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Klíč Klietsch, Karl - Klosterneuburg (25/25)
Klösterle am Arlberg Klíč Klietsch, Karl - Klosterneuburg

Klosterneuburg


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Klosterneuburg.



Klosterneuburg, Niederösterreich, Bezirk Wien-Umgebung, Stadt, 192 m, 25.124 Einwohner (1981: 22.975 Einwohner), 76,19 km2, am südlichen Donauufer, nordwestlich von Wien. - Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung, Bezirksgericht, Arbeitsmarktservice (Zweigstelle), Bundesbaudirektion, Bundesqualitätskontrolle, Magdeburgkaserne, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Gebietskrankenkasse, Krankenhaus, Landesnervenklinik in Gugging (mit "Haus der Künstler"), Rehabilitationszentrum "Weißer Hof" der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, Erziehungsheim der Stadt Wien, Caritas, Straßenmeisterei, Babenbergerhalle, Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin, Österreichisches Ost- und Südosteuropainstitut, Internationales Filmregister, Stift der Augustiner-Chorherren, Kongregation der Töchter des Göttlichen Heilandes, Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau, Alters- und Pflegeheim der Barmherzigen Brüder; Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium, Höhere Bundeslehranstalt und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau mit Institut für Bienenkunde; Museum des Chorherrenstifts, Museum der Sammlung Essl (zeitgenössische Kunst; gegründet 1972), Stadtmuseum mit römischen und mittelalterlichen Funden, Rostockvilla (Feuerwehrmuseum, Mährisch-Schlesisches Heimatmuseum), F.-Kafka-Gedenkraum in Klosterneuburg-Kierling, Museum Kierling; Klosterneuburger Sommerspiele (Juli- August); fortgeschrittene Entwicklung des Dienstleistungssektors (1991 rund 78 % der 6744 Beschäftigten, vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Handel): Betriebe des Stifts Klosterneuburg, Zentrale der bauMax AG und der Schömer HG, Metallverarbeitung (Gitter, Automatiktore, Kabel und Leitungen), Fabrik für Elektronikchips, Erzeugung von Verpackungen und Kunststeinen, Betonwerk, Wein- und Obstbau, Sommertourismus (106.563 Übernachtungen). - Älteste Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit; im Stiftsbereich römisches Kastell, dessen antiker Name unbekannt ist, Gräberfeld 1.-5. Jahrhundert (archäologische Funde im Stadtmuseum und im Stiftsmuseum, Inschriftsteine). Urkundlich 1108, war Residenz der Babenberger Leopold III. und Leopold VI., 1298 neues Stadtrecht, 1529 und 1683 teilweise Zerstörung durch die Türken, 1938-54 26. Gemeindebezirk von Wien.

Stift von Markgraf Leopold III. gegründet (urkundlich 1108), 1133 an die Augustiner-Chorherren, mächtige Stiftsanlage: Stifts- und Pfarrkirche Unsere Liebe Frau (1114-36), romanische Basilika im gebundenen System (im Chorbereich erhalten), gotische und spätgotische Umbauten (Westfassade bis 1592), frühbarocke Prägung (1634-45) durch Umwandlung der Seitenschiffe in Kapellen sowie durch den Einbau der Westempore und Stuckausstattung, hochbarocke Freskenausstattung von J. M. Rottmayr und Stuckaturen von S. Bussi (1680-1723), Presbyterium zwischen 1723 und 1730 barockisiert, weitgehende Restaurierung des Außenbaus im 19. Jahrhundert unter F. von Schmidt (neugotisch ergänzte Westtürme), Seitenaltäre um 1700 (mit Gemälden von P. Strudel und Plastiken der Gebrüder Spät), prachtvolles Chorgestühl (1723) von M. Steinl, barocke Festorgel von J. G. Freundt (1636-42), Leopoldskapelle (ehemaliger Kapitelsaal) 1677-80 verändert; als Grabaltar für Markgraf Leopold der berühmte Verduner Altar, ein prunkvoller Flügelaltar aus Emailtafeln von Nikolaus von Verdun (1181), 1331 mit Tafelbildern zum Flügelaltar umgestaltet. Teile der mittelalterlichen Stiftsanlage: gotischer Kreuzgang (13./14. Jahrhundert), ehemaliger Kapitelsaal mit gotischen Glasfenstern (13.-15. Jahrhundert), Freisinger- oder Wehingerkapelle (1394, 1869-81 restauriert). Zur barocken Erweiterung der Stiftsanlage erstellte J. Prandtauer 1706 Pläne. 1730 begann D. F. d´Allio im Auftrag Kaiser Karls VI., der Klosterneuburg zu seiner Residenz ("österreichisches Escorial") ausbauen wollte, mit seinem Entwurf den Neubau (von J. E. Fischer von Erlach wesentlich beeinflusst), 1776 musste der Plan von D. Kaselik vereinfacht werden; 1836-42 vollendete J. Kornhäusel das erste Viertel des Entwurfs; die restlichen Teile blieben unausgeführt. Im Marmorsaal Deckenfresko "Ruhm des Hauses Österreich" von D. Gran (1749), in der Sala terrena Hermenatlanten von L. Mattielli (1735). Im reichhaltigen Stiftsmuseum die berühmte "Klosterneuburger Madonna" (1310), Gemäldegalerie gotischer Tafelbilder und zahlreiche kunstgewerbliche Gegenstände. Klosterbibliothek mit den so genannten "Sunthaymer Tafeln", ein Werk der Buchmalerei, dienten als Grundlage für den Babenberger-Stammbaum. Auf dem Stiftsplatz gotische Lichtsäule (1381). Schatzkammer mit österreichischem Erzherzogshut.

Unter der barockisierten gotischen Pfarrkirche St. Martin mit prächtiger Barockausstattung Reste gotischer und romanischer Vorgängerbauten und einer karolingischen Holzkirche freigelegt. Auf dem Stadtplatz Dreifaltigkeitssäule (1714); Brauchtum: "Fasselrutschen" am Leopoldi-Tag (15. November).



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Wappen von Klosterneuburg.


Literatur: Österreichisches Städtebuch, Band IV, Teil 2, Die Städte Niederösterreichs, 1976; G. Rennhofer, Stift Klosterneuburg, 1992; Stadtgemeinde Klosterneuburg (Hg.), Klosterneuburg, Geschichte und Kultur, 2 Bände, 1992/93.


Verweise auf andere Alben:
Musikgeschichte: Christ ist erstanden

 
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