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Vitalis, Heiliger - Vogl, Johann Nepomuk (3/25)
Vitasek, Andreas Vitorelli, Paul

Vita Severini


Vita Severini, Lebensbeschreibung des heiligen Severin mit dem Titel "Gedenkschrift" (Commemoratorium), wurde von seinem Schüler Eugippius im Kloster Lucullanum bei Neapel 511 vollendet. Im Mittelpunkt stehen die Person des Heiligen und sein Wirken. Die Vita Severini stellt für die zu Ende gehende römische Herrschaft im heutigen Österreich eine einzigartige Quelle dar: Die romanische Bevölkerung lebte in zu befestigten Siedlungen gewordenen ehemaligen Kastellen, die Schutz und Zuflucht bei Überfällen und Plünderungen germanischer Gruppen boten, vor den Mauern lagen Getreidefelder, Viehweiden, Obst- und Weingärten. Die Bewohner von Lauriacum verwendeten noch um 480 nach römisch-mittelmeerischer Sitte Olivenöl zum Kochen und zur Beleuchtung, das durch Fernhandel beschafft werden musste. Die Romanen besuchten Wochenmärkte der Rugier am nördlichen Donauufer gegenüber von Favianis (Mautern). Das religiöse Leben war vielfältig: Gebet, Fasten, Almosengaben, nächtliche Totenwachen und Totengedenkmessen, Bitt- und Abendgottesdienste sind überliefert, die von Severin gegründeten Klostergemeinschaften hatten feste Gebetszeiten; Bischöfe, Presbyter, Diakone, Türhüter, Kirchensänger, Mönche und eine Gott geweihte Jungfrau werden erwähnt. Der älteste Hinweis auf einen Text der Vita Severini im österreichisch-bayerischen Raum ist eine Urkunde aus dem Jahr 903, in der unter den Handschriften im Besitz des Passauer Chorbischofs Madalwin auch eine der Vita Severini genannt wird.


Literatur: Eugippius, Das Leben des heiligen Severin. Einführung, Übersetzung und Erläuterungen von R. Noll, 1981.


 
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