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Sulzer, Salomon - Swoboda, Hannes (22/25)
Swietelsky, Hellmuth Swieten, Gottfried van, Freiherr

Swieten, Gerard van, Freiherr


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Gerard Freiherr van Swieten. Stahlstich von I. Haid.



Swieten, Gerard van (ab 1753 Freiherr), * 7. 5. 1700 Leiden (Niederlande),  18. 6. 1772 Wien, Leibarzt und Berater Maria Theresias (ab 1745); Vater von Gottfried Freiherr van Swieten. Schüler H. Boerhaaves; veranlasste die Herrscherin, den Staatseinfluss auf die Universitäten wesentlich zu verstärken (Universitätsorganisation) und vor allem den medizinischen Unterricht zu reformieren: Errichtung neuer Lehrstühle, eines Botanischen Gartens, einer Klinik für praktische medizinische Ausbildung, eines chemischen und physikalischen Laboratoriums, Berufung bedeutender Professoren und anderes; G. von Swieten gilt daher als Begründer der älteren Wiener Medizinischen Schule. Zudem erhöhte er den medizinischen Standard in Wien durch Verbesserung von Spitälern und Heilanstalten mit J. von Quarin, Gründung von Hebammenschulen, Findelhäusern und einer Schule für Tierärzte. Er drängte weiters zur Errichtung eines neuen Universitätsgebäudes (Universität Wien). Als Direktor der Hofbibliothek ermöglichte er durch einen Lesesaal allgemeine Benützung, als Leiter der Studien- und Bücherzensur-Hofkommission bewirkte er eine Lockerung der Zensurbestimmungen.


Werke: Commentaria in Hermannis Boerhaave aphorismos de cognoscendis et curandis morbis, 5 Teile, 1742-72 (Erläuterungen der Boerhaavischen Lehrsätze ..., 5 Bände, 1755-75); Constitutiones epidemicae ..., 2 Bände, 1782 (Epidemien und Krankengeschichten, 2 Bände, 1785).

Literatur: E. Lesky und A. Wandruszka (Hg.), G. von Swieten und seine Zeit, 1973.


 
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