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Nonnberg - Norm, Österreichische (16/25)
Noreia Noricum-Skandal

Noricum, römische Provinz


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Roms Herrschaft 15 v. Chr. bis 476.



Noricum, römische Provinz. Der Name ist von dem um 200 v. Chr. gebildeten keltischen Regnum Noricum abgeleitet, dem ersten nachweisbaren staatlichen Gebilde auf dem Gebiet des heutigen Österreich. Es dürfte weitgehend auf friedlichem Weg von den Römern um 15 v. Chr. besetzt worden sein. Erst unter Kaiser Claudius (41-54 n. Chr.) wurde die römische Provinz Noricum eingerichtet: Sie umfasste den Bereich zwischen Donau, Wienerwald, steiermärkische Ostgrenze, Save, Eisack und Inn; das heutige Vorarlberg, Tirol, das Burgenland und das östliche Niederösterreich lagen außerhalb Noricums. Hauptstadt der Provinz und Sitz der Verwaltung war Virunum auf dem Zollfeld. Zur Verteidigung der Donaugrenze (Limes) stellte Noricum Hilfstruppen. Ab den Kriegen gegen die Markomannen war an der Ennsmündung die 2. Italische Legion stationiert, deren Kommandant auch Provinzstatthalter mit Sitz in Lauriacum oder Ovilava war. Unter Kaiser Diokletian (284-305 n. Chr.) wurde Noricum entlang des Alpenkamms in Noricum ripense (Ufernoricum) und Noricum mediterraneum (Binnennoricum) geteilt. Neu aufgestellt wurde die 1. Norische Legion (legio I Noricorum). Die Zustände in Noricum ab der Mitte des 5. Jahrhunderts schildert die Vita Severini. Mit dem von Odoaker angeordneten Abzug der Romanen 488 n. Chr. enden die Verbindungen des Gebiets an der Donau zu Italien, südlich der Alpen hingegen erst mit dem Vordringen der Slawen und Awaren um 600 n. Chr. Pannonien, Rätien, Römerzeit, Römerstraßen.


Literatur: G. Winkler, Die Reichsbeamten von Noricum und ihr Personal, 1969; G. Alföldy, Noricum, 1974; P. Pleyel, Das Römische Österreich, 21994.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Römische Stadt Aguntum in Osttirol.

 
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