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Rudolfinische Hausordnung - Ruprecht, Heiliger (9/25)
Ruhm, Franz Ruiss, Gerhard

Rühm, Gerhard


Rühm, Gerhard, * 12. 2. 1930 Wien, experimenteller Lyriker, Dramatiker und Prosaautor, ausgebildeter Musiker (Schüler von J. M. Hauer). 1964-75 in Berlin, dann in Köln; ab 1972 Lehrtätigkeit an der staatlichen Kunsthochschule Hamburg; Mitbegründer der Wiener Gruppe. Als ihr radikalster "konkreter Poet" versuchte Rühm (mit H. C. Artmann und K. Bayer) zum Teil in Rückgriff auf die Avantgarde des Expressionismus und Surrealismus eine theoretische Standortbestimmung der Wiener Gruppe, sein eigenes Werk ist sehr heterogen. In die Lyrik gehen akustische wie graphische Elemente ein. Die dramatischen Werke bewegen sich an der Grenze zum Happening. Die Entwicklung des neuen Hörspiels beeinflusste Rühm durch zahlreiche innovative akustische Arbeiten, die das konventionelle Rollenspiel durch sprachliche und geräuschhafte Schallereignisse ersetzen. 1978-83 Präsident der Grazer Autorenversammlung; 1991 Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur.


Werke: hosn rosn baa, 1959 (mit F. Achleitner und H. C. Artmann); konstellationen, 1961; Gesammelte Gedichte und visuelle Texte, 1970; Die Frösche und andere Texte, 1971 (Prosa); Ophelia und die Wörter, 1972 (Gesammelte Theaterstücke 1954-71); Super Rekord 50 + 50, 1980; Dialektstücke, 1982; Reisefieber, 1989; theatertexte, 1990; Geschlechterdings, 1990 (Lyrik); Die Winterreise dahinterweise, 1991 (Gedichte und Fotomontagen); Textall. Ein utopischer Roman, 1993; Auf Messers Schneide, 1995 (Stücke); Knochenspielzeug. Märchen, Fabeln und Liebesgeschichten, 1995; Visuelle Poesie, 1996. - Ausgabe: J. Drews (Hg.), Um zwölf Uhr ist es Sommer, 2000. - Hg.: Die Wiener Gruppe, 1967; F. R. Behrens, Blutblüte, 1979; K. Bayer. Sämtliche Werke, 2 Bände, 1985. - Hörspiele, Objekte, Musikpartituren, Tonbandkassetten.

Literatur: K. Schöning (Hg.), Hörspielmacher, 1983; Publikationen des G.-Rühm-Symposions, in: Protokolle 2, 1987; K. Bartsch (Hg.), G. Rühm, 1999.


 
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