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Regnum Noricum
Regnum Noricum, das erste nachweisbare politische Gebilde auf dem Gebiet des heutigen Österreich; benannt nach dem Stamm der Noriker. Ab 170 v. Chr. stand König Cincibilus zu den Römern durch ein "hospitium publicum" (staatliche Gastfreundschaft) in freundschaftlichem Verhältnis. In der Folge entwickelten sich gute Handelsbeziehungen und zunehmender Einfluss Roms. Zentrum des Regnum Noricums war wohl die Siedlung auf dem Magdalensberg, eine dort gefundene frührömische Inschrift nennt die Namen norischer Stämme. Im 2. Jahrhundert v. Chr. entstanden befestigte Zentralorte (oppida; Kelten). Nach griechischen Vorbildern wurden Münzen geprägt. Im 1. Jahrhundert v. Chr. erreichte das Regnum Noricum eine bedeutende Ausdehnung nach Osten und Norden (Voccio). Um 15 v. Chr. wurde es bis zur Donau weitgehend friedlich durch die Römer besetzt (Noricum, Römerzeit). Wirtschaftliche Grundlagen waren Eisen (norisches Eisen), Bergbau, Industrie, landwirtschaftliche Produkte und Handel.
Literatur: G. Dobesch, Die Kelten in Österreich nach den ältesten Berichten der Antike, 1980; G. Winkler, Noricum und Rom, 1977.
Verweise auf andere Alben:
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