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Sternberg, Josef von - Stickler, Alfons Maria (15/25)
Steyr, Oberösterreich, Fluss Steyr-Daimler-PuchAG

Steyr, Oberösterreich, Statutarstadt


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Steyr.



Steyr, Oberösterreich, Statutarstadt, 310 m, 39.094 Einwohner, 26,56 km2, drittgrößte Stadt von Oberösterreich am Zusammenfluss von Enns und Steyr, mit 11 Bezirken (unter anderem Christkindl, Steyrdorf, Ennsdorf). - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Bezirksfeuerwehrkommando, -schulrat und -bauamt, Arbeitsmarktservice, Gebietsbauleitung für Wildbach- und Lawinenverbauung, Landesgericht und Gefangenenhaus, Finanzamt, Gesundheitsamt, Eich- und Vermessungsamt, Zollamt, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Landarbeiterkammer, Berufsförderungsinstitut, Gebietskrankenkasse und Ambulatorien, Krankenhaus, Drogenberatung, 2 Tagesheimstätten der Lebenshilfe, Bewährungshilfe, Caritas (Beratungsstelle, Erziehungsheim), Jugendzentren, Kulturzentrum, Jugendberatung, Kolpinghaus, psychosoziale und schulpsychologische Beratungsstellen, Arbeitstrainingszentrum, Bildungs- und Rehabilitationszentrum, Dominikanerhaus-Bildungszentrum, Eltern-Kind-Zentrum, Friedensdorf International, Stadttheater, Stadtsaal, Altes Theater, Jugendkulturhaus, Mehrzwecksaal Wehrgraben, Theaterkeller, Museum Industrielle Arbeitswelt, Steyrer Museumsbahn, Kunsteisbahn, Sportanlage, Sporthalle Tabor, Freizeit- und Kulturzentrum Münichholz; Fachhochschule, Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium, Handelsakademie, Berufsschule (gewerblich, kaufmännisch), Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Höhere Technische Lehranstalt, Bundesanstalt für Kindergartenpädagogik, Krankenpflegeschule, Volkshochschule; Fernheiz- und Gaswerk, Hauptverwaltung der Ennskraftwerke AG, Forstbetrieb der Österreichischen Bundesforste AG, Redaktionen von "Oberösterreichischen Nachrichten", "Steyrer Rundschau" und "Korrekt Zeitung"; 24.051 Beschäftigte (1991), davon rund 54 % im Produktionssektor, Zentrum der metallverarbeitenden Industrie: Hauptwerk der Steyr Nutzfahrzeuge AG, Steyr-Daimler-Puch AG (Antriebstechnik) usw. (Erzeugung von Kraft- und Nutzfahrzeugen, Fahrzeugteilen, Anlagen- und Betriebstechnik), Wälzlagerwerk, BMW Motoren GmbH, Maschinenindustrie; vor allem Tages- und Tagungstourismus (57.816 Übernachtungen). - Die Stadt entwickelte sich um die Burg, urkundlich 985-91 "Stirapurch", seit zirka 1170 Stadtcharakter, bis 1192 im Besitz der steirischen Otakare, danach an die Babenberger, seit 1254 Teil des Landes ob der Enns, 1287 Bestätigung des Stadtprivilegs und Niederlagsrecht für den Eisen- und Holzhandel, seit dem Mittelalter Zentrum der österreichischen Eisenindustrie (Eisen). - Alte gotische Burg, nach Brand (1727) in das barocke Schloss Lamberg umgewandelt (Bauausführung J. M. Prunner); mittelalterlicher "Römerturm"; Schlosskapelle und Uhrturm (1731); gotische Stadtpfarrkirche (1443-1522, 1630-36), Hallenkirche nach Plänen von H. Puchspaum, M. Kronschacher und H. Schwedchorer; gotisches Sakramentshäuschen mit Glasfenstern (14./15. Jahrhundert), Taufbecken aus Schloss Laxenburg (1569), Grabsteine (15.-19. Jahrhundert); die Stadtpfarrkirche bildet mit der spätgotischen Margaretenkapelle, dem Pfarrhof (1687), dem spätgotischen Mesnerhaus und dem ehemaligen Friedhof (1572) einen geschlossenen Bezirk; ehemalige Dominikanerkirche, barocker Neubau (1642-47) mit Rokokoeinrichtung, seit 1865 Jesuitenkirche; barocke Michaelskirche (1635-77) mit mächtigem Hochaltar (1766), seit 1785 Vorstadtpfarrkirche; ehemalige Bürgerspitalskirche, veränderter spätgotischer Bau mit Spital (12. Jahrhundert); ehemalige Cölestinerinnenkirche (1676-81), nach Aufhebung des Klosters (1792) zum Stadttheater umgebaut; Rathaus (1765-78, nach Plänen von J. G. Hayberger), einer der schönsten Rokoko-Profanbauten in Österreich; Innerberger Stadel (1612), einst Speicher der Eisenhändler, heute Heimatmuseum mit Messersammlung, altem Sensenhammer und dem Steyrer Kripperl. Den Stadtkern prägen 3-stöckige spätgotische Bürgerhäuser mit vorkragenden Obergeschossen und Arkadenhöfen mit barockisierten oder Rokokofassaden: Schönthan- und Madlsederhaus mit Renaissancehof, gotisches "Bummerlhaus" (um 1497), Sternhaus; Dunklhof mit dem schönsten spätgotischen Hof Steyrs (1520-25); Messererkreuz (Pestsäule, 1715); Denkmäler für J. Werndl (1894) und A. Bruckner (1898) von V. Tilgner; Reste der alten Stadtbefestigung: Feuerwachturm, Schnallentor (1613), Neutor (1573), Wasserturm (1572 als Pumpwerk für die städtische Wasserversorgung errichtet); Renaissanceschlösser Engelhof und Engelsegg. In Steyr liegen die Wallfahrtskirche Christkindl und das ehemalige Kloster im Stadtteil Gleink.



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Wappen von Steyr.


Literatur: I. Krenn, Häuserchronik der Altstadt Steyr, Dissertation, Innsbruck 1950; J. Ofner, Die Eisenstadt Steyr, 1956; Österreichisches Städtebuch, Band I, Die Städte Oberösterreichs, 1968; A. Rolleder, Heimatkunde von Steyr, 1975; M. Brandl, Neue Geschichte von Steyr, 1980; J. Ofner, Steyr. Kurzer geschichtlicher und kultureller Überblick, 1980; R. Koch und B. Prokisch, Stadtpfarrkirche Steyr, 1993.


Verweise auf andere Alben:
Briefmarken-Album: Oberösterreichische Landesausstellung 1987 in Steyr: Arbeit-Mensch-Maschine, der Weg in die Industriegesellschaft

 
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