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Waldheimat - Wallfahrten (21/25)
Wallaschek, Richard Wallern an der Trattnach

Wallenstein, Albrecht Wenzel Eusebius von


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Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein. Gemälde.



Wallenstein, Albrecht Wenzel Eusebius von, * 24. 9. 1583 Hermanitz (Hermanice, Tschechische Republik),  25. 2. 1634 Eger (Cheb, Tschechische Republik; ermordet), Politiker und Feldherr im Dreißigjährigen Krieg; 1623 Reichsfürst, 1625 Herzog von Friedland, 1627/28 Fürst von Sagan, 1627/29 Herzog von Mecklenburg; stammte aus dem böhmischen Geschlecht Waldstein. Wallenstein trat 1604 in habsburgische Dienste, unterstützte 1617 Erzherzog Ferdinand (II.) gegen Venedig, blieb im böhmischen Aufstand 1618-20 auf dessen Seite und wurde 1622 Gubernator in Böhmen. Durch Heirat reich geworden, erwarb er große Güter, stellte 1625 auf eigene Kosten ein Heer auf und wurde oberster Befehlshaber aller kaiserlichen Truppen. Im April 1626 schlug er E. Mansfeld bei Dessau, eroberte 1627 Schlesien, drang 1627 bis Jütland vor und vermittelte den Frieden von Lübeck.

1630 erwirkten die deutschen Fürsten in Regensburg seine Absetzung. Nach dem schwedischen Vorstoß unter König Gustav II. Adolf wurde Wallenstein am 13. 4. 1632 neuerlich mit dem Oberkommando betraut und verdrängte den Schwedenkönig, der am 16. 11. 1632 in der unentschiedenen Schlacht bei Lützen (Sachsen) fiel, aus Süddeutschland. 1633 wollte Wallenstein aus militärischer Überlegenheit heraus Frieden schließen. Er weigerte sich, Bayern zu schützen, und verhandelte mit Schweden und Franzosen. Wegen des Misstrauens des Wiener Hofes wollte Wallenstein das Heer durch den Pilsener Schluss an sich binden, wurde aber von Kaiser Ferdinand II. geächtet, abgesetzt und mit seinen engsten Vertrauten (unter anderem A. E. Terzka) in Eger ermordet. Der Versuch, seinen Verrat nachzuweisen, misslang. Wallenstein war der bedeutendste Feldherr des 30-jährigen Kriegs.


Literatur: H. von Srbik, Wallensteins Ende, 21952; Golo Mann, Wallenstein, sein Leben, 1986; H. Diwald, Wallenstein, 1987; J. Polisenský und J. Kollmann, Wallenstein. Feldherr des Dreißigjährigen Krieges, 1997.


 
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