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Jung-Wien
Jung-Wien, Gruppe von Wiener Dichtern und Schriftstellern um 1900, die nach ihrem Treffpunkt im Café Griensteidl und ihrer Neigung, sich dort "auch das Schwere leichtzumachen" (A. Polgar) als "Kaffeehausliteraten" bezeichnet wurden. Ihr Wortführer war H. Bahr; der Gruppe gehörten weiters A. Schnitzler, F. Dörmann, P. Altenberg, R. Beer-Hofmann, F. Salten, R. Auernheimer, H. von Hofmannsthalund K. Kraus an. Die Gruppe lehnte den Naturalismus ab, nahm unterschiedliche moderne Kunstströmungen (Symbolismus, Impressionismus, Dekadenzdichtung) auf und begründete eine neue Richtung österreichischer Literatur, die von Autoren wie S. Zweig, R. Musil, Ö. von Horváth oder J. Roth fortgesetzt wurde. Wichtiges Sprachrohr der Gruppe war H. Bahrs Wochenschrift "Die Zeit" (1894-1904).
Literatur: G. Wunberg, Jung-Wien, 2 Bände, 1976; J. Rieckmann, Aufbruch in die Moderne, 1985.
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