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Werfener Schichten - Wespennest (18/25)
Wernher, Bruder Wernstein am Inn

Wernher der Gartenaere


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Wernher der Gartenaere, Beginn des "Meier Helmbrecht". Handschrift des Ambraser Heldenbuches (Cod. ser. nov. 2662 der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien)



Wernher der Gartenaere, 2. Hälfte 13. Jahrhundert, Fahrender aus dem oberösterreichischen Innviertel oder vom Gardasee. Verfasste mit der 1922 Verse umfassenden Verserzählung "Meier Helmbrecht" (1250-80) die 1. deutsche Dorfgeschichte im Anschluss an die "Dörperlyrik" ("Dörper" = Bauerntölpel) vor allem Neidharts von Reuental. Helmbrecht, ein unzufriedener Bauernsohn, verlässt hoffärtig ausstaffiert den elterlichen Hof, um nach ritterlicher Lebensführung zu streben. Er treibt als Knappe eines Raubritters sein Unwesen, wird gefangen genommen, von den Eltern verstoßen und schließlich von misshandelten Bauern aus Rache gehängt. Die Erzählung wird häufig als Exempelfall für die Auflösung der Ständeordnung, als Stellungnahme gegen das aufstrebende Bauerntum und die Territorialisierungspolitik der Landesherren (Habsburger) gedeutet.


Ausgabe: H. Brackert und andere (Hg.), Wernher der Gartenaere, Helmbrecht, 1978.

Literatur: U. Seelbach, Bibliographie zu Wernher der Gartenaere, 1981; G. Schindele, Helmbrecht, in: Literatur im Feudalismus, 1975.


 
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