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Schönbauer, Leopold - Schönherr, Karl (16/25)
Schöne Madonnen Schönerer, Mathias von

Schönerer, Georg Ritter von


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Georg Ritter von Schönerer. Foto, um 1910.



Schönerer, Georg Ritter von (bis 1888), * 17. 7. 1842 Wien,  14. 8. 1921 Schloss Rosenau (Gemeinde Zwettl-Niederösterreich), Gutsbesitzer, Politiker. Ab 1879 Führer der deutschnationalen Bewegung (der Alldeutschen) in Österreich; heftiger Gegner des österreichischen Patriotismus, der katholischen Kirche und des Liberalismus. Vertrat einen radikalen Antisemitismus, kämpfte für engen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, war ein Vorkämpfer der Los-von-Rom-Bewegung und trat selbst zum Protestantismus über. Seine autokratischen und terroristischen Methoden, sein nationalistischer Fanatismus waren typisch für seine Richtung. Seine Ideen haben später den jungen A. Hitler stark beeinflusst. Schönerer war 1882 an der Abfassung des deutschnationalen Linzer Programms maßgeblich beteiligt. Eine Gewaltaktion gegen politische Gegner (1888) brachte ihn ins Gefängnis und um Adelstitel, Reserveoffiziersrang und Abgeordnetenmandat. 1897-1907 war er wieder meist Abgeordneter. Er besaß zunächst auch auf K. Lueger, E. Pernerstorfer und V. Adler einen gewissen Einfluss, dem aufgrund seines Radikalismus Ablehnung folgte. Seine Anhänger ("Schönerianer") waren insbesonders Burschenschafter und Sudetendeutsche. Seine politische Organe waren die Zeitschrift "Unverfälschte deutsche Worte" (1890-1912) und die Zeitungen "Alldeutsches Tagblatt" und "Grazer Wochenblatt".


Werke: 12 Reden, 1886; 5 Reden, 1891.

Literatur: Herwig (= E. Pichl), G. Schönerer, 4 Bände, 1913-23 (6 Bände, 21938); E. V. Rudolf, G. Schönerer, 1936; A. G. Whiteside, G. Ritter von Schönerer. Alldeutschland und sein Prophet, 1981.


 
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