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Wagner, Georg - Wailand, Georg (5/25)
Wagner, Leopold Wagner, Robert

Wagner, Otto


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Otto Wagner, Haus in Wien 6, Linke Wienzeile 38, Detail.



Wagner, Otto, * 13. 7. 1841 Wien-Penzing, † 11. 4. 1918 Wien, Architekt und Kunsttheoretiker. Studierte in Berlin und Wien und trat danach in den Kreis L. Försters und T. Hansens (für den er das Palais Epstein an der Wiener Ringstraße ausführte). Ab 1894 Professor an der Wiener Akademie. War bereits ab 1864 selbstständig tätig (Häuser in der Harmoniegasse, Wien 9.) , stand aber seinen Frühwerken später teilweise kritisch gegenüber. Wagner war die überragende Architektenpersönlichkeit Wiens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und verkörperte die fruchtbare Verbindung von Historismus und Moderne. In fast allen Bereichen der Baukunst wirkte er durch wichtige Leistungen richtungsweisend. Bestimmend blieb stets eine am Gesamtkunstwerk orientierte Grundeinstellung. Ausgehend von teils spätromantischen, teils strengen Ansätzen (Villa Epstein in Baden, 1867; Synagoge in Budapest, 1873), entwickelte er monumentale Projekte bis hin zum Städtebau ("Artibus"). Bis in die 1890er Jahre bevorzugte er einen pathetischen bis üppig renaissancehaften Ringstraßen-Stil (Haus Schottenring 23, 1878; Mitarbeit am Makart-Festzug, 1879; Villa Hahn in Baden, 1885; "große" Villa Wagner in Wien-Hütteldorf, 1888) und beteiligte sich mehrfach an internationalen Wettbewerben. Dann wandte er sich von historistischen Idealen ab und der Erneuerung der Kunst zu, wobei er nicht die Struktur änderte, sondern die formale Gestaltung. Obwohl er den Übergang zur modernen Sachlichkeit und Funktionalität wesentlich förderte, blieb Wagner selbst der Überzeugung treu, der Architekt als Künstler müsse das Ingenieurschaffen zwar anerkennen und verwerten, aber unbedingt über die bloße Nutzgestaltung hinaus erheben. Mit seinen Werken bestimmte Wagner entscheidend sowohl die Architektur der Secession als auch die Grundlagen der von jüngeren Architekten konsequent realisierten Moderne (Schützenhaus der Staustufe Kaiserbad am Donaukanal, Wien, 1904-06). Die Wohnbauten dieser Phase erlangten Weltruf (in Wien die so genannten Wienzeilen-Häuser, 1898, "kleine" Villa Wagner, 1913). Während zahlreiche berühmte Entwürfe unausgeführt blieben (zum Beispiel Akademie, Stadtmuseum, Kriegsministerium), verwirklichte Wagner wenigstens 3 Hauptwerke: die Anlagen der Wiener Stadtbahn (1892-1901, besonders die Stationsgebäude, heute U4 und U6), die Kirche Am Steinhof (1902-07) und das Postsparkassenamt (1904-06). Als Lehrer zog Wagner eine legendäre Schule (J. M. Olbrich, J. Hoffmann, J. Pleènik) heran, die seine Ideen oft auf höchstem ästhetischen Niveau weiterentwickelte, aber aufgrund wirtschaftlicher Umstände wenig umsetzen konnte; sein Sohn Otto Wagner der Jüngere (* 28. 8. 1864, † 28. 8. 1945) war gleichfalls Architekt, er arbeitete hauptsächlich in Belgien.



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Otto Wagner. Postkarte Nr. 251 der Wiener Werkstätte.


Publikationen: Einige Skizzen, Projekte und ausgeführte Bauwerke, 4 Bände, 1889-1922 (Nachdruck mit Einführung von P. Haiko 1987); Moderne Architektur, 1895 (41915: Die Baukunst unserer Zeit); Die Qualität des Baukünstlers, 1912.

Literatur: M. Pozzetto, Die Schule O. Wagner, 1894-1912, 1980; H. Geretsegger und M. Peintner, O. Wagner 1841-1918, 21983; P. Asenbaum und andere, O. Wagner. Möbel und Innenräume, 1984; O. A. Graf, O. Wagner, 1985ff.; I. Müller, Die O.-Wagner-Synagoge in Budapest, 1992; C. Benedik (Hg.), Das ungebaute Wien, Ausstellungskatalog, Historisches Museum der Stadt Wien 1999.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Wien - Otto Wagner-Kirche am Steinhof (Jugendstil)

 
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