TU-Graz

ACHTUNG:
Sie sind jetzt in der "alten" (nicht mehr gewarteten Version) des AEIOU.
Die gewartete Version findet sich unter:

Austria-Forum
www.austria-forum.org


Starten Sie eine Suche nach dieser Seite im neuen AEIOU
durch einen Klick hier

bm:bwk
Österreich Lexikon
Österreich Lexikon
home österreich-alben suchen annotieren english
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Wienerwald - Wiesinger, Alois (5/25)
Wiener Werkel Wiener Zeitung

Wiener Werkstätte


© Copyright

Wiener Werkstätte: Samowar von J. Hoffmann, 1904.



Wiener Werkstätte, 1903 nach englischem und schottischem Vorbild von Josef Hoffmann und Kolo Moser als "Wiener Werkstätte GmbH" gegründete Produktionsgemeinschaft bildender Künstler, die im Zusammenhang mit der Wiener Kunstgewerbeschule und der Wiener Secession eine Erneuerung der Kunst auf der Basis handwerklicher Gediegenheit erstrebte und vor allem auf dem Gebiet des Kunstgewerbes Wien zum Zentrum einer neuen Geschmackskultur machte. Diese Schul- und Produktionsstätte wurde bis 1914 von F. Waerndorfer, danach von O. und M. Primavesi finanziert, bis sie 1932 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden musste. Der zeitweilig sehr große Erfolg der kunstgewerblichen Artikel erlaubte die Errichtung mehrerer Verkaufsstellen in Wien und die Gründung von Filialen im Ausland (Karlsbad 1909, Marienbad und Zürich 1916/17, New York 1922, Berlin 1929). Die Produktion der Wiener Werkstätte umfasste, anknüpfend an die gehobene Ausstattungskunst des spätklassizistischen Biedermeier, von der Architektur bis zum kleinsten Gebrauchsgegenstand alle Bereiche von Wohn- und Lebenskultur. Ihr besonderes Verdienst lag in der Überwindung der wuchernden Jugendstilornamentik zugunsten einfacher, geometrisch-abstrakter Formen, durch die das Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts entscheidend beeinflusst wurde. 1905-11 entstand nach Entwürfen von J. Hoffmann das Palais Stoclet in Brüssel, das zur Gänze von der Wiener Werkstätte ausgeführt wurde und eines der wenigen Gesamtkunstwerke der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts blieb. Ab 1908 gab es alljährlich eine "Kunstschau" sowie ein Sommertheater, das als Experimentierbühne Aufsehen erregte. Zahlreiche der namhaftesten Künstlerpersönlichkeiten der Jahrhundertwende waren für die Wiener Werkstätte entwerfend und ausführend tätig, darunter G. Klimt, O. Kokoschka, E. Schiele, C. Moll, D. Peche, E. J. Wimmer-Wisgrill, F. Zülow, C. O. Czeschka, O. Prutscher, C. Witzmann, L. Forstner, O. Haerdtl, L. H. Jungnickel, R. Luksch, O. Strnad und R. Teschner.



© Copyright

Wiener Werkstätte: Teppichentwurf "Locarno" von M. Likarz, um 1930.



© Copyright

Wiener Werkstätte: Ausstellungsraum in der Neustiftgasse in Wien 7. Foto, 1904.


Literatur: Die Wiener Werkstätte. Modernes Kunsthandwerk von 1903-32, Ausstellungskatalog, Wien 1967; W. Neuwirth, Wiener Werkstätte. Keramik, 1981; T. Hansen, Die Postkarten der Wiener Werkstätte, 1982; W. J. Schweiger, Die Wiener Werkstätte. Kunst und Handwerk 1903-32, 1982; W. Neuwirth, Wiener Werkstätte. Avantgarde, Art Deco, Industrial Design, 1984; T. Hansen, Wiener Werkstätte. Mode, Schmuck, Accessoires, 1984; A. Völker, Wiener Mode und Modefotografie. Die Modeabteilung der Wiener Werkstätte 1911-32, 1984; G. Fahr-Becker, Wiener Werkstätte 1903-32, 1994.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Wiener Werkstätte: Werke von Kolo Moser.

 
Hinweise zum Lexikon Abkürzungen im Lexikon
 
© Copyright Österreich-Lexikon

 

Suche nach hierher verweisenden Seiten
 
hilfe projekt aeiou des bm:bwk copyrights mail an die redaktion