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Schieferzone - Schinderling (15/25)
Schifter, Günther Schilcher

Schikaneder, Emanuel eigentlich Johann Joseph Schickeneder


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Emanuel Schikaneder. Stich von P. Richter.



Schikaneder, Emanuel (eigentlich Johann Joseph Schickeneder), * 1. 9. 1751 Straubing (Deutschland), † 21. 9. 1812 Wien, Schauspieler, Sänger, Regisseur, Theaterdichter und -leiter. 1773 Debüt als Komödiant bei der moserschen Schauspielgesellschaft, 1778 deren Spielleiter. Kam 1780 mit dieser Truppe nach Salzburg, wo er W. A. Mozart kennen lernte; pachtete in Wien 1785 für kurze Zeit das Kärntnertortheater und spielte 1785/86 am Hofburgtheater. Als ihm Kaiser Joseph II. die Errichtung eines Theaters auf dem Glacis versagte, ging er 1787 nach Regensburg; ab 1789 wieder in Wien, leitete er das Freihaustheater auf der Wieden und führte unter anderem zahlreiche eigene Komödien und Opern auf; 1791 spielte er hier bei der Uraufführung von Mozarts "Die Zauberflöte" den Papageno, auch das Libretto stammt von ihm. 1801 eröffnete er das von ihm gegründete Theater an der Wien, das er mit kurzer Unterbrechung bis 1806 als künstlerischer Direktor leitete und wo er auch als Schauspieler und Hausdichter tätig war. 1807-09 leitete er das Brünner Theater, 1811 kehrte er über Steyr nach Wien zurück, wo er mittellos und in geistiger Umnachtung starb. Insgesamt verfasste er 44 Opern- und Singspiellibretti sowie 55 Sprechstücke (davon 9 mit Musik). Sein Werk bildete die Brücke von den Stücken um den Wiener Hanswurst zur Bühnenwelt F. Raimunds und J. Nestroys.


Ausgabe: Sämmtliche theatralischen Werke, 2 Bände, 1892.

Literatur: E. Komorzynski, Der Vater der Zauberflöte, 1948; derselbe, E. Schikaneder, 31951; A. Bauer, Opern und Operetten in Wien, 1955; W. Pfannkuch, E. Schikaneder, 1963; K. Honolka, Papageno. E. Schikaneder. Der große Theatermann der Mozart-Zeit, 1984; M. Kammermayer, E. Schikaneder und seine Zeit, 1992; A. Sonnek, E. Schikaneder, 1999.


 
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