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Rotes Kreuz, Österreichisches - Rottmayr, Johann Michael (5/25)
Roth, Gerhard Röthelstein bei Admont

Roth, Joseph Pseudonyme: Hamilkar, Christine von Kandl und andere


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Joseph Roth. Foto.



Roth, Joseph (Pseudonym: Hamilkar, Christine von Kandl und andere), * 2. 9. 1894 Brody (Ukraine),  27. 5. 1939 Paris (Frankreich), Romancier, Erzähler, Feuilletonist. Germanistik- und Philosophiestudium in Lemberg und Wien; Offizier im 1. Weltkrieg; ab 1918 Journalist in Wien, dann in Berlin, gefördert von A. Polgar, 1923-32 Korrespondent der "Frankfurter Zeitung". Ab 1933 im Exil in Paris, von wo er Reisen (unter anderem Wien, Amsterdam, Ostende) unternahm. Roth starb, gezeichnet durch Schicksalsschläge, enttäuscht über die politischen Zustände und an Alkoholismus erkrankt, in einem Pariser Armenhospital.

Das Frühwerk Roths setzt sich mit den traumatischen Erfahrungen der aus dem Krieg heimkehrenden Offiziere ("Flucht ohne Ende", 1927) auseinander; in seinen journalistischen Arbeiten vertrat er zunächst sozialdemokratische Standpunkte. Seine Erfolge in den 20er Jahren und sein später Ruhm (1956 durch H. Kesten "wieder entdeckt") gründen sich auf die mythisierende Darstellung der Habsburgermonarchie kurz vor ihrem Untergang. Der Roman "Radetzkymarsch" (1932) schildert in 3 Generationen Aufstieg und Fall der Familie Trotta. Im Nachfolgeroman "Die Kapuzinergruft" (1938), in die der letzte Trotta Einlass fordert, wird diese zum Symbol der untergegangenen Monarchie. Auch "Die Geschichte von der 1002. Nacht" (1939) variiert dieses Thema, das Roth zum ersten Mal in seinem Roman "Hotel Savoy" (1924) anschlägt, in dem ein Hotel als Metapher für eine verworrene Zeit und ihre sonderbaren Existenzen dient.


Weitere Werke: Romane: Rebellion, 1924; Rechts und links, 1929; Hiob, 1930; Der Antichrist, 1934; Tarabas, 1934; Beichte eines Mörders, 1936; Die 100 Tage, 1936; Das falsche Gewicht, 1937; Die Legende vom heiligen Trinker, 1939; Der Leviathan, 1940. - Essay: Juden auf Wanderschaft, 1927. - Ausgabe: Werke, 3 Bände, herausgegeben von H. Kesten, 1956; Romane, 4 Bände, 1994.

Literatur: D. Bronsen, J. Roth. Eine Biographie, 1974; C. Magris, Weit von wo, 1974; K. Westermann, J. Roth, Journalist, 1987; H. Lunzer und V. Lunzer-Talos, J. Roth 1894-1939, Ausstellungskatalog, Jüdisches Museum der Stadt Wien, 1994; Neue Österreichische Biographie.


Verweise auf andere Alben:
Briefmarken-Album: Literatur - 100. Geburtstag von Joseph Roth

 
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