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Karall, Lorenz - Karl-Franzens-Universität (15/25)
Karl V. Karl I.

Karl VI.


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Kaiser Karl VI. Gemälde von J. G. Auerbach (Kunsthistorisches Museum, Wien).



Karl VI., * 1. 10. 1685 Wien,  20. 10. 1740 ebenda, König von Spanien (Karl III.) ab 1703, Kaiser 1711-40; Sohn Kaiser Leopolds I. und Bruder Kaiser Josephs I. Wurde durch das "Pactum mutuae successionis" 1703 zum Erben der spanischen Habsburger bestimmt, versuchte mit Hilfe Englands in Katalonien Fuß zu fassen. Nach dem Tod seines Bruders Joseph I. erhielt Karl VI. die Kaiserwürde und die österreichischen Erblande. Er musste auf Spanien verzichten (Spanischer Erbfolgekrieg), blieb diesem Land aber stets verbunden und führte das spanische Hofzeremoniell in Wien ein. Unter ihm wurde die österreichische Monarchie eine Großmacht und erlangte ihre größte Ausdehnung (Neapel, Sardinien/Sizilien, Mailand, Österreichische Niederlande, Nordserbien, Teile von Rumänien), doch gingen 1736 und 1739 wesentliche Bereiche wieder verloren. Mit der Pragmatischen Sanktion schuf Karl VI. die rechtlichen Voraussetzungen für einen Gesamtstaat. Persönlich war er auf seine Majestät bedacht und ein leidenschaftlicher Jäger. In den letzten Jahrzehnten seines Lebens trat er auch als bedeutender Bauherr (Karlskirche) auf. Karl VI. war der Letzte der "Musikkaiser", jedoch sind von ihm keine Kompositionen überliefert. Unter seiner Regentschaft erreichte die Hofmusikkapelle den Höhepunkt ihrer Entwicklung. Großmacht der Barockzeit.


Literatur: O. Redlich, Das Werden einer Großmacht, 41962; F. Matsche, Die Kunst im Dienste der Staatsidee Karls VI., 2 Bände, 1981; B. Rill, Karl VI., 1992; A. Unzeitig, Die Italiener am Wiener Hof zur Zeit Karls VI., Diplomarbeit, Wien 1994.


Verweise auf andere Alben:
Musikgeschichte: Antonio Caldara: Triosonate

 
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