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List, Niki - Lloyd, Österreichischer (5/25)
Liszt, Eduard Liszt, Franz von, * 1851

Liszt, Franz, * 1811


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Franz Liszt. Anonym. Gemälde (Gesellschaft der Musikfreunde in Wien).



Liszt, Franz, * 22. 10. 1811 Raiding (Burgenland, damals Ungarn),  31. 7. 1886 Bayreuth (Deutschland), Komponist; Cousin von Eduard Liszt und Franz von Liszt. Einer der größten Klaviervirtuosen, auch als Dirigent, Lehrer und selbstloser Förderer von großer Bedeutung. Erster öffentlicher Auftritt mit 8 Jahren, ab 1821 Schüler von C. Czerny. 1823 Umzug nach Paris, wo er viele Konzerte gab und Liebling der Pariser Salons wurde; zahlreiche Affären, vor allem mit Caroline de Saint-Criq, Marie d´Agoult (aus letzter Verbindung entstammte Cosima Bülow, spätere Wagner) und Caroline Sayn-Wittgenstein. Trat auch als Pädagoge hervor und entwickelte die Klaviertechnik weiter. Liszt begründete eine neue Epoche der Virtuosität und revolutionierte Technik und Klang des Klavierspiels. Er beeinflusste als Komponist nachhaltig die Entwicklung der Programm-Musik und der Gestaltung von Harmonik und Melodik. Auch in der Organisation des Musiklebens war seine Persönlichkeit von nachhaltiger Wirkung. 1848-61 Hofkapellmeister in Weimar, ab 1861 in Rom. Liszt wandte sich einem tieferen religiösen Leben zu, erhielt 1865 die niederen Weihen und lebte danach abwechselnd in Rom, Budapest, Weimar und Bayreuth. Er komponierte und unterrichtete (rund 400 Klavierschüler, unter anderem E. d´Albert, H. von Bülow, F. Weingartner, E. von Sauer). Seine Freundschaft mit R. Wagner, für dessen Werk sich Liszt als Haupt der "neudeutschen Schule" besonders einsetzte, wurde durch Wagners Affäre mit Cosima bis zirka 1872 getrübt.


Werke: 5 Oratorien (unter anderem Die Legende der heiligen Elisabeth, Christus, Die heilige Cäcilia), Messen (Graner Messe 1856), Psalmen, Requiem, Motetten (insgesamt zirka 80 Werke), weltliche Kantaten und Chöre; Orchesterwerke und Bearbeitungen; zirka 250 Klavierwerke (Consolations, 1849; 19 Ungarische Rhapsodien, 1847-53); Präludium und Fuge über den Namen BACH (für Orgel); 2 Klavierkonzerte; zirka 60 Klavierlieder. - Ausgaben: F. Liszt, Musikalische Werke, herausgegeben von F. Busoni, P. Raabe und anderen, 1907-36; F. Liszt, Neue Ausgabe, 1970ff.; Gesammelte Schriften, 6 Bände, 1880-83; Briefwechsel, 8 Bände, 1893-1905.

Literatur: A. Göllerich, F. Liszt, 1908; K. Grunsky, F. Liszt, 1924; P. Raabe, F. Liszt, 2 Bände, 1931; A. Walker, Liszt, 1971; E. Perenyi, Liszt, 1975; C. Rueger, F. Liszt, 1997; W. Dömling, F. Liszt und seine Zeit, 21998; M. Wagner, F. Liszt. Sein Werk - sein Leben, 2000; Neue Deutsche Biographie.


Verweise auf andere Alben:
Briefmarken-Album: 175. Geburtstag von Franz Liszt

 
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