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Provisorische Nationalversammlung
Provisorische Nationalversammlung, Parlament der Gründungsperiode der Ersten Republik. Am 21. 10. 1918 versammelten sich die deutsch-sprachigen Abgeordneten des 1911 gewählten Abgeordnetenhauses (aus den deutschen Kronländern, dem Sudetenland, Schlesien, Südmähren, deutschen Sprachinseln) und konstituierten sich als "Provisorische Nationalversammlung des selbständigen deutsch-österreichischen Staates". Sie wählten 3 Präsidenten (F. Dinghofer für die Deutsche-nationale Partei, J. Fink für die Christlichsoziale Partei, dem ab 30. 10. J. N. Hauser folgte, und K. Seitz für die Sozialdemokratische Partei). Sie bildeten als Exekutive einen Staatsrat und riefen am 12. 11. 1918 die Republik aus. Die Provisorische Nationalversammlung endete mit der Wahl vom 16. 2. 1919, an ihre Stelle trat die Konstituierende Nationalversammlung.
Literatur: R. Neck, Österreich im Jahre 1918. Berichte und Dokumente, 1968; A. Ableitinger (Hg.), Demokratisierung und Landesverfassung in Österreich 1918-20, 1983.
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