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Rätien
Rätien (lateinisch Raetia), römische Provinz. 15 v. Chr. wurde von den Römern in schweren Kämpfen das Gebiet der Räter und Vindeliker erobert. Die nach diesen beiden Stämmen benannte Provinz "Raetia et Vindelicia" mit der Hauptstadt Augusta Vindelicorum (Augsburg) umfasste das Gebiet vom Alpenvorland zwischen Bodensee und Inn bis zu den westlichen oberitalienischen Seen und etwa vom St. Gotthard im Westen bis zum Brenner. Vom heutigen österreichischen Staatsgebiet gehörten Vorarlberg und Tirol westlich des Ziller- und Inntals zu Rätien. Die Verteidigung der über die Donau vorgeschobenen und befestigten Grenze erfolgte durch Hilfstruppeneinheiten, ab den Kriegen gegen die Markomannen war in Regensburg die 3. Italische Legion stationiert, deren Kommandant auch Provinzstatthalter war. Das Gebiet nördlich der Donau ging im 3. Jahrhundert an die Alemannen verloren. Unter Kaiser Diokletian (284-305 n. Chr.) wurde Rätien in "Raetia prima" und "Raetia secunda" geteilt. 377/78 erfolgte ein großer Alemanneneinfall, ab der Mitte des 5. Jahrhunderts besetzten die Alemannen die westlichen Teile Rätiens, romanische Bevölkerungsgruppen blieben aber in den Gebirgslandschaften erhalten. Noricum, Pannonien, Römerstraßen, Römerzeit.
Literatur: R. Heuberger, Rätien im Altertum und Mittelalter, 1932 (Neudruck 1981); H.-J. Ubl, Tirol in römischer Zeit, in: Dehio-Handbuch Tirol, 1980; E. Vonbank, Zur Topographie urgeschichtlicher und römerzeitlicher Fundstätten in Vorarlberg, in: Dehio-Handbuch Vorarlberg, 1983; F. Schön, Der Beginn der römischen Herrschaft in Rätien, 1986.
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