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Verband Österreichischer Zeitungen - Verfassungsgeschichte (12/25)
Verdroß-Droßberg, Alfred Vereine

Verduner Altar


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Verduner Altar: Emailtafel mit Traubenträgern.



Verduner Altar, ein Hauptwerk romanischer Emailkunst in Grubenschmelztechnik auf vergoldeten Kupferplatten, 1181 im Auftrag des Klosterneuburger Propstes Wernher von dem lothringischen Emailkünstler und Goldschmied Nikolaus von Verdun (* vor 1150 Verdun,  nach 1205) als Verkleidung einer Kanzelbrüstung angefertigt, nach Beschädigung durch einen Brand (1330) wurden die 51 Emailtafeln 1331 im Auftrag Propst Stephans von Sierndorf zu einem 3-teiligen Flügelaltar umgebaut, wobei 6 Tafeln im Stil des 12. Jahrhunderts ergänzt wurden. Gleichzeitig wurden 4 Tafelbilder des Meisters der Rückseiten des Verduner Altars, die zu den ältesten Zeugnissen der Tafelmalerei Mitteleuropas zählen, als Rückseiten hinzugefügt, die umfangreichen Inschriften der Rahmenleisten geben Aufschluss über Entstehungsgeschichte und Fertigstellung der Emailtafeln sowie über ihren Inhalt: Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament als Überblick über die gesamte christliche Heilsgeschichte. Heute ist der Verduner Altar in der Leopoldskapelle (ehemaliger Kapitelsaal) des Stifts Klosterneuburg aufgestellt und dient als Grabaltar Markgraf Leopolds III., die Tafeln der Altarrückseite befinden sich im Stiftsmuseum.


Literatur: H. Buschhausen, Der Verduner Altar, 1980; F. Dahm, Studien zur Ikonographie des Klosterneuburger Emailwerkes des Nikolaus von Verdun, Dissertation, Wien 1988.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Verduner Altar in Klosterneuburg: Tafelbild mit Kreuzigung Christi, 1331.

 
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