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Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, Erste, DDSG - Donner, Matthäus (24/25)
Donin, Richard Kurt Donner, Matthäus

Donner, Georg Raphael


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Georg Raphael Donner. Stich von J. Schmutzer nach einem verschollenen Gemälde von P. Troger.



Donner, Georg Raphael, * 24. 5. 1693 Eßling im Marchfeld (heute Wien),  15. 2. 1741 Wien, Bildhauer. Donner zählt neben B. Permoser in Dresden und A. Schlüter in Berlin zu den herausragendsten Meistern der Bildhauerkunst seines Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Sohn eines Zimmermanns, begann zunächst eine Goldschmiedelehre, bis er um 1706 beim Bildhauer G. Giuliani als Lehrling eintrat. Nach 1713 absolvierte er gemeinsam mit seinem Bruder M. Donner eine Medailleurausbildung. 1715 Heirat mit Eva Elisabeth Prechtl aus Preisfeld. Seit einer Reise nach Dresden 1721, wo er sich eingehend mit dem Werk von B. Permoser beschäftigte, verwendete der auf den Namen Georg Getaufte konsequent den zusätzlichen Vornamen Raphael. 1725 Übersiedlung nach Salzburg, wo er für das Stiegenhaus von Schloss Mirabell mythologische Figuren und die Balustrade meißelte. Ab 1729 in Pressburg ansässig, fand er in Emmerich Graf Esterházy, Erzbischof von Gran, seinen ersten wichtigen Auftraggeber, für den er insbesonders die Elemosynariuskapelle des Pressburger Doms ausstattete. Für den Hochaltar der Kirche schuf er den nicht mehr vollständig erhaltenen Altar mit der monumentalen Reiterstatue des heiligen Martin, geweiht 1735. Parallel dazu arbeitete Donner von Pressburg aus an zahlreichen Aufträgen für Wien. Zwischen 1737 und 1739 entstand im Auftrag der Stadt Wien als sein Hauptwerk der so genannte Providentiabrunnen am Mehlmarkt (Neuer Markt). Mit dem aus Blei gegossenen Brunnen trat der Wiener Magistrat erstmals seit dem Mittelalter wieder als künstlerischer Auftraggeber hervor. Der Brunnen ist eine Allegorie auf die Fürsorge und Umsicht (lateinisch providentia) des Stadtregiments mit den vier Allegorien auf Ybbs, Enns, March und Traun als Nebenflüsse der Donau. Die Originale der Brunnenfiguren stehen seit 1921 im Barockmuseum der Österreichischen Galerie Belvedere, am ursprünglichen Standort verblieben witterungsbeständige Bronzekopien. Hingegen befinden sich der Kreuzaltar im Dom zu Gurk (1740/41) wie der Andromedabrunnen für das Alte Wiener Rathaus als seine beiden letzten Hauptwerke noch heute unverändert an Ort und Stelle. Durch seine Schüler Matthäus Donner (sein Bruder), J. C. Schletterer und indirekt durch B. F. Moll und J. G. Mollinarolo hat Donner die österreichische Bildhauerkunst bis zum Klassizismus eines F. A. von Zauner nachhaltig beeinflusst.



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Georg Raphael Donner, Kreuzaltar im Dom von Gurk, Kä.


Literatur: G. R. Donner, 1693-1741, Ausstellungskatalog, Österreichische Galerie Belvedere, Wien 1993.


Verweise auf andere Alben:
Video-Album: Schloß Mirabell in Salzburg, Marmorstiege von G.R.Donner, 1726-1730.

 
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