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Steidl, Melchior Michael - Steiner, Dietmar (3/25)
Steidle, Richard Steiermärkische Landesbahnen

Steiermark


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Wappen der Steiermark.



Steiermark: Fläche: 16.391,93 km2; Einwohner: 1,183.303 (2001); Bevölkerungsdichte: 72 pro km2; Hauptstadt: Graz; Gebäude: 334.724 (2001); 1 Statutarstadt, 16 Verwaltungsbezirke, 21 Gerichtsbezirke, 542 Gemeinden (davon 34 Städte und 124 Marktgemeinden); Oberlandesgericht in Graz, Landesgerichte in Graz und Leoben.

Lage: Die Steiermark ist flächenmäßig das zweit-, nach der Einwohnerzahl das viertgrößte Bundesland Österreichs. Sie grenzt im Westen an Salzburg und Oberösterreich, im Süden an Kärnten und Slowenien, im Osten an das Burgenland, im Nordosten und Norden an Niederösterreich und Oberösterreich. Ihren Namen hat sie nach der ehemaligen Stammburg der Traungauer Grafen in Steyr (Oberösterreich).

Landschaft: Die Steiermark ist zu 3 Viertel Gebirgsland und wird wegen der ausgedehnten Waldgebiete auch "Grüne Mark" genannt. Die gebirgige Obersteiermark, ehemals das Land der Eisenhämmer, Sensenschmiede und Stahlwerke ("Eherne Mark"), umfasst das Quellgebiet der Traun (steirisches Salzkammergut, Ausseer Land), das Flussgebiet der oberen und mittleren Enns und der Salza sowie die von Mur und Mürz gebildete Längstalfurche. Sie wird von Gruppen der Nördlichen Kalkalpen (Dachstein, Totes Gebirge, Grimming, Ennstaler Alpen, Hochschwab, Steirisch-niederösterreichische Kalkalpen) und Teilen der Zentralalpen, der Niederen Tauern (Schladminger, Wölzer, Rottenmanner, Triebener Tauern, Seckauer Alpen) sowie den Eisenerzer Alpen (steirischer Erzberg) durchzogen. Südlich von Mur und Mürz erheben sich die Gurktaler und die Seetaler Alpen, die Stub- und die Gleinalpe und die Fischbacher Alpen. Die Mittelsteiermark, ein Berg- und Hügelland, umfasst das mittlere Murgebiet, das Grazer Becken, das Grazer und das Leibnitzer Feld. Die Hauptflüsse sind hier Mur, Raab und Feistritz. Die Weststeiermark umfasst die östlichen Vorberge der Glein-, Stub-, Pack- und Koralpe (Weststeirisches Hügelland) und wird durch die Flüsse Kainach, Laßnitz und Sulm in lang gezogene Hügelreihen gegliedert. Die Oststeiermark besteht aus dem von der Raab und ihren Nebenflüssen nach Osten zur Pannonischen Tiefebene entwässerten Oststeirischen Hügelland; im Norden wird es vom Vorland der Fischbacher Alpen und vom Wechselmassiv abgeschlossen. Die einstige Südsteiermark (zwischen Drau und Save) musste nach dem 1. Weltkrieg an Jugoslawien abgetreten werden.

Klima: Das Klima der Steiermark gehört zum europäischen Übergangsklima: Im Norden und Nordwesten gibt es alpine, im Süden und Südosten pannonische Einflüsse. Die meisten Niederschläge erhält die Obersteiermark (Altaussee: 2080 mm Niederschlagsmenge, 179 Regentage pro Jahr), wobei hier die Niederschläge auf das ganze Jahr verteilt sind; nach Süden nehmen die Niederschläge ab (Bad Radkersburg: 113 Regentage pro Jahr), der meiste Niederschlag fällt hier im Frühjahr und Sommer. Die kältesten Gebiete sind das obere Murtal mit dem Knittelfelder Becken (Kältepol Österreichs um Tamsweg) sowie das Talbecken von Admont und das Mitterndorfer Becken. Die Südoststeiermark gehört zu den wärmsten Gebieten Österreichs (mittlere Temperatur der Vegetationszeit nicht unter 17 °C). Die Terrassen an der Südabdachung der Niederen Tauern und die Ramsau am Dachstein haben die meisten Sonnentage.

Bevölkerung: In der Steiermark leben laut Volkszählung 2001 14,7 % der Bevölkerung Österreichs, davon entfallen 19,1 % auf Graz (226.244, nach Wien zweitgrößte Gemeinde Österreichs); der zweitgrößte Bezirk, Graz-Umgebung, hat 131.304 (11 %) Einwohner und verzeichnete 1991-2001 einen Wanderungsgewinn von 9,5 % (11.185 Personen). Beträchtliche Abwanderungen verzeichneten die Bezirke Leoben und Judenburg.

Die Steirer sprechen eine Mundart, die sich besonders durch auffallende Diphthonge auszeichnet. An der Südgrenze leben Slowenen. Die Religion der überwiegenden Mehrheit (81,3 %) ist römisch-katholisch, 4,3 % sind evangelisch (größere Glaubensgemeinschaften im Ennstal, im Salzkammergut und in Graz).

In der Obersteiermark herrscht neben dem Paarhof der "innerösterreichische" Haufenhof (oberes Ennstal, Mürztal) vor, in der Oststeiermark vermischen sich Vierseithof (dominant) und Dreiseithof, entlang der Mur sind Haken- und Streckhofformen verbreitet und in der Umgebung von Graz das so genannte Erzherzog-Johann-Haus (städtisch-bürgerlicher Einfluss, klassizistische Bauweise). In der Weststeiermark gehen Streck- und Hakenhof (außeralpin) in Paar- und Haufenhof (alpin) über, gegen Süden setzen sich zunehmend für Weinbaugebiete typische Klein- und Einfachformen durch.

Wirtschaft: Die Steiermark ist ein traditionelles Industrieland. Die letzten Jahrzehnte waren durch tief greifenden Strukturwandel gekennzeichnet: Sowohl in der privaten als auch in der verstaatlichten Industrie erfolgte die Umstellung auf neue Produkte und Herstellungsverfahren. Wurden in den 70er Jahren die verschiedenen Unternehmen in 2 große Firmen, die VOEST ALPINE Montan AG sowie die Vereinigten Edelstahlwerke AG, zusammengefasst und unter dem Dach der ÖIAG zentral geführt, so kam es in den 80er Jahren zu einer Aufgliederung und seit Anfang der 90er Jahre zu einer rechtlichen Verselbständigung und zum Teil zu einer Privatisierung einzelner Betriebsstandorte. Gleichzeitig erfolgten Rationalisierungen und Personalabbau. Während der Anteil der Roh- und Grundstoffindustrie an der Gesamtwertschöpfung ungefähr gleich blieb, erhöhte sich der Anteil der Maschinen- und Stahlbau-, Eisen- und Metallwaren-, Elektro- und Elektronikindustrie und ganz besonders der der Fahrzeugindustrie beträchtlich.

Der Export ist ein wichtiges Standbein der steirischen Wirtschaft. Es werden vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, Metalle und Halbzeug daraus, Papierwaren, elektrotechnische und elektronische Waren sowie Metallerzeugnisse exportiert.

Im Jahresdurchschnitt 2005 waren 96.300 unselbstständig Beschäftigte in der steirischen Sachgütererzeugung tätig. Im Vergleich zu 1995 waren es zwar um 2,6 % weniger, dennoch fiel der international beobachtbare Beschäftigtenrückgang in der Sachgütererzeugung in der Steiermark deutlich geringer aus.

Gleichzeitig ist die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich beträchtlich gestiegen. Von Strukturproblemen waren die Edelstahlwerke im alten Industriegebiet Obersteiermark bis Mitte der 1990er Jahre betroffen; die wichtigsten Produktionsorte für die Eisen- und Stahlindustrie sind Leoben-Donawitz (Schienen- und Drahterzeugung), Kapfenberg und Mürzzuschlag (hochwertiger Edelstahl), Judenburg (Federn- und Blankstahl), Bruck an der Mur (Draht), Kindberg und Krieglach (Rohre), Mitterndorf und Graz (Elektrostahlwerke). Der Maschinenbau konzentriert sich im Mur- und Mürztal (Zeltweg, Knittelfeld, Bruck an der Mur und Kapfenberg), im Großraum Graz und Voitsberg. Die Elektro- und Elektronikindustrie hat ihre Hauptstandorte in Graz, Deutschlandsberg, Weiz, Unterpremstätten, Leoben, Spielberg, Kindberg und Fehring. Die Papier-, Zellstoff- und Kartonproduktion hat in Gratkorn, Frohnleiten, Bruck an der Mur, Niklasdorf, Pöls und Rosegg ihre Schwerpunkte, die Glasindustrie in Köflach und Bärnbach, die Stein- und keramische Industrie in Retznei und Peggau (Zement), in Gleinstätten (Ziegel), Frauental (Porzellan-Katalysatoren), Gleisdorf, Weißenbach und Bad Aussee (Gipswerke) sowie Graz. Traditionell sehr bedeutsam ist die steirische Nahrungs- und Genussmittelindustrie mit ihren Hauptstandorten in Graz und Umgebung, in Stainach, Leoben-Göß, Feldbach, Gleisdorf, Stainz und Hartberg; die Kraftfahrzeugindustrie ist traditionell in Graz ansässig. Papierverarbeitung gibt es vor allem in Graz, Zeltweg, Kalsdorf, St. Ruprecht. Leder erzeugende Industrie besteht in Feldbach, St. Ruprecht an der Raab und Leibnitz, chemische Industrie in Werndorf, Lannach und Graz, aber auch in der Ober- sowie der Ost- und der Weststeiermark. Die Säge- und Holz verarbeitende Industrie sind im waldreichsten Bundesland Österreichs (52,8 % der Fläche) traditionell gut vertreten. Wichtige Standorte sind unter anderem Leoben, Anger, Frohnleiten, Übelbach, Gaishorn, der Raum Obdach, das Mürztal, aber auch die Ost- und die Weststeiermark. Schwerpunkte der Textilindustrie sind Graz, Hartberg, Neudau, Feldbach, Weißkirchen, Bad Mitterndorf und Zeltweg. Betriebe der Bekleidungsindustrie gibt es in Graz und Hartberg sowie besonders in der Ost- und in der Obersteiermark.

Der Anteil der Steiermark am österreichischen Bergbau betrug 2003 20,9 % (Bruttowertschöpfung). Die Erzgewinnung am steirischen Erzberg betrug zuletzt rund 1,1 Millionen Tonnen. Die Steiermark verfügt über 3 Gips- und Anhydritabbaustätten sowie eine Rohgraphitproduktion in Kaisersberg bei Leoben. Abbaustätten von Talk (2005 rund 131.000 t Jahresproduktion) liegen in Rabenwald und Kleinfeistritz. Der für die Weiterverarbeitung wirtschaftlich bedeutendste mineralische Rohstoff ist Magnesit, das in Breitenau und Oberdorf an der Laming gefunden wird (2005 rund 418.000 t Rohmagnesit). Die Magnesit-, Sinter- und Steinproduktion gibt es in Breitenau, Veitsch, Trieben, Oberdorf an der Laming und Leoben. Nach wie vor von Bedeutung ist die Salzgewinnung in Altaussee.

Landwirtschaft: Mit mehr als 865.000 ha (52,8 %) besitzt die Steiermark die größte Waldfläche (Bodennutzung) von allen Bundesländern (rund 27 % des österreichischen Waldbestands). Das Ackerland nimmt 8,9 %, Wiese, Weide und Almboden rund 19,5 % der Gesamtfläche ein. Im Norden (Mur-Mürz-Furche) werden vor allem Getreide, Erdäpfel, Gemüse und Futterpflanzen angebaut, im Südosten (die höchsten österreichischen Hektarerträge) auch Mais, Weizen und Buchweizen (als 2. Frucht); in wärmeren Lagen Zuckerrüben und in der Oststeiermark Tabak und Hopfen (um Leutschach). Weinbau (2004: 167.321 hl, rund 6,1 % der österreichischen Weinproduktion) wird südlich der unteren Kainach an der Ostseite des Sausal und in den Windischen Büheln betrieben. Im Obstbau steht die Steiermark, vor allem die Ost- und Südoststeiermark, an vorderster Stelle; 2004 gab es mehr als 5.900 ha Intensivobstkulturen (4.769 ha Äpfel, 299 ha Birnen, 191 ha Pfirsiche). Die Erträge an Winteräpfeln (2004: 200.158 t), Sommerbirnen (3.370 t) und Pfirsichen (3.986 t) sind die höchsten in Österreich. Vorherrschend ist die Viehzucht (über 50 % des bäuerlichen Einkommens) mit Schlachtvieh und Milchwirtschaft. Der Rinderbestand betrug 2004 341.661 Stück (1959: 439.254). In den Almgebieten werden vor allem die Pinzgauer und die Murbodner Rasse (Gelbvieh), in der West- und Oststeiermark die Simmentaler Rasse (Fleckvieh), um Mariahof das Kärntner Blondvieh gezüchtet. Erwähnenswert sind noch Pferde- (Haflinger, Lipizzaner), Geflügel- (steirisches Mastgeflügel), Karpfen- (in den Waldschacher Seen südlich der Preding) und Forellenzucht (Kalwang); die Schafzucht bildet unter anderem die Grundlage für den "Steirer Loden".

Tourismus: Statistisch gesehen nimmt die Steiermark im Bundesländerranking der Top-Tourismusdestinationen nach Tirol, Salzburg und Kärnten nunmehr schon seit Jahren den hervorragenden 4. Platz ein und hat sich am Markt mit folgenden vier wettbewerbsfähigen Themen unter der Dachmarke „Steiermark“ eindeutig positioniert:

Wellness & Thermen = Verkörpert durch die Thermen Loipersdorf, Bad Gleichenberg, Bad Radkersburg, Bad Waltersdorf, Blumau, Nova und H2O sowie zahlreichen Angebotsspezialisten auf betrieblicher Ebene.Naturerlebnis & Sport = Mit einem umfassenden Sommer- und Wintersportangebot (Wandern, Rad, Golf, Alpinski, Nordic, Eissport ect.) in einer einzigartigen Naturkulisse geprägt von Naturparken, einem Nationalpark, Seen, Bergen, Wiesen und Wälder.

Graz und weitere Städte = Kulturhauptstadt, Schlösserstraße M.I.C.E. (Meetings, Incentives, Conversations, Exhebitions) sowie zahlreichen Veranstaltung mit großer Breitenwirkung wie z.B. das Narzissenfest.

Wein & Kulinarik = Kulinarische Spuren durch die Steiermark über Buschenschenken, Vinotheken, Gastronomie, Beherberger, etc.

In den Bereichen Wellness & Thermen, Wein & Kulinarik sowie Sport ist die Steiermark klarer Themenführer Österreichs.

Der Erfolg des Steirischen Tourismus zeigt sich in kontinuierlich steigenden Nächtigungs- (2005: 9.698.285) und Umsatzzahlen (2005: 1.066 Mio. €)

Verkehr: In Graz kreuzen sich 2 wichtige Straßenverbindungen: Südautobahn (A 2, Wien Inzersdorf- Thörl, Staatsgrenze) und Pyhrnautobahn (A 9, Sattledt- St. Michael in Obersteiermark, Donawitz- Spielfeld, Staatsgrenze). Die A 9 wird, mit ihrer Verlängerung, der Innkreisautobahn A 8 in Oberösterreich, nach ihrer Fertigstellung eine wichtige Verbindung zwischen dem Balkan und dem westlichen Europa sein. Vom Knoten Seebenstein (A 2) führt die S 6 über den Semmering nach Leoben. Parallel zu A 9 und A 2 verlaufen alte Passstraßen, die die Steiermark mit Oberösterreich (B 138 über den Pyhrnpass) und mit Kärnten (B 70 über den Packsattel) verbinden. Die Südbahn führt von Wien über Graz nach Slowenien bzw. von Bruck an der Mur über Leoben und Klagenfurt nach Italien. Der Flughafen Graz ist an das internationale Luftverkehrsnetz angeschlossen.

Kunst, Kultur: Neben archäologischen Funden aus der Frühgeschichte (Drachenhöhle bei Mixnitz, Repolusthöhle bei Peggau, Strettweg, hallstattzeitliche Nekropolen im Sulmtal und anderswo) und Römerzeit (Flavia Solva, Frauenberg bei Leibnitz, Löffelbach bei Hartberg, St. Johann bei Herberstein und andere) besitzt die Steiermark bedeutende mittelalterliche Baudenkmäler aus der Romanik (Basilika Seckau, Karner in Hartberg, Johanneskapelle in Pürgg, Pfarrkirche in Piber) und aus der Gotik (Stadtpfarrkirche Murau, Leechkirche in Graz, Wallfahrtskirchen Maria Straßengel, Pöllauberg und Maria Rehkogel, Grazer Dom, Stiftskirche Neuberg an der Mürz und andere; Profanbau Kornmesserhaus in Bruck an der Mur). Auch aus den weiteren Epochen, Renaissance (Landhaus und Zeughaus in Graz, Schlösser Hollenegg, Frondsberg, Thannhausen, Strechau), Manierismus (Schloss Eggenberg, Eggenberger-Mausoleum in Ehrenhausen), Barock (Stifte St. Lambrecht, Pöllau, Stainz, Vorau, Rein, Stiftsbibliothek Admont), Klassizismus (Korpskommando Graz, Lambrechter Hof in Graz) und Historismus (Herz-Jesu-Kirche in Graz, Stiftskirche Admont) verfügt das Land über hervorragende Beispiele. Reich an mittelalterlichen Glasgemälden sind die Walpurgiskirche St. Michael, Maria Straßengel, die Leechkirche in Graz, St. Erhard in der Breitenau und die Waasenkirche in Leoben. Die Johanniskapelle in Pürgg ist ein einzigartiges Beispiel romanischer Wandmalereien, gotische Fresken besitzen die Bischofskapelle Göß, die Stiftskirche Seckau, die Pfarrkirche Pürgg, die Pfarrkirche Murau, die Filialkirche St. Erhard zu Göß, St. Georgen bei Judenburg, die Minoritenkirche und die Kirche St. Rupert in Bruck an der Mur. Die Stiftskirchen Pöllau, Vorau, Stainz, Rein, die Wallfahrtskirchen Frauenberg bei Admont, Mariazell, Weizberg, die Schlosskirche Festenburg und andere sind mit barocken Wandmalereien geschmückt. Kunsthandwerklich bedeutend sind der romanische Gösser Ornat und das gotische St. Lambrechter Fastentuch. Zu den wichtigsten frühneuzeitlichen Künstlern des Landes zählen die Bildhauer J. T. Stammel, J. J. Schoy, M. Schokotnigg, P. J. Straub, V. Königer, die Maler H. A. Weißenkirchner, M. von Görz, J. C. Hackhofer und J. B. A. Raunacher. Der Baumeister J. B. Fischer von Erlach stammt zwar aus der Steiermark, hat aber in diesem Land selbst nur wenig geschaffen (zum Beispiel Innendekoration des Mausoleums in Graz, Hochaltar in Mariazell). H. Boeckl schuf 1952-60 mit den Fresken der Seckauer Engelkapelle sein bedeutendstes Monumentalwerk, ein Schlüsselwerk moderner steirischer Sakralkunst. Das Forum Stadtpark in Graz ist seit 1961 ein Zentrum für avantgardistische bildende Kunst, Fotografie, Literatur und modernes Theater.

Bedeutende mittelalterliche Schriftsteller waren Ulrich von Liechtenstein, Herrand von Wildonie und Ottokar aus der Gaal. Wichtige Literaten seit dem 19. Jahrhundert waren unter anderem A. Grün, P. Rosegger, W. Fischer, R. H. Bartsch, O. Kernstock, H. Kloepfer, P. Grogger und M. Mell, Wahlsteirer sind R. Hamerling, H. Leifhelm und F. Nabl. Zur neueren steirischen Literatur zählen die Autoren W. Bauer, A. Kolleritsch, R. P. Gruber, G. Roth, B. Frischmuth. Aus der Steiermark stammen die Nobelpreisträgerin E. Jelinek (Literatur) und die Nobelpreisträger V. F. Hess (Physik), F. Pregl (Chemie), der Turbinenbauer V. Kaplan, die Sprachgelehrten J. von Hammer-Purgstall und F. Miklosich, der Jurist F. A. von Zeiller, der Kriminalist H. Groß, die Ärzte L. von Auenbrugger, R. Paltauf, L. von Schrötter und E. Wertheim. Unter den Musikern ragen J. J. Fux, H. Wolf, J. Marx und der Wahlsteirer W. Kienzl hervor, der Dirigent K. Böhm erlangte Weltruhm. Universitätsstädte sind Graz (Karl-Franzens-Universität, Technische Universität, Universität für Musik und darstellende Kunst) und Leoben (Montanuniversität). Die Vereinigten Bühnen Graz (Opernhaus, Schauspielhaus) bringen Schauspiele, Opern, Operetten und Musicals zur Aufführung. Die Österreichische Urania für Steiermark, die Volkshochschule der steirischen Arbeiterkammer und der Obersteirische Kulturbund sind Zentren des Kulturlebens und der Erwachsenenbildung. Das Steirische Volksbildungswerk als Dachorganisation verschiedener Kulturvereinigungen leistete wichtige Beiträge zur Traditionspflege. Steirische Volksmusik (Hackbrett), Volkstracht (Steireranzug) und Volkstanz werden ebenso gepflegt wie Kunsthandwerk (Steirisches Heimatwerk, Steiermärkischer Kunstverein) und kulinarische Spezialitäten (Kernöl, Schilcher). Seit 1959 präsentiert sich die Steiermark in großen Landesausstellungen. Der steirische herbst widmet sich seit 1968 der überregionalen Avantgardekunst, die styriarte in Graz seit 1985 der Alten Musik.

Geschichte: Die ältesten Spuren menschlichen Lebens in der Steiermark reichen in die ältere Steinzeit zurück, die als alpines Paläolothikum einen besonderen Rang einnimmt. Zahlreiche Funde stammen aus Neolithikum, Bronzezeit, Urnenfelderzeit und Hallstattzeit (Strettweger Kultwagen; Grabfunde aus dem Sulmtal, Klein-Klein). Im 4. Jahrhundert kamen Kelten ins Land. Ihr Königreich Noricum wurde 15. v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert, die Steiermark gehörte größtenteils zur gleichnamigen römischen Provinz. Die einzige Römerstadt im heutigen Bundesland war Flavia Solva bei Leibnitz. Der frühgeschichtliche Hauptort Noreia ist nur namentlich bekannt und wurde lange Zeit fälschlich bei Neumarkt lokalisiert. Das Christentum trat erstmals im 4. Jahrhundert auf.

Ab dem ausgehenden 6. Jahrhundert drangen Slawen drau- und muraufwärts vor und errichteten das alpenslawische Fürstentum Karantanien. Zahlreiche Orts-, Berg-, Fluss- und Flurnamen erinnern daran. Der bayrische Herzog Odilo half um 740 den aufständischen Slawen gegen die Awaren und errang damit die Oberherrschaft über Karantanien. Damit setzte auch die zweite Christianisierung ein. 788 kam Karantanien mit Bayern unter fränkische Oberhoheit. Im 9. Jahrhundert wurden karolingische Grafschaften und slawische Tributärfürstentümer als Teile des bayrischen Ostlandes errichtet. Kirchlich wurde 811 das Gebiet bis zur Drau dem Erzbistum Salzburg, südlich davon dem Patriarchat Aquileja zugesprochen. Nach der Niederlage des bayrischen Heeres gegen die Magyaren 907 war die Mittel- und Oststeiermark ein halbes Jahrhundert lang den ungarischen Beutezügen ausgesetzt. Um 970 wurden auf dem Gebiet der späteren Steiermark drei Marken errichtet: die Mark an der mittleren Mur („Kärntner Mark“, „marchia Carentana“, wurde zum Kernstück der heutigen Steiermark), die Mark an der Drau und die Mark an der Sann. Herrschaftszentrum war zunächst die Hengistburg im Raum Wildon. Als erster Markgraf ist 970 der bairische Graf Markwart († 999) genannt, dessen Familie nach ihrem obersteirischen Besitz bei Judenburg als Eppensteiner bezeichnet wird. Markwarts Nachfolger Adalbero erhielt weitere Königsschenkungen und war 1112-35 auch Herzog von Kärnten.  Nach seiner Absetzung folgte Graf Arnold aus dem Geschlecht der Wels-Lambacher nach, dessen Sohn Gottfried 1042 bei Pitten die Ungarn besiegte. Damals wurde die Grenze bis zur Lafnitz vorgeschoben und damit auch der Rest der Oststeiermark mit der Kärntner Mark verbunden. Nach der Ermordung Gottfrieds erhielt um 1050 Graf Otakar (als Markgraf genannt ab 1056, † 1075) die Kärntner Mark und wohl auch die obersteirischen Grafschaften. Die Otakare werden auch „Traungauer“ oder nach ihrer Stammburg „Grafen von Steyr“ genannt. Sie gaben dem werdenden Land den noch heute gültigen Namen: „Steiermark“ setzte sich zuerst in der urkundlichen Form „Marchia Styriae“ durch, während man mündlich noch lange „Steier“ oder „Steirerland“ sagte. Das Jahr 1122 – nach dem Tod des letzten Eppensteiners fiel deren reiches Eigengut in der Ober- und Weststeiermark an den Traungauer Leopold den Starken (1122-1129) – ist nach H. Pirchegger des „Geburtsjahr“ der Steiermark. Markgraf Otakar III. (1129-1164) erbte dazu großen Besitz im Pittener Gebiet und im Drautal und gilt als Begründer des steirischen Landesfürstentums. Um 1160 wurde Graz bevorzugte Residenz der Markgrafen.

1180 wurde die Steiermark reichsrechtlich von Bayern getrennt und zum selbständigen Herzogtum erhoben. Kaiser Friedrich Barbarossa ernannte Otakar IV. (1164-1192) zum Herzog. Dieser konnte wegen eines Aussatzleidens nicht heiraten und schloss, bereits schwerkrank, 1186 auf dem Georgenberg bei Enns mit dem Babenbergerherzog Leopold V. von Österreich einen Erbvertrag (Georgenberger Handfeste). Der steirische Adel und die Kirche ließen sich für ihre Zustimmung darin ihre Rechte verbriefen. Nach Otakars Tod fiel die Steiermark an die Babenberger, behielt aber ihre rechtliche Selbständigkeit.

Nach dem Tod des letzten Babenbergers 1246 stand die Steiermark vorerst unter Reichsverwaltung, die Nachbarfürsten kämpften aber um die babenbergischen Länder. 1254 wurde die Steiermark geteilt: Der Großteil fiel an Ungarn, der Traungau und das Gebiet nördlich des Semmering aber an König Ottokar II. Přemysl von Böhmen. Dieser gewann, gerufen vom unzufriedenen steirischen Adel, 1260 im Kampf gegen Ungarn auch die übrige Steiermark. Gegen seine im Landesausbau erfolgreiche, aber straffe Herrschaft erhob sich wiederum der Adel, und der Böhmenkönig musste 1276 Österreich und die Steiermark an den neuen deutschen König Rudolf von Habsburg übergeben, der 1282 seine Söhne Albrecht I. und Rudolf II. damit belehnte. 1283 wurde Albrecht alleiniger Landesfürst. Die steirischen Adeligen erhoben sich 1292 auch gegen diesen. Albrecht siegte und anerkannte die Privilegien des Adels.

Im Verlaufe des Spätmittelalters orientierten sich die ehemals steirischen Gebiete jenseits von Pyhrnpass und Semmering endgültig zu den Ländern Österreich ob und unter der Enns. 1456 kam nach dem Aussterben der Grafen von Cilli deren Herrschaftsgebiet an die Habsburger und wurde der Steiermark angeschlossen. Damit war die bis 1918 gültige Südgrenze an der Save erreicht.

Die habsburgischen Erbteilungen von 1379 (Neuberger Vertrag) und 1564 (Ferdinandeische Hausordnung) erhöhten die Bedeutung der Steiermark beträchtlich, da sie Kernland der innerösterreichischen Ländergruppe wurde. Graz war unter Friedrich III. im 15. Jahrhundert zeitweise kaiserliche Residenz, beherbergte von 1564 bis 1619 den erzherzoglichen Hof und noch bis ins 18. Jahrhundert die Zentralbehörden für Innerösterreich. 1535 konnte die Landeshoheit auf den bis dahin exterritorialen Salzburger Besitz (Leibnitz, Deutschlandsberg, Pettau) ausgedehnt werden.

1418, 1440 und 1478-90 fielen die Ungarn ein. Die Türkenzüge von 1480 und 1532 gaben den Anstoß zum Ausbau der Grenzfestungen (Fürstenfeld, Radkersburg) und der Hauptfestung Graz. 1578 wurde ein Hofkriegsrat eingerichtet, der die Vorfeldverteidigung an der Militärgrenze in Kroatien leitete. Die Steiermark war in den Türkenkriegen der „Hofzaun des Heiligen Römischen Reiches“.

Zur Zeit der Reformation waren die weltlichen Landstande, viele bäuerliche Untertanen und die meisten Stadtbürger protestantisch. An der Grazer evangelischen Stiftsschule lehrte unter anderem der Astronom und Mathematiker Johannes Kepler. Im „Brucker Libell“ musste der innerösterreichische Erzherzog Karl II. den Protestanten Religionsfreiheit zugestehen, unter seinem Sohn, dem späteren Kaiser Ferdinand II., begann die wesentlich von den Jesuiten mitgetragene Gegenreformation. 1598 wurden die Prädikanten aus Graz vertrieben, 1600 das übrige Land zum Teil gewaltsam rekatholisiert. 1629 wurde auch der Adel zur Auswanderung oder zur Konversion gezwungen.

In der Zeit Maria Theresias (1740-80) und Josefs II. (1780-90) kam es zu einer Fülle von Reformen in Recht und Verwaltung, der staatliche Absolutismus griff massiv in überkommene Strukturen ein, die Landstände verloren an politischer Bedeutung. In den napoleonischen Kriegen besetzten Franzosen 1797 (Vorfriede von Leoben), 1805 und 1809 das Land. Die wichtigsten militärischen Ereignisse waren 1809 das Gefecht bei St. Michael und die Belagerung des Grazer Schlossberges.

Aus den Verhandlungen der Landesfürsten mit den Landständen hatte sich der 1412 erstmals urkundlich erwähnte regelmäßige Landtag entwickelt. Er setzte sich aus vier Ständen in drei Kurien zusammen (Adelskurie mit Herren- und Ritterstand, Prälaten, Städte und Märkte) und bestand in dieser Form bis zur Revolution von 1848, die einen kurzlebigen provisorischen Landtag auf breiterer Basis hervorbrachte. Er beriet unter anderem die für die Zukunft wichtige Grundentlastung (Bauernbefreiung) und die Gemeindeverfassung. Nach dem Jahrzehnt des Neoabsolutismus wurde 1861 der erste konstitutionelle Landtag gewählt, bis 1918 aber noch in Kurien nach Berufsständen und Steuerleistung. Das allgemeine, gleiche und geheime Wahlrecht auch für Frauen galt erst 1919 für den demokratischen Landtag der verkleinerten Steiermark in der Ersten Republik.

Durch den Friedensvertrag von Saint-Germain (1919) kam die Untersteiermark (5946 km², 490.000 Einwohner, davon 75.000 deutschsprachige vor allem in den Städten) mit den Städten Marburg an der Drau (Maribor, damals zweitgrößte Stadt des Landes), Pettau (Ptuj) und Cilli (Celje) an das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS, später Jugoslawien, heute Slowenien). Besonders nachteilig war der Verlust der Bahnverbindung Graz-Klagenfurt über Marburg. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Dritte Reich wurden das südliche Burgenland dem Reichsgau Steiermark, das Salzkammergut an Oberösterreich (Oberdonau) angeschlossen. 1941-45 war die Untersteiermark dem Land an-, aber nicht eingegliedert.

Im Zweiten Weltkrieg waren ab 1943 vor allem Industrieorte (Zeltweg, Knittelfeld), aber auch Wohn- und Kulturzentren (Graz) vom Bombenkrieg der Alliierten betroffen. Die Oststeiermark war in den letzten Kriegsmonaten 1945 unmittelbares Kampfgebiet zwischen der Deutschen Wehrmacht und der Roten Armee. Anfänglich zum Großteil russisch besetzt, wurde die Steiermark im Juli 1945 zur Gänze bis zum Staatsvertrag von 1955 britische Besatzungszone.

In der Steiermark gilt die Landesverfassung nach dem am 23. 11. 1959 beschlossenen „Landesverfassungsgesetz 1960“ über die Wiederverlautbarung des Landesverfassungsgesetzes, das rückwirkend mit 1. 12. 1945 in Kraft getreten ist (Stammfassung – Landesgesetzblattnummer 1/1960; Novellierungen bis 2002).

Die Steiermark entsendet 25 Abgeordnete in den Nationalrat und 9 in den Bundesrat. Der Steiermärkische Landtag umfasst 56 Mitglieder, die Landesregierung 9 (5 SPÖ, 4 ÖVP). Den Landeshauptmann stellte 1945 bis 2005 die ÖVP; seit Oktober 2005 die SPÖ. Von 1996 bis 2005 stand erstmals in Österreich, eine Frau an der Spitze der Landesregierung.

Kirchlich gehört die Steiermark zur Diözese Graz-Seckau. Die evangelische Landessuperintendantur, die Kirchengemeinde der Altkatholischen Kirche und die Israelitische Kultusgemeinde haben ihren Sitz in Graz.



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Steiermark: Apfelplantagen in Puch bei Weiz.



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Steiermark: Trommelweiber am Grundlsee.



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Steiermark: Stubenberg.



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Steiermark: Weinberge bei Stainz.



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Steiermark: Riegersburg in der Oststeiermark.



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Das Werden der Steiermark.


Die Bezirke (2001)




politischer Bezirk



Ge-
meinden*



Fläche
in km2



Bevölkerung
insgesamt



Bevölkerung
pro km2

Bevölkerungs-
zu- (+) bzw.
-abnahme (–)
1991–2001 in %

Graz (Stadt)

1    

127,56   

226.244   

1.774     

  4,9     

Bruck an der Mur

21    

1.306,96   

64.991   

50     

  4,1     

Deutschlandsberg

40    

863,49   

61.498   

71     

+   1,5     

Feldbach

55    

727,26   

67.200   

92     

+   2,2     

Fürstenfeld

14    

263,82   

23.001   

87     

+   3,2     

Graz-Umgebung

57    

1.100,71   

131.304   

119     

+ 11,2     

Hartberg

50    

955,70   

67.778   

71     

+   1,5     

Judenburg

24    

1.097,36   

48.218   

44     

  3,8     

Knittelfeld

14    

578,02   

29.661   

51     

+   0,5     

Leibnitz

48    

681,50   

75.328   

111     

+   5,0     

Leoben

19    

1.099,69   

67.767   

62     

  7,6     

Liezen

51    

3.270,37   

82.235   

25     

+   1,1     

Mürzzuschlag

16    

848,86   

42.943   

51     

  4,1     

Murau

34    

1.384,58   

31.472   

23     

  2,4     

Radkersburg

19    

336,96   

24.068   

71     

  2,9     

Voitsberg

25    

678,60   

53.588   

79     

   1,8     

Weiz

54    

1.070,48   

86.007   

80     

+   3,4     

Steiermark

542    

16.391,93  

1.183.303   

72     

  0,1     

 * Stand 1.1.2006

(Quelle: Statistik Austria, Gemeindeverzeichnis 2006, 2006)


Die größten Gemeinden
(mit mehr als 5000 Einwohnern)

Graz*

226.244

Leibnitz*

6.892

Leoben*

25.804

Gratkorn**

6.625

Kapfenberg*

22.234

Frohnleiten*

6.592

Bruck an der Mur*

13.439

Hartberg*

6.547

Knittelfeld*

12.740

Eisenerz*

6.435

Köflach*

10.761

Fürstenfeld*

5.982

Judenburg*

10.130

Seiersberg

5.950

Voitsberg*

10.074

Kindberg*

5.865

Mürzzuschlag*

9.569

Rottenmann*

5.489

Weiz*

8.943

Gleisdorf*

5.224

Fohnsdorf

8.523

Krieglach**

5.194

Trofaiach*

8.385

Wagna**

5.102

Deutschlandsberg*

7.983

Bad Aussee*

5.086

Zeltweg*

7.834

Feldkirchen bei Graz**

5.024

Liezen*

6.908

 

*Stadt / **Markt


Bevölkerung (gemäß Volkszählungen)

1869

720.809

1951

1,109.335

1880

777.453

1961

1,137.865

1890

828.375

1971

1,195.023

1900

889.017

1981

1,186.525

1910

957.610

1991

1,184.720

1923

978.816

2001

1,183.303

1934

1,015.106


Unselbstständig Aktivbeschäftigte* laut HVSV im Jahresdurchschnitt

1995

2000

2005

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht

 4.336

 4.241

 4.574

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

 4.039

 3.779

 3.496

Sachgütererzeugung

 98.841

 98.216

 96.276

Energie- und Wasserversorgung

 6.086

 5.501

 3.885

Bauwesen

 33.665

 33.877

 30.746

Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern

 63.524

 67.267

 69.416

Beherbergungs- und Gaststättenwesen

 14.551

 16.625

 18.820

Verkehr und Nachrichtenübermittlung

 27.323

 27.289

 24.767

Kredit- und Versicherungswesen

 12.468

 12.315

 12.521

Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen

 19.321

 27.161

 35.403

Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, Unterrichtswesen, Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen

97.214

103.797

111.826

Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen, Private Haushalte, Exterritoriale Organisationen und Körperschaften

 13.903

 17.757

 19.294

Alle Wirtschaftsbereiche

 395.270

 417.822

 431.026

*Die Aktivbeschäftigten enthalten keine Kinderbetreuungsgeldbezieher/innen sowie Präsenzdiener mit aufrechtem Beschäftigungsverhältnis. Ebenso wurden diese Daten um Schulungsteilnehmer des AMS die DLU-Bezieher waren, und die bis 2003 als Beschäftigte gezählt wurden, korrigiert. Diese Zahlen enthalten auch keine geringfügig Beschäftigten. DLU = Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes

Quelle: HVSV (Hauptverband der Sozialversicherungen), eigene Berechnungen JR-InTeReg

 

Wirtschaftsflächen (2003)

Kulturarten

Fläche

in ha

in %

Ackerland

146.316

9,44

Hausgärten

1.146

0,07

Obstanlagen einschließl. Beerenobst (ohne Erdbeeren)

10.364

0,67

Weingärten

3.912

0,25

Reb- und Baumschulen

173

0,01

Forstbaumschulen

145

0,01

einmähdige Wiesen

9.871

0,64

mehrmähdige Wiesen

153.664

9,91

Kulturweiden

26.092

1,68

Hutweiden

22.486

1,45

Almen und Bergmähder

104.504

6,74

Streuwiesen

3.383

0,22

Wald

865.508

55,82

Energieholzflächen (Kurzumtriebsflächen)

586

0,04

Christbaumkulturen

395

0,03

Forstgärten

31

0,00

nicht mehr genutztes Grünland

8.203

0,53

fließende und stehende Gewässer

3.044

0,20

andere unproduktive Flächen

190.711

12,30

Gesamtfläche

1,550.535

100,00

Quelle: Statistik Austria, Schnellbericht 1.17- Agrarstrukturerhebung 2003,2005


Bildungswesen (2004/2005)



Schulart



Schulen



Klassen

Schüler
bzw.
Studierende

Kindertagesheime

826

1554

28508

allgemein bildende Pflichtschulen

780

4.512

92.602

allgemein bildende höhere Schulen

49

1.128

27.883

sonstige allgemein bildende Schulen*

26

136

2.967

berufsbildende Pflichtschulen

25

905

20.596

berufsbildende mittlere Schulen

78

286

6.651

berufsbildende höhere Schulen

43

721

17.558

lehrerbildende mittlere und höhere Schulen

8

90

2.505

berufsbildende Akademien*

8

15

448

lehrerbildende Akademien

4

2.587

Universitäten

4

34.052

Universitäten der Künste

1

1.232

Fachhochschul-Studiengänge

20

2.426

 * Schuljahr 2002/03

Quelle: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Schulstatistik 2004/05 (http://www.bmbwk.gv.at/schulen/bw/uebersicht/schulstat_stkm.xml), 2006;

Statistik Austria, Schulwesen in Österreich 2002/03, 2003; Hochschulstatistik 2004/05, 2006;


Die Landeshauptleute der Steiermark

Wilhelm Kaan (deutschnational)

6.  11. 1918

27.   5. 1919

Anton Rintelen (CS)

27.   5. 1919

25.   6. 1926

Franz Prisching (CS)

25.   6. 1926

22. 10. 1926

Alfred Gürtler (CS)

22. 10. 1926

21.   5. 1927

Hans Paul (CS)

21.   5. 1927

23.   4. 1928

Anton Rintelen (CS)

23.   4. 1928

10. 11. 1933

Alois Dienstleder (CS)

13. 11. 1933

2. 11. 1934

Karl Maria Stepan (VF)

2. 11. 1934

2.   3. 1938

Rolph Trummer (VF)

3.   3. 1938

12.   3. 1938

Sepp Helfrich (NS)

12.   3. 1938

22.   5. 1938

Sigfried Uiberreither (NS)

22.   5. 1938

8.   5. 1945

Reinhard Machold (SPÖ)

8.   5. 1945

28. 12. 1945

Anton Pirchegger (ÖVP)

28. 12. 1945

6.   7. 1948

Josef Krainer senior (ÖVP)

6.   7. 1948

28. 11. 1971

Friedrich Niederl (ÖVP)

28. 11. 1971

4.   7. 1980

Josef Krainer junior (ÖVP)

4.   7. 1980

23.   1. 1996

Waltraud Klasnic (ÖVP)

23.   1. 1996

25. 10. 2005

Franz Voves (SPÖ)

25. 10. 2005

Quelle: http://www.landeshauptmann.steiermark.at/, 2006;


Landtagsabgeordnete

Partei

1945

1953

1965

1974

1986

1991

1995

2000

2005

ÖVP

26

21

29

31

30

26

21

27

24

SPÖ

20

20

24

23

22

21

21

19

25

FPÖ (WdU)

6

2

2

2

9

10

7

KPÖ

2

1

1

4

Die Grünen – Die Grüne Alternative (VGÖ-AL)

2

2

3

3

Liberales Forum

2

Quelle: Landesstatistik Steiermark, Steirische Statistiken Heft 10/2005, 2005


Literatur: W. Suppan, Steirisches Musiklexikon, 7 Lieferungen, 1962-66; F. Tremel, Land an der Grenze, 1966; K. Woisetschläger und P. Krenn, Alte steirische Herrlichkeiten. 800 Jahre Kunst in der Steiermark, 1968; B. Sutter (Hg.), Die Steiermark. Land, Leute, Leistung, 21971; Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hg.), Theatergeschichte Österreichs, Steiermark, Band 5, 1974; Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark (Hg.), Regionalstatistik Steiermark, 1982ff.; K. Woisetschläger und P. Krenn, Steiermark (ohne Graz), Dehio-Handbuch, 1982; F. Achleitner, Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert, Band 2, Kärnten, Steiermark, Burgenland, 1983; Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Steiermark-Information, 1984; M. Gossler, Steiermark-Informationen. Ausgewählte Bibliographie, Nachschlagwerke und wissenschaftliche Zeitschriften über die Steiermark aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Graz, 1986; S. Karner, Die Steiermark im Dritten Reich 1938-45, 31994; Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Steiermark: Umweltschutzbericht des Landes Steiermark, 1986ff.; Mitteilungen der Archäologischen Gesellschaft Graz, 1987ff.; H. Strobl und andere, Der Weg in die neue Heimat. Die Volksdeutschen in der Steiermark, 1988; F. Attems, Kirchen und Stifte der Steiermark, 1988; W. Zitzenbacher (Hg.), Landeschronik Steiermark, 1988; M. Jasser, Hoch vom Dachstein an. Das Steiermark-Brevier, 1990; P. Wilding, "... Für Arbeit und Brot". Arbeitslose in Bewegung, 1990; H. J. Mezler-Andelberg und andere, Kirche in der Steiermark, 1994; R. Baravalle, Burgen und Schlösser der Steiermark, 21995; G. Biedermann, Kunstführer Steiermark, 1999; S. Karner, Die Steiermark im 20. Jahrhundert, 2000. - Kataloge der Steirischen Landesausstellungen: Erzherzog Johann, 1959 und 1982; Graz als Residenz. Innerösterreich 1564-1619, 1964; Der steirische Bauer, 1966; Der Bergmann - Der Hüttenmann, 1968; Steirisches Handwerk, 1970; Literatur in der Steiermark, 1976; Gotik in der Steiermark, 1978; Musik in der Steiermark, 1980; Erz und Eisen, 1984; Brücke und Bollwerk, 1986; Hexen und Zauberer, 1987; Glas und Kohle, 1988; Weinkultur, 1989; Menschen, Münzen, Märkte, 1990; Sport, 1991; Lust und Leid. Barock in der Steiermark, 1992; P. Rosegger, 1993; Wege zur Kraft - Wallfahrt, 1994; Holzzeit, 1995; Schatz und Schicksal, 1996; YOUgend, 1998; W. Tscherne, Reise in die Vergangenheit. Eine Geschichte der Steiermark, 1993. – A. Ableitinger / D. A. Binder (Hg.), Geschichte der österreichischen Bundesländer seit 1945: Steiermark. Die Überwindung der Peripherie, 2002. – J. F. Desput (Hg.), Vom Bundesland zur europäischen Region. Die Steiermark von 1945 bis heute, 2004. - J. Riegler (Hg.) / E. Schöggl-Ernst (Red.), Die neue Steiermark. Unser Weg 1945-2005, 2005.

 


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Glöcklerlauf im Salzkammergut, Oberösterreich.


 
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