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Klíč Klietsch, Karl - Klosterneuburg (7/25)
Klimt, Ernst Kling, Anton

Klimt, Gustav


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Gustav Klimt. Foto von d'Ora, 1908.



Klimt, Gustav, * 14. 7. 1862 Wien,  6. 2. 1918 ebenda, Maler, Zeichner und Graphiker; Bruder von Ernst Klimt, Vater von G. Ucicky. Sohn eines Graveurs, bedeutender Vertreter der Wiener Secession. 1876-83 Schüler an der Wiener Kunstgewerbeschule bei J. V. Berger und F. Laufberger, ab 1879 Zusammenarbeit mit seinem Bruder und F. Matsch senior. Klimt führte in dieser Zeit teils dekorative, teils von H. Makart beeinflusste Gemälde für öffentliche Gebäude aus (Theater von Reichenberg 1882/83, Bukarest 1885, Rijeka 1885, Karlsbad 1886; Hermesvilla in Wien-Lainz 1885, Stiegenhäuser des Wiener Burgtheaters 1886-88, Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums in Wien 1890/91). Nach dem Tod seines Bruders 1892 übernahm Klimt den Auftrag für die Deckenbilder (die Fakultäten) in der Aula der Wiener Universität mit F. Matsch (1894). 1905 trat er von dem Auftrag zurück, nachdem die Präsentation seiner "Philosophie" und "Medizin" scharfe Proteste ausgelöst hatte. Klimt war 1897 Mitbegründer der Wiener Secession und bis zu seinem Austritt 1905 deren Präsident. Sein Stil wandelte sich deutlich, brach mit dem akademischen Ideal und zeichnete sich nun durch intensive Farbgebung, häufige Verwendung von Goldgrund und ornamentale Flächengestaltung sowie teilweise starke Symbolhaftigkeit aus. Als Hauptvertreter und Repräsentant der Wiener Secession hatte Klimt eine einflussreiche Stellung im Kunst- und Kulturschaffen der Monarchie inne und war ein beliebter Porträtist der Wiener Gesellschaft (S. Knips, A. Bloch-Bauer und andere). 1902 schuf er den Beethoven-Fries für die Secession. Eine enge Freundschaft verband Klimt mit den Gründern der Wiener Werkstätte (1903) J. Hoffmann und K. Moser. Ab 1905 entwarf Klimt den Mosaikfries für das Palais Stoclet in Brüssel, der 1911 von der Werkstätte L. Forstners ausgeführt wurde. Bedeutend wurde Klimt ferner für die Landschaftsdarstellung, vor allem aber als Graphiker. Sein umfangreiches zeichnerisches Werk weist eine stark ausgeprägte erotische Komponente auf. Als Bindeglied zwischen Historismus und den modernen Strömungen, zum Beispiel der Kunst E. Schieles, kommt Klimt eine Schlüsselstellung in der österreichischen Kunstgeschichte zu.



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Gustav Klimt. Dame mit Fächer. Gemälde, 1917-1918.


Literatur: F. Novotny und J. Dobai, G. Klimt, 1967; A. Strobl, G. Klimt - Zeichnungen, 4 Bände, 1980-89; G. Fliedl, G. Klimt, 1989; C. M. Nebehay, G. Klimt, 1992; G. Klimt, Ausstellungskatalog, Zürich 1992; G. Frodl, Klimt, 1992; M. Bisanz-Prakken, Heiliger Frühling. G. Klimt und die Anfänge der Wiener Secession 1895-1905, 1999.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Gustav Klimt: Beethoven-Fries, 1902.

 
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