnermäßig größte und dichtest besiedelte Bundesland und das wirtschaftliche, kulturelle und geistige Zentrum Österreichs. Die Bundeshauptstadt ist mit ihren 23 Bezirken in Bezug auf Fläche und Einwohner die größte Stadt des Landes; Sitz des Nationalrats und des Bundesrats, des Bundespräsidenten, der Bundesregierung, aller Zentralbehörden des Bundes, aller wichtigen diplomatischen Vertretungen ausländischer Staaten, des Obersten Gerichtshofs, des Verfassungs- und des Verwaltungsgerichtshofs sowie folgender Gerichte: Arbeits- und Sozialgericht, Handelsgericht, Oberlandesgericht, Jugendgerichtshof, Landesgericht für Strafsachen, Strafbezirksgericht und verschiedene Bezirksgerichte. In Wien befinden sich bis 1997 auch der Landtag, die Landesregierung und die Landesbehörden von Niederösterreich. Wien ist ein Kongress-, Konferenz- und Messezentrum internationalen Ranges mit Niederlassungen wichtiger internationaler Organisationen (UN-Büros, IAEA, UNIDO, OPEC usw.), mit dem Konferenzzentrum in unmittelbarer Nähe des Vienna International Center (UNO-City) sowie mit dem Messegelände im Prater. Darüber hinaus ist Wien eine der ältesten Städte, eines der wichtigsten Kultur-, Kunst- und Fremdenverkehrszentren Europas und kann aufgrund seiner Bedeutung zu Recht als Weltstadt bezeichnet werden.

Lage: Wien verdankt seine Entwicklung zu einer der größten und bedeutendsten Städte Mitteleuropas nicht zuletzt seiner begünstigten geographischen Lage: Zwischen den nordöstlichen Ausläufern der Alpen, im Nordwesten des Wiener Beckens und großteils südlich der Donau, liegt es am Schnittpunkt alter Verkehrsadern, wie dem West-Ost-Verkehrsweg der Donau und der historischen Nord-Süd-Straße (Bernsteinstraße). Die Stadt entwickelte sich zu einer Drehscheibe des europäischen Verkehrs, seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gewinnen vor allem die Verkehrs- und wirtschaftlichen Beziehungen zu den östlichen Nachbarstaaten an Bedeutung.

Landschaft: Das Stadtgebiet erstreckt sich in einer Seehöhe zwischen 151 m (Lobau) und 542 m (Hermannskogel) von den Vorhöhen mit Laubwald und dem Flyschbergland des Wienerwalds (Leopoldsberg, Kahlenberg, Hermannskogel) im Nordwesten, Westen und Südwesten sowie den Höhen des Wienerbergs und des Laaer Bergs über eiszeitliche Terrassen, die von Wienerwaldbächen durchschnitten sind, und über das Auen- und Schwemmland der Donau bis zum Rand des Wiener Beckens bei Schwechat im Südosten sowie des Marchfelds im Osten und Nordosten.

Zahlreiche zwischen Wienerwald und der Stromtangente gelegene eiszeitliche Terrassen boten den älteren Phasen der Stadtentwicklung Raum. Die Wachstumsringe erstrecken sich von der mittelalterlichen Altstadt über die barocken Vorstädte bis zu den gründerzeitlichen Vororten und sind radial durch die alten Fernstraßen gegliedert. Die mittelalterliche Stadt entstand auf der rund 10 m über dem Niveau der Stromauen gelegenen Stadtterrasse und erstreckte sich innerhalb der Mauern des ehemaligen römischen Lagers. Ein merkbarer Anstieg führt zur Arsenalterrasse, noch höher liegt die Laaer-Berg-Terrasse. Mit dem Brückenbau über die Donau wurde wegen der breiten Stromauen (bis zu 6 km) erst 1439 begonnen. Floridsdorf entstand in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts als Brückenkopf im Marchfeld und wurde 1904 in das Stadtgebiet von Wien eingemeindet. Das urbane Wachstum war aber seit der Gründerzeit nach Westen und Südwesten hin ausgerichtet, wo es durch die Flyschhöhen des Wienerwalds begrenzt wurde. Erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wird im Zuge der Stadterweiterung auch der Raum nördlich und nordöstlich der Donau als Betriebs- und Wohnstandort gefördert und systematisch entwickelt.

Der Stadtraum teilt sich in zwei nach dem Baualter unterschiedene Entwicklungshälften, die gründerzeitliche "Innenstadt" und die in der Zwischen- und Nachkriegszeit entstandene "Außenstadt". Das heutige Stadtbild präsentiert sich als Zusammenschluss von Siedlungen, die den Stadtkern in 2 Ringen umgeben: die "Vorstädte" im Gebiet der heutigen (inneren) Bezirke 3 bis 9 zwischen Ringstraße und Gürtel und die "Vororte" außerhalb des Gürtels (äußere Bezirke). Die Vorstädte entwickelten sich zu Geschäftsvierteln und zum Wohngebiet der Mittelschicht, die Vororte außerhalb des Gürtels stellten die "klassischen Arbeiterbezirke" dar (12., 15., 16. und 17. Bezirk). Im Süden (23. und Teile des 10. Bezirks), Südosten (11. Bezirk) und jenseits der Donau (21. und 22. Bezirk) befinden sich Betriebe mit großem Flächenbedarf und die bevorzugten Areale der Stadterweiterung, wo vor allem in den 70er und 90er Jahren Großwohnanlagen, wie der Wohnpark Alterlaa, die Siedlungen Wienerfeld-West und -Ost, die Per-Albin-Hansson-Siedlung-West und -Ost, die Großfeldsiedlung, Neu-Stammersdorf und andere, errichtet wurden. Am Stadtrand erstrecken sich traditionsreiche Schrebergartenanlagen (2001: 235 Kleingartenvereine mit ca.  24.000 Mitgliedern und 1200 ha bewirtschafteter Fläche) und Einfamilienhaussiedlungen. Im Südwesten (Hietzing) und Nordwesten (Neuwaldegg, Währing, Döbling) liegen die Villenviertel und alte Weinhauer- und Heurigendörfer, wie Nußdorf, Grinzing, Sievering und Neustift am Walde. Grünanlagen durchbrechen das Stadtgebiet: Stadtpark, Volks-, Burg-, Au-, Belvedere- und Schwarzenberggarten, Liechtenstein- und Türkenschanzpark, Schlosspark Schönbrunn mit Tiroler und Fasangarten und andere. Am östlichen Stadtrand befindet sich der Prater, am Südwestrand der Lainzer Tiergarten, im Nordosten der Donaupark, im Süden der Erholungspark Laaer Berg sowie im Südosten das in Mitteleuropa einzigartige Erholungsgebiet Donauinsel zwischen Donau und Neuer Donau (21,1 km lang, 533 ha groß) mit dem Naturschutzgebiet Toter Grund und der nach Nordosten und Südosten anschließenden ursprünglichen Aulandschaft der Lobau. Die durch die Bauordnung als Schutzgebiet gewidmete Fläche (Wald- und Wiesengürtel) dient als Sauerstoffreservoir und Erholungsgebiet und umfasst rund 7000 ha. Zu Wien gehören Grünflächen im Umfang von 20.022 ha, der Hauptanteil entfällt auf landwirtschaftlich genutzte Flächen (6506 ha) und Wald (7504,55 ha), ein kleinerer Anteil auf Wiesen, Kleingärten und Parkanlagen (1513,91 ha). Das Wiener Stadtgartenamt verwaltete  3907 ha öffentliche Gartenanlagen. Der Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien bewirtschaftete 2006 ca. 2500 ha. Zu den 426 Naturdenkmälern (2006) zählen das Obere Mühlwasser und der Wald am Johannser Kogel im Lainzer Tiergarten. Naturschutzgebiete waren 2005 der Lainzer Tiergarten (2259 ha) und die Untere Lobau (2088 ha), 8 Landschaftsschutzgebiete ( Obere Lobau, in Liesing, in Döbling, Prater,  in Hietzing, in Henals, in Penzing, in Ottakring) umfassen (2005) insgeamt 6.056 ha.

Klima: Ozeanische Einflüsse aus dem Westen mit kühlen Sommern, milden Wintern und vielen Niederschlägen bestimmen das Klima in Wien ebenso wie kontinentale Einflüsse aus dem Osten mit heißen Sommern, kalten Wintern und weniger Niederschlägen. Dieses Übergangsklima macht sich durch unterschiedliche Temperaturen und Niederschlagsmengen innerhalb des Stadtgebiets bemerkbar. In den letzten Jahren kam es infolge der globalen Klimaveränderungen zu geringeren Niederschlagsmengen, längeren Trockenperioden und milderen Wintern. Die mittlere Lufttemperatur betrug 1992 11,4° C, die Niederschlagsmenge lag bei 602 mm; 61 Sommertagen standen 52 Frosttage gegenüber.

Bevölkerung: Das Bevölkerungswachstum der Stadt war in der Neuzeit stets durch Fernwanderungen bestimmt. Um die Jahrhundertwende kamen insbesondere Tschechen nach Wien, aber auch Angehörige verschiedenster ethnischer und konfessioneller Gruppen aus allen Teilen der Monarchie. Durch die politische Grenzziehung nach 1918 wurde das Einzugsgebiet drastisch reduziert und beschränkte sich bis in die 60er Jahre (Beginn der Gastarbeiteranwerbung) vor allem auf die Ostregion (Niederösterreich und Burgenland). Obwohl das Stadtgebiet vergrößert wurde (1910: 278 km2, seit 1954 414,95 km2), nahm die Bevölkerung Wiens ab dem 1. Weltkrieg kontinuierlich ab (1910: 2,083.630 Einwohner). Durch Abwanderungen in der Zwischenkriegszeit und Vertreibung bzw. Ausrottung der in einigen Bezirken (vor allem Leopoldstadt) lebenden jüdischen Bevölkerung nach 1938 war der Rückgang zwischen 1934 (1,935.881 Einwohner) und 1951 (1,616.125 Einwohner) besonders hoch. Die Einbürgerung von deutschsprachigen Flüchtlingen, vor allem aus den Sudetenländern, und die Zuwanderung aus den österreichischen Bundesländern konnten diesen Bevölkerungsverlust nicht wettmachen. Auf einen leichten Bevölkerungsanstieg 1951-61 und eine geringe Rückläufigkeit bis 1971 folgte ein neuerlicher Einbruch zwischen 1971 (1,619.885 Einwohner) und 1981 (1,531.346 Einwohner). In den 80er Jahren manifestierte sich zunächst ein leichter, in den 90er Jahren (1991: 1,539.848 Einwohner) ein sich verstärkender Wachstumstrend von 1,611.859 (1992) auf 1,651.365 Einwohner (2006). Diese Entwicklung ist nur zu einem geringen Teil auf den leichten Geburtenanstieg seit 1991 zurückzuführen, bedeutend waren vor allem der Wanderungsgewinn gegenüber den Bundesländern und die nach Bezirken unterschiedlich starke Zuwanderung von Ausländern. 6841 in Wien lebende Ausländer erwarben 1995 die österreichische Staatsbürgerschaft. Insgesamt lebten mit Jahresende 1991 280.811 registrierte Ausländer und Konventionsflüchtlinge in Wien, Ende 2005 309.184. Davon kamen 2005 118.726 aus dem ehemaligen Jugoslawien, 39.901 aus der Türkei und 21.610 aus Polen. In Wien lebte 2005 rund ein Fünftel (19,9 %) der österreichischen Bevölkerung. Wien weist laut Volkszählung 2001 zwar den geringsten Kinderanteil aller Bundesländer auf (14,7 % Kinder bis 15 Jahre; Österreich gesamt: 16,8 %; durchschnittliche Kinderzahl pro Frau: 1,48), durch den leichten Anstieg der Geburtenzahlen seit 1981 wurde der Sockel der Alterspyramide allerdings wieder etwas breiter. Die Zahl der Personen im Erwerbsalter ist seit 1981 auf 1,153.146 angewachsen (69,8 % der Bevölkerung), der Seniorenanteil (über 60-jährige) ist mit 21,8 % (2005) zwar immer noch hoch, aber gegenüber 1981 (25,2 %) abgesunken. Wien ist damit das einzige österreichische Bundesland mit sinkendem Altenanteil. 2005 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung der männlichen Bevölkerung 75,2 Jahre, der Frauen 80,7 Jahre. Ein weiteres Wiener Spezifikum ist der Frauenüberhang, der mit 9,5 % höher wie in Gesamtösterreich (7,7 %). Neue gesellschaftliche Trends treten im urbanen Ballungsraum Wien deutlicher als in den anderen österreichischen Städten bzw. Bundesländern hervor. So liegt hier der Anteil der Verheirateten mit 41,2 % unter dem österreichischen Durchschnitt und ist seit 1981 gesunken, die Eheschließungen erfolgen später, auch weist Wien den höchsten Geschiedenenanteil ( 6111 Ehescheidungen 2005) sowie die meisten Einpersonenhaushalte (344.655, 44 % der Haushalte 2001) in Österreich auf, 1981-2001 nahmen die Einpersonenhaushalte um 12,2 % zu.

Das Wienerische, eine im Rückgang begriffene österreichische Mundart, wird vor allem von den unteren sozialen Schichten gesprochen. Infolge des relativ hohen Anteils der Wiener an der österreichischen Gesamtbevölkerung und ihrer Stellung als Bewohner des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrums hatten sie wesentlichen Anteil an der Ausprägung dessen, was vor allem im Ausland klischeehaft als "typisch österreichisch" angesehen wird, so zum Beispiel den Hang zur Gemütlichkeit und Lebensfreude, zu künstlerischer Begabung (besondere Musikalität), aber auch zur Nörgelei.

Von internationaler Bedeutung war und ist das Wiener Musikschaffen (Oper, Operette, Wiener Walzer), berühmt sind die Wiener Küche mit ihren zahlreichen typischen Gerichten (teils aus dem böhmischen Raum), die Wiener Kaffeehauskultur, die Leistungen in den Bereichen Medizin und Psychotherapie, in den Wirtschaftwissenschaften, in der Architektur, aber auch auf dem Gebiet der modernen Kommunal- und Sozialeinrichtungen.

Wirtschaft: Wien ist das Wirtschaftszentrum von Österreich: 2001 waren in den 74.218 vor allem Klein- und Mittelbetrieben (1981: 66.127) 674.886 Menschen beschäftigt, das ist rund ein Viertel der österreichischen Beschäftigten, davon waren 614.602 Unselbständige. In 26.183 Arbeitsstätten (35 %) sind keine Arbeitnehmer beschäftigt (Familienbetriebe), rund 58 % (43.079) weisen 1-19 unselbständig Beschäftigte auf; von den größeren Betrieben haben  4032 Betriebe zwischen 20 - 100 Arbeitnehmer, und nur 285 Großbetriebe beschäftigen mehr als 500 Personen. Der Ausländeranteil bei den unselbständig Erwerbstätigen betrug 2002 14,7 %; die Arbeitslosenquote betrug 2002 14,7 %, sank aber bis 10/2006 auf 9,2 % ! Der Dienstleistungssektor ist mit rund 81 % (549.115) der Wiener Beschäftigten und 89 % (66.175) der Arbeitsstätten der wichtigste Arbeitgeber in Wien. Obwohl sich der allgemeine Rückgang von verarbeitendem Gewerbe und Industrie auch in Wien auswirkt, entfielen 2001 auf diesen Sektor 8043 Arbeitsstätten mit 125.771 Beschäftigten; damit ist Wien nach wie vor der bedeutendste Industriestandort Österreichs. 1991-2002 sank die Zahl der Wiener Industriebetriebe. Auch viele Betriebe außerhalb von Wien haben Wien als Sitz der Geschäftsleitung; insgesamt werden in Wien fast die Hälfte der gesamtösterreichischen Industrie kontrolliert. Typisch sind Branchenvielfalt sowie die Produktion konsumnaher und qualitativ hochwertiger Endprodukte. Dominierend ist die Medien- und Informationstechnik, mit rund 15.000 Beschäftigten, an 2. Stelle folgt die Nahrungsmittel- und Getränkeerzeugung mit ca. 10.000 Beschäftigten (792 Betriebe), im Druckerei- und Verlagswesen sind rund8.000 Beschäftigte (689 Betriebe) tätig. Weitere wichtige Branchen sind die Erzeugung bzw. Verarbeitung von Chemikalien, Gummi und Erdöl, die Kunststofferzeugung bzw. -verarbeitung, Maschinen-, Stahl- und Fahrzeugbau sowie die Eisen- und Metallwarenerzeugung; auf das Bauwesen entfielen 2005 ca. 40.000Beschäftigte. Der Produktionswert der Industrie betrug2006 rund 20 Milliarden Euro.  In der Landwirtschaft waren 2005 nur noch 2136 Personen. Von großer Bedeutung für die örtliche und gesamtösterreichische Wirtschaft sind die Wiener Messen (Fach- und Publikumsmessen, zum Beispiel Frühjahrsmesse, Interieur, IFABO, Auto-Salon & Zweirad).

Fremdenverkehr: Aufgrund der historischen und kulturellen Bedeutung Wiens (politisches und wirtschaftliches Zentrum der Donaumonarchie) und wegen seines Reichtums an Sehenswürdigkeiten besitzt der Tourismus in Wien besondere Bedeutung. 1883 wurden bereits rund 200.000 Besucher gezählt. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich Wien wieder zum Zentrum des Tourismus in Österreich mit einem einzigartigen kulturellen Angebot. 1995 waren 6064 Betriebe im Gaststättenwesen tätig. 2002 standen in 353 Beherbergungsbetrieben, davon 11 4-Stern-Hotels, 21.644 Zimmer mit 39.579 Fremdenbetten zur Verfügung. 2002 betrug die Zahl der Ausländerübernachtungen mehr als 6Millionen, die von Inländern rund 1 Million. Stark angestiegen ist seit dem Fall des Eisernen Vorhangs der Tourismus aus den östlichen Nachbarstaaten. Die Zahl dieser vor allem Tagestouristen schlägt sich nicht in den Übernachtungsziffern nieder. Typisch für den Städtetourismus ist die kurze durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,5 Tagen, der Städtetourismus ist weiter im Steigen begriffen, z.B. durch Einrichtungen wie dem "Sylvesterpfad".

Verkehr: Wien nimmt im mitteleuropäischen Verkehrsnetz und im Luftverkehr eine Schlüsselstellung ein. Im innerstädtischen öffentlichen Verkehr wurden 1994 mit den 32 Straßenbahn- und 5 U-Bahnlinien (insgesamt 1582 Triebwagen und Personenwaggons, 294 km Baulänge, 759 km Betriebslänge) 613,6 Millionen Fahrgäste befördert. 80 Autobuslinien (496 Wagen, 267 km Linienlänge) beörderten 2002 von 158,8 Millionen Fahrgästen. Darüber hinaus beförderten im selben Jahr 29 Autobuslinien der ÖBB-Postbus GmbH.von Wien ausgehend insgesamt 2,4 Millionen Personen. Die Bahn (Personen- und Güterverkehr) verfügte 2002 über eine Betriebslänge von 180 km. Für den Nahverkehr erschließt das Schnellbahnnetz das Wiener Umland und die Ostregion und ist Hauptträger des täglichen Berufspendlerverkehrs (rund 220.000 Einpendler pro Tag). 1984 wurde der Verkehrsverbund Ostregion gegründet: Kernbereich ist das Stadtgebiet von Wien, große Teile Niederösterreichs und ein nördlicher Abschnitt des Burgenlands sind integriert.

Alle Wiener Bahnhöfe wurden im 2. Weltkrieg durch Bomben zerstört oder schwer beschädigt, die wichtigsten wieder aufgebaut und neu gestaltet: der alte Westbahnhof wurde 1951 durch einen Neubau ersetzt, 1993/94 erfolgte seine Umgestaltung im Zuge der Einbindung der U 3 und der Neugestaltung des Europaplatzes. 1976-80 wurde der Franz-Josefs-Bahnhof überbaut; der West- und der Südbahnhof, in den der ehemalige Ostbahnhof einbezogen wurde, bewältigen den Haupt- und Fernverkehr, für den Inlandsverkehr sind der Franz-Josefs-Bahnhof sowie die Bahnhöfe Wien-Nord/Praterstern und Wien-Mitte von Bedeutung.

Das Wiener Straßennetz ist etwa 2800 km lang, davon entfallen 680 km auf Straßen mit erhöhter Verkehrsbedeutung (Autobahnen, Bundesstraßen, Hauptstraßen), auf denen zirka 85 % der Fahrleistung in Wien erbracht werden (14,4 Millionen Kfz-km/Tag). Ende 2006 umfasste das Radwegenetz über 1000 km.

Im Stadtbereich befinden sich 5 Straßen- und 2 Eisenbahnbrücken über die Donau: Nordbrücke (Teil der Wiener Nordeinfahrt), Floridsdorfer, Nordbahn-, Brigittenauer, Reichs- und Praterbrücke (entstand im Zuge des Baus der Südosttangente A 20) sowie die Stadlauer Ostbahnbrücke. 23 Brücken und Stege überqueren den Donaukanal, darunter die 1962-64 erbaute 800 m lange Gürtelbrücke und die im Zuge des Ausbaus der Südosttangente 1969-71 entstandene Erdberger Brücke.

Die Anzahl der Kraftfahrzeuge pro 1000 Einwohner stieg 1961-95 von 94 auf 434. 1995 gab es in Wien 710.827 Kraftfahrzeuge, entsprechend schwierig ist die Parkraumsituation im dichtverbauten Stadtgebiet. Die Südumfahrung (B 301), eine hochrangige Verbindungsstraße zwischen A 2 und A 4, soll zur Entlastung von Wiener Wohngebieten beitragen und wichtige Standorte, wie den Donauhafen Albern und den Güter-Terminal Metzger-Werke, erschließen.

Der Schiffsverkehr auf der Donau ging nach den Weltkriegen stark zurück, durch die politische und wirtschaftliche Öffnung Osteuropas und die Eröffnung des Rhein-Main-Donau-Kanals wird ein neuerliches Ansteigen der Donauschifffahrt und des Frachtvolumens erwartet. Der Wiener Hafen gewinnt dadurch an Bedeutung. 1996 betrug der Hafenumschlag 1,7 Millionen Tonnen. Der Wiener Hafen besteht aus 3 Hafenanlagen: Kernstück ist der Freudenauer Hafen mit dem größten Containerterminal in einem europäischen Binnenhafen (1996: Gesamtcontainerumschlag 159.049 TEU) sowie mit Lagerzentrum, Zollfreizone, Autoterminal und dem Sitz der 3 Wiener Hafengesellschaften; seine ursprüngliche Funktion als Schutz- und Winterhafen erfüllt er bis heute. Der Alberner Hafen, ursprünglich als Getreidehafen konzipiert (Kapazität der Getreidespeicher: 90.000 t), spielt heute noch im Getreideexport eine bedeutende Rolle. Der Ölhafen Lobau ist auch Schutz- und Winterhafen für Tankschiffe und durch Pipelines (unter anderem Barbara-Brücken) mit dem Zentraltanklager und der Raffinerie Schwechat der OMV verbunden. Der Hafen Freudenau ist bereits komplett ausgebaut, ein weiterer Ausbau der Wasser-Land-Umschlagmöglichkeiten wird für den Hafen Albern geplant. 1962 wurde die Wiener Hafen-Betriebs Ges. m. b. H. (heute Wiener Hafen Ges. m. b. H.), 1979 die Wiencont Containerterminal Ges. m. b. H. gegründet. Der Luftverkehr (Luftfahrt, Austrian Airlines) hat im Flughafen Wien-Schwechat sein Zentrum.

Öffentliche Einrichtungen: Die Versorgungsbetriebe sind größtenteils im Besitz der Gemeinde. Die Wiener Stadtwerke - Verkehrsbetriebe (Wiener Linien), Elektrizitätswerke (Wienstrom), Gaswerke (Wiengas), Städtische Bestattung (Bestattung Wien) - beschäftigten 2002 14.654 Mitarbeiter und gehören damit zu den größten Arbeitgebern Österreichs. Wienstrom versorgt neben der Stadt Wien 110 niederösterreichische Gemeinden mit elektrischer Energie. Im Jahr 1902 lieferte das Kraftwerk Simmering erstmals Strom. Heute befinden sich auf dem Areal des Kraftwerks Simmering 4 Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 973 MW elektrische Energie bei 630 MW Fernwärmeauskoppelung. Die Kraftwerke Simmering, Donaustadt und Leopoldau können zusammen maximal 1497 MW Strom  erzeugen. Durch umfangreiche Umweltschutzmaßnahmen konnten die Schadstoffemissionen zwischen 1980 und 1996 bei Stickstoffoxid um 87 % und bei Schwefeloxid um 99 % reduziert werden. Neben den kalorischen Kraftwerken betreibt Wienstrom eigene Wasserkraftwerke in Gaming und Opponitz und hat Strombezugsrechte aus den Kraftwerken Greifenstein und Freudenau. Im Jahr 2002 betrug der Gesamtstrombedarf Wiens ca.10.000 GWh. Wienstrom erzeugt etwa 50 % der benötigten elektrischen Energie in den eigenen Kraftwerken, die restlichen 50 % werden von der Verbundgesellschaft bezogen. Die Stromversorgung erfolgt über mehrere Spannungsniveaus. Das Transportnetz verwendet als Höchstspannung 380 kV. Die Verteilnetze haben 110 kV, 20 kV bzw. 10 kV und 230 V. Neben 40 Umspannwerken, mehr als 11.000 Trafostationen und rund 21.000 km Kabel bzw. Freileitungen gibt es auf dem Weg zum Endverbraucher eine große Anzahl von Schutzeinrichtungen, die für eine sichere Stromversorgung benötigt werden.

Der Erdgasverbrauch in Wien betrug 2002 rund 2.000 Millionen m3. Zur Absicherung der Gasversorgung wurden die Speichermöglichkeiten 1996 auf 725 m3 erhöht; der Erdgasbezug erfolgt aus der Inlandsförderung, aus Russland und aus Norwegen. Das Rohrnetz der Wiener Stadtwerke umfasste 1996 rund 3.345 km und versorgte 725.415 Gasanlagen. Eine 15,5 km lange Gas-Hochdruckleitung wurde von Aderklaa zum Dampfkraftwerk Donaustadt ("Ost 2") errichtet.

Der Endenergieverbrauch der Bundeshauptstadt betrug 2001 148.748 TJ (Terajoule). Die Nutzung von Sonnenenergie wird durch Investitionskostenzuschüsse gefördert.

Das Wiener Trinkwasser bestand 2003 zu rund 97 % aus Quellwasser, der Rest stammte von Grundwasser aus eigenen und fremden Pumpwerken, zu einem geringen Teil aus aufbereitetem Oberflächenwasser (Wientalwasserleitung) sowie aus Wasser von Vorratsbehältern. Die Wasserversorgung erfolgt durch die 1. (134 km) und 2. (200 km) Wiener Hochquellenleitung, 7 Grundwasserwerke, 14 Hebewerke, 9 Drucksteigerungswerke, 1 Aufbereitungswerk und 11 Wasserkraftwerke; das Wasserrohrnetz ist 3176 km lang. 32 Wasserbehälter fassen einen Gesamtinhalt von rund 1,5 Millionen m3. Der Jahreswasserverbrauch betrug  1,48 Milliarden Liter.

Das Wiener Kanalnetz umfasste  2,158.388 m Straßen- und 5,827.914 m Hauskanäle, die gereinigte Abwassermenge lag bei 200 Millionen m3 (Hauptkläranlage) bzw. 20 Millionen m3 (Kläranlage Blumental).

Der jährliche Brennstoffverbrauch in Wien variiert beträchtlich, die Wärmeversorgung wurde bereits zum Großteil auf Hauszentral- und Gasetagenheizungen sowie Fernwärme umgerüstet. Der Fernwärmeanteil liegt bei rund 25 %, die installierte Erzeugungskapazität 2865 MW, wobei 13 Erzeugungseinheiten in das Verbundnetz einspeisen. 2002/2003 verkauften die Heizbetriebe Wien Ges. m. b. H. 5134GWh und versorgten 232.310 Wohnungen und 4961 Großabnehmer mit Wärme, das Fernwärmenetz ist über 1000 km lang. Im Normalfall wird der Fernwärmebedarf für die Wiener Abnehmer durch die Auskoppelung der Abwärme von Kraftwerksanlagen der E-Werke Simmering (installierte Leistung 280 MW und 350 MW 2003) und Leopoldau (170 MW), der OMV (Raffinerie Schwechat, 170 MW), der Entsorgungsbetriebe Simmering (40 MW) sowie aus den beiden Hausmüllverbrennungsanlagen Flötzersteig (50 MW) und Spittelau (60 MW, größtes Fernwärmewerk Österreichs) abgedeckt. Für Spitzenbelastungen stehen Öl- und Gaskraftwerksanlagen zur Verfügung: Leopoldau, Spittelau (400 MW), Arsenal (326 MW), Kagran (176 MW) und Inzersdorf (340 MW). Mineralische Brennstoffe (Braun- und Steinkohle, Koks) spielen für die häusliche Wärmeversorgung eine immer geringere Rolle.

Am Rautenweg (22. Bezirk) befindet sich eine Mülldeponie. Das Müllaufkommen betrug 2003 in Wien rund 1 Million Tonnen, davon wurden durch Mülltrennung 30 % gesammelt, 45 % thermisch entsorgt und 9 % deponiert.

Die Versorgung Wiens ist durch zahlreiche Märkte gewährleistet: 1Fleischgroßmarkt, 1 Großmarkt, 2 Detailmarkthallen, 19 offene und 2 Straßenmärkte. Von den temporären Märkten ist vor allem der Wiener Christkindlmarkt bekannt.

Das Wiener Sozialwesen war bereits in den Zwischenkriegszeit richtungweisend für viele Städte Europas. Die Hilfeleistungen bestehen aus finanziellen Unterstützungen und sozialen Diensten (Heimhilfe und Hauskrankenpflege, Essen auf Rädern, Besuchsdienst, Familienhilfe). Weiters bestehen zahlreiche Pensionisten- und Pflegeheime, beratende und betreuende Serviceeinrichtungen, Tages- und Wohnheime sowie Heime und Werkstätten für Behinderte. 1995 wurden 3915 Hilfe suchende Kinder und Jugendliche und 4511 Kinder in Heimen psychologisch betreut sowie 1908 Behinderte versorgt. Die 1356 Kindertagesheime (1995) wurden von insgesamt 60.400 Kindern besucht. Durch den hohen Seniorenanteil Wiens wurde die Altenbetreuung besonders forciert. 1995 wurden täglich 19.388 Senioren in 80 (davon 30 städtischen) Pensionistenheimen mit 20.233 Betten betreut. Daneben bestehen in Wien 4 Heime für Körperbehinderte, 13 Obdachlosenasyle, 2 Familienheime und 2 Frauenhäuser. 1995 wendete die Stadt 23,5 Milliarden Schilling für soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung auf (16 % der Gesamtausgaben).

2002 waren im Wiener Gesundheitswesen 11.745 Ärzte tätig. 2001 bestanden in Wien 47 Krankenanstalten mit 18.713 Betten, 5527 Ärzten und 20.724 Pflegepersonen, außerdem unterhält die Stadt Wien eine Krankenanstalt und 4 Pflegeheime außerhalb Wiens; 630.847 Patienten wurden stationär betreut. 21 Krankenanstalten stehen unter städtischer Verwaltung, 26 Anstalten werden von anderen Institutionen verwaltet. Das Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) hat eine Nutzfläche von 345.000 m2, 35 Kliniken und Institute der Universität Wien, 2206 Krankenbetten und einem Beschäftigtenstand von rund 9000 Personen (davon rund 1500 Ärzte und Akademiker); es wurde nach kontinuierlicher Inbetriebnahme am 7. 6. 1994 nach 35 Jahren Bauzeit und Baukosten von rund 37 Milliarden Schilling (2,68 Milliarden Euro) eröffnet. Das jüngste Krankenhaus in Wien ist das Donauspital im SMZ-Ost (errichtet 1992-94). 1995 bestanden in Wien 7 städtische Gesundenuntersuchungsstellen, 3 Beratungsstellen für Schwangere sowie 906 selbständige und Anstaltsambulatorien. Die Wiener Rettungsdienste beförderten 2002 491.085 Kranke. 2002 wurden für das Gesundheitswesen rund 1 Milliarden Euro aufgewendet.

Am 21. 9. 1923 beschloss der Gemeinderat erstmals ein 5-jähriges Bauprogramm, das die Errichtung von 25.000 Wohnungen aus Steuermitteln vorsah, um dem Elend der überbevölkerten Quartiere abzuhelfen (1910: 92.994 Untermieter, 75.473 Bettgeher, 25 % der Zimmer-Küche-Wohnungen wurden von 5-10 Personen bewohnt). 1925-34 wurden 337 städtische Wohnhausanlagen mit rund 64.000 Gemeindewohnungen erbaut. 1934-45 stagnierte die Wohnbautätigkeit, durch die Zerstörungen im 2. Weltkrieg waren 1945 86.875 Wohnungen unbewohnbar. 1954 wurde der Grundstein für die 100.000. Gemeindewohnung gelegt, bis 1958 war der Wiederaufbau größtenteils abgeschlossen. 1945-93 wurden in Wien weitere 150.000 Gemeindewohnungen errichtet. Mitte 1994 verwaltete die Stadt als größter Hauseigentümer Österreichs über 220.000 Gemeindewohnungen, das ist mehr als ein Viertel des gesamten Wiener Wohnungsbestands. Mitte der 80er Jahre wurde mit einem großzügigen Sanierungsprogramm für die Gemeindebauten begonnen. Zusätzlich werden die Tätigkeit der gemeinnützigen Bauvereinigungen und der Bau von Eigentumswohnungen teilweise aus öffentlichen Mitteln finanziert. Zwischen 1950 und 1980 wurden in Wien rund 300.000 Neubauwohnungen, vor allem am Stadtrand, errichtet. 2000-2007 kamen im Jahresdurchschnitt 6500 Neubauwohnungen auf den Markt.

Kunst, Kultur, Wissenschaft: Wien ist Sitz der Österreichischen Akademie der Wissenschaftensowie der Universität Wien, der Technischen Universität Wien, der Universität für Bodenkultur, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, der Wirtschaftsuniversität, der Akademie der bildenden Künste, einer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und der Hochschule für angewandte Kunst (Kunsthochschulen). Auch der Erwachsenenbildung (Verband Wiener Volksbildung) kommt erhebliche Bedeutung zu. Wien ist Sitz der Österreichischen Nationalbibliothek, von Universitätsbibliotheken, der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Hauptbücherei am Gürtel, Akademie- und Amtsbibliotheken, der Pädagogischen Zentralbücherei und anderen.

Das Wiener Theater hat wesentlichen Anteil am Kulturleben der Stadt: Burgtheater, Akademietheater, Theater in der Josefstadt, Theater an der Wien, (siehe)Volkstheater, Raimundtheater, (siehe)Ronacher, Kabarett. - Wiens Ruf als Musikstadt (Musik) begründeten vor allem die Staatsoper, die Wiener Philharmoniker und die Wiener Symphoniker; die Volksoper pflegt die klassische Wiener Operette. Zu den repräsentativen Pflegestätten der Musik gehören auch das Konzerthaus (Konzerthausgesellschaft) und der Musikverein (Gesellschaft der Musikfreunde). Für den künstlerischen Nachwuchs sorgen die Musiklehranstalten der Stadt Wien (Konservatorium). Theater, Musik und kulturelle Darbietungen finden in den Wiener Festwochen ihren Höhepunkt. Wien besitzt  - nach einem deutlichen Rückgang gegenüber früher - 39 Kinos (Stand Ende 2006). Dem ORF stehen das Funkhaus (Hörfunkzentrale) und das ORF-Zentrum auf dem Küniglberg für das Fernsehen zur Verfügung. Entsprechend der Bedeutung der bildenden Kunst in Wien (Baukunst, Bildhauerkunst, Malerei) besitzen die Museen Weltgeltung und stellen einen touristischen Hauptanziehungspunkt dar: Albertina, Kunsthistorisches Museum, Österreichische Galerie (Belvedere), Liechtensteinmuseum, Museumsquartier, Naturhistorisches Museum, Heeresgeschichtliches Museum, Museum für Völkerkunde, Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Technisches Museum Wien, Historisches Museum der Stadt Wien und andere.

Die bildende Kunst wird von der Gemeinde Wien durch Förderungsmaßnahmen (Stipendien, Ankäufe, Subventionen, Preise usw.) besonders unterstützt; auch private Galerien sind ein wichtiger Faktor. - In der österreichischen Literatur hat die Leistung der in Wien lebenden Schriftsteller seit jeher eine zentrale Stellung.

Aufgrund der historischen Entwicklung weist das Stadtzentrum die größte Dichte an kulturhistorischen Bauten auf (Innere Stadt); außerhalb der ehemaligen Stadtmauern fiel der Großteil der Gebäude den beiden Türkenbelagerungen zum Opfer, erst ab diesem Zeitpunkt fand die Baukunst in diesen Bezirken größeren Aufschwung (siehe bei den einzelnen Bezirken).

Geschichte: Durch die günstige Lage Wiens unterhalb des Donaudurchbruchs am östlichen Abhang des Wienerwalds, durchzogen von zahlreichen Bach- und Flussläufen, entstanden ab der Jungsteinzeit Siedlungen und Niederlassungen im Wiener Raum (Hornsteinbergwerk auf der Antonshöhe im Maurer Wald, im 23. Bezirk). Keltische Funde auf dem Leopoldsberg (keltisches Oppidum), in Leopoldau (22. Bezirk) sowie im 3. und 11. Bezirk belegen die Besiedlung etwa um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. Aus der keltischen La-Tène-Zeit stammt der Name des Wienflusses ("Vedunia" = Waldbach), aus dem sich der Name "Wien" entwickelte. Ab dem frühen 1. Jahrhundert n. Chr. machten die Römer das in günstiger Lage an der Bernsteinstraße gelegene Carnuntum zum Zentralort ihrer Provinz Pannonien und legten in Wien zur Flankendeckung Carnuntums gegen Westen ein Lager an: zunächst an der Limesstraße (Rennweg), 81-96 n. Chr. unter Kaiser Domitian (bereits auf dem Boden des 1. Bezirks) ein Reiterlager. Unter Kaiser Trajan (98-117) entstand das ummauerte Legionslager mit dem von den Kelten übernommenen Namen "Vindobona" in der heutigen Inneren Stadt, dessen Mauern zum Teil bis in das 12. Jahrhundert in Verwendung standen und noch in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts erwähnt wurden. Unter Mark Aurel erzwang das Vorrücken der Markomannen 167 n. Chr. eine Verstärkung des Limes, wodurch Vindobona an Bedeutung gewann; spätestens 212 wurde die im Bereich des 3. Bezirks gelegene Zivilsiedlung zum Municipium (Stadtrecht) erhoben. Vindobona gewann durch die Bedrohung des Römischen Reichs von Norden her als Militärstützpunkt und Flottenhafen im 4. Jahrhundert an Bedeutung und wurde um 400 schwer beschädigt. Bis zum Auftreten der Hunnen blieb die Stadt in römischer Hand, ab der Mitte des 5. Jahrhunderts wurde ein Großteil der römischen Siedler von Vindobona abgezogen, Teile der von Römern und keltischen Gruppen gebildeten Grundbevölkerung blieben aber über die Völkerwanderung hinaus erhalten. Für das 5.-8. Jahrhundert lässt sich der Bestand einer Restsiedlung in der nordöstlichen Ecke des Römerlagers um den Berghof (zwischen Hohem Markt und St. Ruprecht) nachweisen. Im 7. Jahrhundert waren Slawen und Awaren im Wiener Raum. Der antike Name wurde zuletzt um 550 erwähnt (in verstümmelter Form als "Vindomina"), 881 wurde die Siedlung als "Wenia" bezeichnet.

Spätestens in karolingischer Zeit (9. Jahrhundert) dehnte sich die Siedlung auf den Bereich um St. Peter aus. 881 sind erstmals die Ungarn als Bedrohung für Wien erwähnt, die Niederlage des bairischen Grafen Liutpold bei Preßburg (907) brachte die Siedlung bis gegen Ende des 10. Jahrhunderts unter ungarische Herrschaft. Noch im 11. Jahrhundert beeinflusste die ungarische Bedrohung die Siedlungsentwicklung, doch lässt sich bereits ein Ausbau im Bereich zwischen Bäckerstraße und Sonnenfelsgasse in der Mitte des 11. Jahrhunderts erkennen.

Unter Markgraf Leopold III. erwarben die ab 976 in Österreich herrschenden Babenberger Wien, das 1137 erstmals als "civitas" bezeichnet wurde. Heinrich II. Jasomirgott, zunächst Herzog von Bayern und Markgraf, dann (ab 1156) Herzog von Österreich, verlegte um 1150 seine Residenz nach Wien (Errichtung der Pfalz Am Hof, Gründung des Schottenklosters) und leitete die endgültige Stadtwerdung ein. Ab dem Ende des 12. Jahrhunderts wurde die Stadt fast bis zur heutigen Ringstraße erweitert und die Stadtmauer errichtet. Herzog Leopold VI. (1198-1230), dessen Ära als goldenes Zeitalter für die Stadt gilt (unter anderem zahlreiche Klostergründungen), stattete Wien 1221 mit dem Stadt- und dem Stapelrecht aus: Fremde Kaufleute mussten ihre Waren in Wien niederlegen, um einen Zwischenhandel zu ermöglichen. Der Wiener Handel erlebte einen Aufschwung, ab 1200 wurden auch Verbindungen nach Venedig aufgenommen.

Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich II. und Herzog Friedrich II. dem Streitbaren wurde Wien 1237 Reichsstadt, verlor diesen Rang aber wenig später wieder. Nach dem Aussterben der Babenberger (1246) geriet Wien unter die Herrschaft Ottokars II. von Böhmen (1251-76), unter dem es trotz einiger großer Brände einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung erlebte. Ottokar, der in seinen letzten Jahren noch mit der Errichtung der Hofburg begann, wurde von der Stadt in seinem Kampf gegen Rudolf von Habsburg unterstützt. Im Friedensschluss vom November 1276 fiel Wien an König Rudolf, ab 1282 an seine Söhne. Nach jahrelanger Opposition gegen die neuen Landesfürsten und Stadtherren verlor Wien nach einem Aufstand (1288) wichtige Privilegien. Die Lage beruhigte sich erst mit der Verleihung des Stadtrechts von 1296, in dem die städtische Autonomie zugunsten des Landesherrn zurückgedrängt wurde. Im 14. Jahrhundert wurde das Stadtbild gotisiert (unter anderem gotischer Neubau des Stephansdoms), die Stadt erlebte eine Blütezeit, unterbrochen von der Pest 1349. 1365 gründete Rudolf IV. die Universität Wien, die im frühen 15. Jahrhundert zu einer hervorragenden Pflegestätte der Naturwissenschaften und in der Folge, vor allem ab 1500, des Humanismus wurde (K. Celtis, E. S. Piccolomini). 1469 wurde Wien, das bis dahin zum Bistum Passau gehört hatte, Bischofssitz. Um 1500 lebten etwa 20.000-25.000 Menschen in der Stadt.

Als Residenz der deutschen Könige und Römischen Kaiser (ab 1438, ständig ab dem frühen 17. Jahrhundert) war Wien zum Teil Sitz der Reichsbehörden und Sitz der Zentralbehörden des zur Großmacht anwachsenden Habsburgerreichs. 1485-90 stand Wien unter der Herrschaft des Ungarnkönigs Matthias Corvinus. Bis in das frühe 16. Jahrhundert kam es im Zusammenhang mit Parteinahmen für verschiedene Prätendenten des Herrscherhauses sowie durch das Ringen um ständische Freiheiten immer wieder zu Spannungen und Unruhen in der Stadt, wobei mehrfach Bürgermeister (K. Vorlauf 1408, W. Holzer 1463, M. Siebenbürger 1522) hingerichtet wurden. Den Sieg des Landesfürsten markierte 1526 die Stadtordnung Ferdinands I., die zu einer starken Einschränkung der Selbstverwaltung und zum Verlust zahlreicher Privilegien führte.

1529 kam es zur 1. Türkenbelagerung. In der Reformationszeit wurde die Mehrzahl der Wiener protestantisch. 1551 wurden die Jesuiten nach Wien berufen, und unter Rudolf II. (1576-1612) setzte die Gegenreformation systematisch ein. 1679 forderte die Pest viele Opfer. Die Vorstädte wurden 1704 zum Schutz gegen die Einfälle ungarischer Streifscharen (Kuruzzen) mit dem Linienwall umgeben. Nach der 2. Türkenbelagerung 1683 setzte ein glanzvoller Aufstieg Wiens ein, vor allem unter Karl VI. und Maria Theresia. Prunkvolle Barockbauten (Barock) entstanden (Belvedere, Karlskirche, Schönbrunn und andere) und formten wesentlich das Bild der Stadt; Wien wurde Kaiserstadt von europäischer Geltung.

In der Zeit der Aufklärung (Joseph II.) erreichte die Musik in Wien einen Höhepunkt (Wiener Klassik, C. W. Gluck, J. Haydn, W. A. Mozart), und auch dem Theater kam zunehmende Bedeutung zu (Gründung des alten Burgtheaters). Schulwesen und Medizin (Gerard van Swieten) entwickelten sich, Luxusgewerbe (Porzellanmanufaktur 1718, ab 1744 im Augarten) ließen sich hier nieder, und ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden Anfänge der Industrialisierung spürbar. Die Zentralisierung der Verwaltung schuf eine große Beamtenschaft. Wien zählte 1754 (1. Volkszählung) mit den Vorstädten innerhalb des Linienwalls 175.400 Einwohner. 1783 brachte die Reorganisation des Magistrats eine starke Einschränkung der städtischen Selbstverwaltung. Nach der zweimaligen Besetzung durch Napoleonische Truppen (1805 und 1809) wurde Wien 1814/15 der glanzvolle Schauplatz des Wiener Kongresses.

Die 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte eine Erstarkung des Bürgertums, das zum Träger der Kultur des Biedermeier wurde und sich in der Revolution 1848 gegen das System Metternich erhob. Die Revolution 1848 brachte für Wien als bleibendes Ergebnis die kommunale Selbstverwaltung (1850). 1857/58 begann der Abbruch der inneren Festungswerke. An ihrer Stelle und auf dem Boden des Glacis wurde die Ringstraße mit ihren Prachtbauten angelegt. Gleichzeitig wurden die bisherigen Vorstädte Wien einverleibt. Wien entwickelte sich zur Weltstadt (Weltausstellung1873). Das Burgtheater wurde zur führenden deutschsprachigen Bühne, die Hofoper (Staatsoper) zum ersten Musiktheater Europas. Die Industrialisierung brachte aber auch großes soziales Elend mit sich (Arbeiterbewegung). 1869-75 wurde die Donau vom Kahlenberg bis Fischamend reguliert, 1890/92 erfolgte die 2. Vergrößerung der Stadt durch Eingliederung der Vororte (Bezirke 11-19), wodurch Wien 1,365.000 Einwohner erreichte. 1900 wurde aus Teilen des 2. Bezirks der 20. gebildet, 1904/05 der 21., mit dem Wien über die Donau ins Marchfeld griff und ein neues Industriegebiet gewann. 1895 errang die kleinbürgerliche Christlichsoziale Partei die Mehrheit im Gemeinderat. Unter dem von ihr gestellten populären Bürgermeister K. Lueger wurden Gas- und Elektrizitätswerke sowie Straßenbahn und Bestattungswesen kommunalisiert, die Stadtbahn, die 2. Wiener Hochquellenleitung und ein Altersheim gebaut.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde Wien die Hauptstadt der Republik Österreich. Es musste sich von der Residenzstadt eines aus 12 Nationalitäten bestehenden Reichs mit 50 Millionen Einwohnern auf die Verhältnisse eines kleinen Landes umstellen. Ein Verfassungsgesetz vom 29. 12. 1921 erklärte Wien zum eigenen Bundesland. Im Gemeinderat hatte die Sozialdemokratische Partei die absolute Mehrheit. Ihre Hauptaufgabe sah sie in sozialen und kulturellen Reformen. 1923-34 war K. Seitz Bürgermeister und Landeshauptmann. Neben ihm wirkten vor allem der Finanzstadtrat H. Breitner und der Stadtrat für Sozialwesen, J. Tandler, wegweisend. Das Wiener Schulwesen unter O. Glöckel führte pädagogische Reformen durch. Moderne Gemeindebauten gaben dem Stadtbild eine neue Note. Kindergärten und Bäder, Ambulatorien, das Stadion, das Krematorium und neue Grünanlagen wurden geschaffen.

Mit den Februarkämpfen 1934, der Auflösung der Sozialdemokratischen Partei und der Ausrufung des Ständestaats hörte Wien auf, ein Bundesland zu sein; es wurde "bundesunmittelbare Hauptstadt". Durch den Bau der Höhenstraße wurde der Wienerwald dem Autoverkehr erschlossen. Unter der nationalsozialistischen Herrschaft kamen 97 niederösterreichische Gemeinden zum "Reichsgau Groß-Wien" (1215 km2, 26 Bezirke, 1,93 Millionen Einwohner). Im Zweiten Weltkrieg wurden bei 52 Luftangriffen 8769 Menschen, in den 10 Tagen des Kampfes um Wien (April 1945) 2266 Menschen getötet; 21 % der Häuser (21.317) wurden ganz oder teilweise zerstört, ebenso die größten Verkehrs- und Industrieanlagen und viele Kulturstätten.

1945-55 war Wien von Truppen der Alliierten besetzt (Zweite Republik). In diesen Jahren wurde unter dem sozialistischen Bürgermeister T. Körner der Wiederaufbau der Gemeinde in einer Koalitionsverwaltung durchgeführt. 1954 wurden 80 Gemeinden (800 km2, 150.000 Einwohner) wieder an Niederösterreich abgetreten; der Lainzer Tiergarten und einige Randgemeinden blieben bei Wien. Die Kriegsschäden wurden beseitigt, erhalten blieben nur die 6 riesigen Flaktürme, die nicht abgetragen werden konnten.

Der Wiederaufbau wurde unter Bürgermeister F. Jonas (1951-65) abgeschlossen. In den 50er Jahren stand die Stadterweiterung durch den Bau von neuen Wohnsiedlungen und -anlagen im Vordergrund, seit Mitte der 60er Jahre wurde die Stadterneuerung stärker gefördert. Ab diesem Zeitraum erfolgte auch eine stärkere Verflechtung mit dem niederösterreichischen Umland und dem Nordburgenland (Verkehrsverbund Ostregion), wobei Wien das kulturelle, wirtschafts- und sozialpolitische Zentrum bildet. In politischer Hinsicht war die Entwicklung von großer Stabilität gekennzeichnet. Die SPÖ hatte bis 1996 die absolute Mehrheit im Gemeinderat (Höchststand 1973 mit 66 Mandaten); die ÖVP stellte mehrere Jahrzehnte einen Vizebürgermeister, hatte dann 1973-96 keinen Anteil an der Stadtregierung und stellt seither wieder einen Vizebürgermeister und einen Stadtrat. Die KPÖ schied 1969 aus dem Gemeinderat aus; die Freiheitlichen sind seit 1959, die Grünen seit 1991 und das Liberale Forum seit 1996 im Gemeinderat vertreten.

Bald nach 1955 trat Wien als internationaler Konferenzort hervor (1961 Treffen von J. F. Kennedy und N. Chruschtschow, SAL-Gespräche), wurde Sitz von internationalen Organisationen und verstand sich als Brückenort zum Osten.

Ab zirka 1960 konzentrierten sich die Aktivitäten vor allem auf den Ausbau des Verkehrswesens (U-Bahn) und den der medizinischen Versorgung der Bevölkerung (Allgemeines Krankenhaus). Die Stellung Wiens im internationalen Rahmen hat vor allem durch die Errichtung der UNO-City (1979) einen großen Aufschwung genommen. Die Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung in der Gegenwart sind besonders durch den Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 maßgeblich geprägt.

Landesverfassung: Durch das Trennungsgesetz 1921 wurde Wien mit 1. 1. 1922 ein selbständiges Bundesland und zugleich Stadtgemeinde. Der aus 100 Mitgliedern bestehende und auf 5 Jahre gewählte Gemeinderat ist zugleich Landtag, der 12-köpfige (2006) Stadtsenat Landesregierung, der Bürgermeister Landeshauptmann, der Magistrat Amt der Landesregierung. Der Stadtsenat setzt sich aus dem Bürgermeister, 2 Vizebürgermeistern und den Stadträten zusammen und wird vom Gemeinderat auf 5 Jahre gewählt. Dezentralisierte Verwaltungsstellen sind die magistratischen Bezirksämter mit den gewählten Bezirksvorstehern und Bezirksvertretungen. Im Bundesrat hat Wien 11 Mandate, im Nationalrat 41. Der Landeshauptmann bzw. Bürgermeister wird seit 1945 durchgehend von der SPÖ gestellt. Die Landesregierung setzt sich aus 8 Vertretern der SPÖ, 1 der Freiheitlichen, 1 der ÖVP und 2 der Grünen zusammen.

Kirchlich bildet Wien ein Erzbistum (Diözese). 57,8 % der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an (1961: 81,6 %), die 23 Dekanate, 175 Pfarren und zahlreiche Ordensniederlassungen (mit Schulen und Spitälern) unterhält. Zur evangelischen Kirche (21 Pfarrgemeinden A. B., 3 H. B.) bekennen sich 5,4 % der Bevölkerung; ferner bestehen 6 Kirchengemeinden der altkatholischen Kirche und 4 der Methodistenkirche, 7mehrere Pfarrgemeinden der russisch-, rumänisch-, serbisch-orthodoxen und griechisch-orientalischen Kirche und 3 Kultstätten der buddhistischen Religionsgemeinschaft; die israelitische Kultusgemeinde zählt 6600, die islamische Religionsgemeinschaft ca.125.000 Angehörige; zirka 400.000 Einwohner sind ohne religiöses Bekenntnis, bei 100.000 Wienern (2006) ist die Religionszugehörigkeit unbekannt.



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Wien: Blick vom Stephansturm Richtung Westen.



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Wien: UNO-City, Moschee und Donauturm.



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Wien: Wohnanlage von R. Krier in der Breitenfurter Straße in Wien 23.



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Wien: Blick vom Leopoldsberg auf die Donau mit Nordbrücke, Floridsdorfer Brücke, Nordbahnbrücke, Brigittenauer Brücke und Reichsbrücke.



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Wien: Strudlhofstiege in Wien 9.



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Wien: Fiaker.



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Groß-Wien.



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Wien: Stadtzentrum.



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Die Innere Stadt und ihre Entwicklung.


Die Bezirke (1.1.2006)
 
 

Fläche
in km
2


Bevölkerung
insgesamt


Bevölkerung
pro km
2
Bevölkerungs–
zu- (+) bzw.
-abnahme (–)
2001–2006 in %
1. Innere Stadt 3,01 17.289 5.744 +   1,4
2. Leopoldstadt 19,27 93.862 4.871 +   3,2
3. Landstraße 7,45 84.465 11.338 +   3,6
4. Wieden 1,80 30.041 16.689 +   5,9
5. Margareten 2,03 52.348 25.787 +   6,6
6. Mariahilf 1,48 29.322 19.812 +   5,2
7. Neubau 1,61 30.282 18.809 +   7,0
8. Josefstadt 1,08 23.657 21.905 +   4,8
9. Alsergrund 2,99 39.264 13.132 +   3,4
10. Favoriten 31.80 167.111 5.255 + 10,9
11. Simmering 23,27 82.555 3.548 +   7,4
12. Meidling 8,16 84.167 10.315 +   7,5
13. Hietzing 37,69 51.095 1.356 +   3,1
14. Penzing 33,81 82.626 2.444 +   5,7
15. Rudolfsheim-Fünfhaus 3,86 70.214 18.190 +   8,2
16. Ottakring 8,65 93.393 10.797 +   8,4
17. Hernals 11,33 52.234 4.610 +   9,7
18. Währing 6,28 47.197 7.515 +   4,9
19. Döbling 24,90 67.178 2.698 +   4,9
20. Brigittenau 5,67 81.505 14.375 +   6,9
21. Floridsdorf 44,52 136.321 3.062 +   6,3
22. Donaustadt 102,24 146.616 1.434 +   7,5
23. Liesing 32,36 84.718 2.770 +   4,5
Wien 414,90 1,651.437 3.980 +   6,5



Bevölkerung (gemäß Volkszählungen,bzw. EW-Erhebung per 1.1.2006)

1869 900.998   1951 1,616.125
1880 1,162.591   1961 1,627.566
1890 1,430.213   1971 1,619.885
1900 1,769.137   1981 1,531.346
1910 2,083.630   1991 1,539.848
1923 1,918.720 2001 1,550.123
1934 1,935.881   2006 1,651.437



Wirtschaftsflächen (nach Nutzungsarten 2001)
 
Kulturarten

Fläche

in ha

in %

Landwirtscgaftlich genutzte Flächen

6.506

16,92

Parkanlagen

1.623

3,98

Wälder

7.505

18,67

Kleingärten

1.265

3,36

 Wiesen

2.359

5,75

 Gewässer

1.939

2,38

Sport- u. Freizeitflächen          766         1,87
Wohnbaugebiete       8.797       21,69
Kultur-, Sport-rel. u. offentl. Einrichtungen       1.280         3,52
Betriebsbaugebiete       3.168         7,89
Verkehrsflächen

5.703

13,97

Gesamtfläche

40.911

 100,00




Berufstätige (nach Wirtschaftsabteilungen)
197119812001 
Energie- u. Wasserversorgung7.5917.5057.803
Bergbau, Steine- u. Erdengewinnung2.5352.702244 
verarbeitendes Gewerbe u. Ind.229.121195.68983.285
Bauwesen41.58944.46449.589
Handel, Lagerung116.912126.044150.723
Beherbergungs- u. Gaststättenwesen22.99026.23442.186
Verkehr u. Nachrichtenübermittlung56.23953.91671.637
Geld- u. Kreditwesen, Privatvers.,
Wirtschaftsdienste
51.67573.46043.584
pers., soz. u. öffentl. Dienste, Haushaltung164.982184.969372.407
Berufstätige insgesamt724.582720.170821.458 



Bildungswesen (2004/2005)
 


Schulart



Schulen



Klassen

Schüler
bzw.
Studierende

Kindertagesheime

1.764

2.265

65.999

allgemein bildende Pflichtschulen

429

4.516

103.881

allgemein bildende höhere Schulen

87

2.258

54.011

sonstige allgemein bildende Schulen

22

106

1.322

berufsbildende Pflichtschulen

27

793

17.911

berufsbildende mittlere Schulen

42

325

7.572

berufsbildende höhere Schulen

35

968

23.205

lehrerbildende mittlere und höhere Schulen

6

150

3.768

berufsbildende Akademien

2

8

445

lehrerbildende Akademien

8

3.545

Universitäten

6

118.086

Universitäten der Künste

3

5.499

Fachhochschul-Studiengänge

35

6.040




Die Landeshauptleute bzw. Bürgermeister Wiens
Richard Weiskirchner (CS)* 3.   1. 1913 21.   5. 1919
Jakob Reumann (SDAP)* 21.   5. 1919 13. 11. 1923
Karl Seitz (SDAP) 13. 11. 1923 12.   2. 1934
Richard Schmitz (VF) 13.   2. 1934 12.   3. 1938
Hermann Neubacher (NS) 13.   3. 1938 14. 12. 1940
Philipp Wilhelm Jung (NS) 14. 12. 1940 30. 12. 1943
Hanns Blaschke (NS) 30. 12. 1943 6.   4. 1945
Theodor Körner (SPÖ) 12.   4. 1945 18.   6. 1951
Franz Jonas (SPÖ) 18.   6. 1951 9.   6. 1965
Bruno Marek (SPÖ) 10.   6. 1965 17. 12. 1970
Felix Slavik (SPÖ) 21. 12. 1970 5.   7. 1973
Leopold Gratz (SPÖ) 5.   7. 1973 10.   9. 1984
Helmut Zilk (SPÖ) 10.   9. 1984 7. 11. 1994
Michael Häupl (SPÖ) 7. 11. 1994  
* bis 1921 nur Bürgermeister



Landtags- bzw. Gemeinderatsabgeordnete
  1945 1949 1954 1959 1964 1969 1973 1978 1983 1987 1991 1996 2001 2005
ÖVP 36 35 35 33 35 30 31 35 37 30 18  15 16 18
SPÖ 58 52 59 60 60 63 66 62 61 62 52  43 52 55
FPÖ (WdU) 6 4 3 4 3 3 2 8 23  29 21 13
KPÖ 6 7 6 3 2 – 
DFP 3 – 
Die Grünen (Grüne Alternative) 7 7 11 14
Liberales Forum 6



Literatur: Geschichte der Stadt Wien, herausgegeben vom Altertumsverein, 1897-1918, Neue Reihe 1955ff.; Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien, 1938ff.; F. Walter, Wien. Die Geschichte einer deutschen Großstadt an der Grenze, 3 Bände, 1940-44; Bibliographie zur Geschichte und Stadtkunde von Wien, herausgegeben vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich und Wien, 4 Bände, 1947-58; Stadt Wien (Hg.), Mitteilungen aus Statistik und Verwaltung der Stadt Wien, 1947ff.; R. Till, Geschichte der Wiener Stadtverwaltung in den letzten 200 Jahren, 1957; H. Küpper, Geologie von Wien, 1965; K. Ziak, Wiedergeburt einer Weltstadt, Wien 1945-65, 1965; E. Lichtenberger, Wirtschaftsfunktion und Sozialstruktur der Wiener Ringstraße, 1970; Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hg.), Theatergeschichte Österreichs, Wien, Band III, 2 Hefte, 1970, 1971; F. Starmühlner und F. Ehrendorfer (Hg.), Naturgeschichte Wiens, 4 Bände, 1970-74; D. Bernt, Der Erholungsraum der Wiener, 1972; F. Czeike, Wien und seine Bürgermeister, 1974; F. Baltzarek, Wirtschaft und Gesellschaft der Stadterweiterung, 1975; E. Lichtenberger, Die Wiener Altstadt, 2 Bände, 1977; Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Wien (Hg.), Wiener Wirtschaft, 1977ff.; E. Lichtenberger, Stadtgeographischer Führer Wien, 1978; H. Matuschka, Sozial- und Gesundheitswesen, 1978; O. Harl, Vindobona, 1979; F. Czeike, Geschichte der Stadt Wien, 1981; P. Csendes, Geschichte Wiens, 1981; R. Schediwy, Grün in der Großstadt, 1982; E. Bodzenta, Strukturverbesserung für Wien, 1983; P. Marchart, Wohnbau in Wien 1923-83, 1984; Stadt Wien (Hg.), Wien und Großstädte Europas, Statistische Mitteilungen 3/1986; H. Jeglitsch, Die Industrie in der Ostregion Österreichs, 1987; E. Lichtenberger, Stadtentwicklung und dynamische Faktorialökologie, 1987; Vereinigung österreichischer Industrieller (Hg.), Wiener Industrie, 1987; Stadt Wien (Hg.), Bevölkerungsbewegung und -struktur 1956-86, Statistische Mitteilungen 2/1987; K. Arnold (Vereinigung österreichischer Industrieller, Hg.), Wiener Industrie-Atlas, 1988; J. Auer, Klima von Wien, 1989; Stadt Wien (Hg.), Der Wald in Wien, Statistische Mitteilungen 1/1989; N. Nemetschke und G. J. Kugler, Lexikon der Wiener Kunst und Kultur, 1990; E. Lichtenberger, Stadtverfall und Stadterneuerung, 1990; Stadt Wien (Hg.), Neue Entwicklungstendenzen für Wien, Statistische Mitteilungen 1/1990; P. Csendes u. F. Opll (Hg), Wien - Geschichte einer Stadt, 2001 ff.;  F. Czeike, Historisches Lexikon Wien², 6 Bde., 2004; Magistrat der Stadt Wien (Hg.), Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien, 1995; Stadt Wien (Hg.), Die Entwicklung der Umweltsituation in Wien, Statistische Mitteilungen 3/1993; F. Czeike, Wien in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, in: J. Rauchenberger (Hg.), Stichwort Demokratie, 1994; Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 18 (Hg.), Stadtentwicklungsplan für Wien (= Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtgestaltung, Band 53), 1994; Magistrat der Stadt Wien, Verkehrskonzept Wien. Generelles Maßnahmenprogramm (= Wiener Verkehrskonzept, Heft 9), 1994.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Wien, UNO-City kurz nach Fertigstellung, 1979.

 
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