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Zwentendorf an der Donau - Zykan, Otto Matthäus (5/19)
Zwetschkenrummel Zwettl-Niederösterreich

Zwettl, Stift


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Zwettl: Kapitelsaal des Klosters.



Zwettl, Stift, Niederösterreich, 500 m, 326 Einwohner, Dorf und Zisterzienserstift, 3 km nordöstlich der Stadt Zwettl-Niederösterreich, auf einem Landrücken in einer Schlinge des Kamp gelegen. 1137 von Hadmar I. von Kuenring als erstes Tochterstift der Zisterze in Heiligenkreuz gegründet, Kloster- und Pfarrkirche 1159 geweiht. Von der romanischen Kirche ist das Südportal im Kreuzgang erhalten. 1343-83 erfolgte der Neubau eines entwicklungsgeschichtlich bedeutenden gotischen Hallenumgangschors mit Kapellenkranz (zum Teil unter Einbeziehung der romanischen Querarme) und des Querhauses, um 1490-95 entstanden die 2 anschließenden gotischen Langhausjoche. Der barocke Ausbau erfolgte im 18. Jahrhundert (unter anderem Sakristei und Schatzkammer im Osten des Chors, 1724-27 von J. Munggenast), die Einturmfassade (Entwurf von M. Steinl, ausgeführt von J. Munggenast 1722-27) gehört zu den schönsten Beispielen des österreichisch-süddeutschen Barock. Ausstattung: Hochaltar (1731, Entwurf von J. Munggenast und J. B. Känischbauer) mit Statuenschmuck von J. M. Götz; Bernhardialtar (1502, J. Preu der Ältere); Holzbildwerke von J. Schletterer; Altarbilder von M. Altomonte, P. Troger, J. G. Schmidt, M. J. Schmidt und anderen; große Orgel (1730, J. Egedacher); am Orgelchor 22 gotische Glasmalereien (um 1420). Das Stiftsgebäude ist um 4 Höfe gruppiert, Teile der mittelalterlichen Anlage (um 1140-80) sind erhalten: der Konversentrakt für die Laienbrüder, das (älteste erhaltene Zisterzienser-)Kapitelhaus (geweiht 1187), das Dormitorium mit romanischer Latrinenanlage (frühestes Beispiel zisterziensischer Wasserbaukunst in Mitteleuropa) und die Wärmestube. Im 1. Viertel des 13. Jahrhunderts entstand der (älteste in Österreich erhaltene Zisterzienser-)Kreuzgang. Barocker Konvent (um 1620-40) mit Neugebäude von J. Munggenast (1730-32), Bibliothek (Deckenfresken von P. Troger, 1733) mit besonders wertvollen Handschriften aus dem 12.-18. Jahrhundert Abteihof (1680, Umbau 1731-39 von J. Munggenast) mit Gemälde-Sammlung in der Prälatur. Romanische Spitalskirche (1217 geweiht) vor dem Außentor des Stifts, romanische Steinbrücke (12. Jahrhundert) an der Südzufahrt.


Literatur: P. Buberl, Die Kunstdenkmäler des Zisterzienserklosters Zwettl, 1940 (= Österreichische Kunsttopographie, Band 29); H. Oezelt, Stift Zwettl, 41972; K. Kubes, Stift Zwettl und seine Kunstschätze, 1979; J. Klinger (Hg.), Zisterzienserstift Zwettl, 1989.


Verweise auf andere Alben:
Musikgeschichte: Joseph Haydn: Applausus

 
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