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Mailly, Anton Pseudonym: A. Cianlaudi de Mailly - Mälzel Mälzl, Johann N. (8/25)
Maiverfassung Malefizordnung

Makart, Hans


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Hans Makart. Porträt von F. v. Lenbach, um 1880.



Makart, Hans, * 28. 5. 1840 Salzburg,  3. 10. 1884 Wien, Historien- und Bildnismaler. Studierte an der Wiener Akademie und bei K. von Piloty in München; Studienreisen nach London, Paris und Italien. 1869 Berufung nach Wien, wo ihm auf Staatskosten ein Atelier eingerichtet wurde. 1875/76 mit F. von Lenbach, C. R. Huber und L. C. Müller in Ägypten, ab 1878 Professor für Historienmalerei an der Wiener Akademie. Gestaltete 1879 anlässlich der Silbernen Hochzeit des österreichisch Kaiserpaares den Festzug der Stadt Wien; ab 1881 Arbeit an der Ausstattung des Stiegenhauses im Kunsthistorischen Museum sowie Ausstattung des Schlafzimmers von Kaiserin Elisabeth in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten. Seine Kolossalgemälde zeigen den Einfluss der dekorativen Großmalerei Frankreichs (T. Couture, E. Delacroix) und nehmen ebenso wie seine Porträts Anregungen von P. P. Rubens, Tizian und P. Veronese auf. Makart war der wichtigste Inspirator des späthistoristischen Gesamtkunstwerks in Wien und von großem Einfluss auf die anderen Kunstgattungen. Das Schlagwort vom Zeitalter des Farbenrauschs gilt vor allem für ihn und seine Sphäre. Theatralischer Pathos, üppige Farbensinnlichkeit und dekoratives Talent kennzeichnen seine Werke. Sein Atelier war 1870-80 Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Wien, seine rauschenden Feste wie auch seine unbändige Dekorationslust (Makart-Hut, Makart-Kragen, Makart-Bukett) wurden prägend für den Lebensstil der vornehmen Gesellschaft. Obwohl zum Monumentalformat tendierend - er schuf auch architektonische Projekte -, erhielt Makart verhältnismäßig wenige einschlägige Aufträge. Trotz seines frühen Todes wirkte Makart noch lange nach, unter anderem besonders auf G. Klimt.



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Hans Makart, Geruch. Gemälde aus dem Zyklus "Die fünf Sinne", 1872-1879 (Österreichische Galerie Belvedere, Wien).


Literatur: R. Mikula, Studien zu H. Makart, Dissertation, Wien 1971; G. Frodl, H. Makart, 1974; H. Makart und der Historismus in Budapest, Prag und Wien, Katalog))((-->Ausstellungskatalog, Halbturn 1986; H. Makart Malerfürst, Katalog))((-->Ausstellungskatalog, Historisches Museum der Stadt Wien, 2000; Österreichisches Biographisches Lexikon; Neue Deutsche Biographie.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Hans Makart: Festzug, 1879.

 
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