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Vorauer Handschrift - Vyslozil, Wolfgang (6/27)
Vorderberg Vorderösterreich

Vordernberg


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Vordernberg: Wappen aus dem Wappenbrief von 1516.



Vordernberg, Steiermark, Bezirk Leoben, Markt, 839 m, 1232 Einwohner (1981: 2109 Einwohner), 27,74 km2, am Ostfuß der Eisenerzer Alpen, nahe dem Präbichl (1232 m). - Barbarasäle (Volkshaus); Forcierung des Fremdenverkehrs; Informationszentrum der steirischen Eisenstraße. - Vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts Zentrum der Eisenverhüttung, 1840 erfolgte hier die Gründung der Vorläuferin der Montanuniversität Leoben; um 1850 über 200 Hammerwerke. Die letzten Hochöfen erloschen 1921/22. Alte Radwerke (ehemals 14; Radwerk 3 mit ältestem erhaltenem Dampfgebläse; Radwerk 4 von 1846, heute Museum). Die Reste der alten Eisenindustrieanlagen bestimmen noch heute das Ortsbild. - Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (erweitert 1644 und 1661) mit Marienaltar von 1715 und Kanzel mit Reliefs (1765); gotische Laurentiuskirche (ehemalige Wehrkirche, um 1453, erneuert Ende des 19. Jahrhunderts) mit gotischen Fresken und 2 Steinreliefs (um 1510-15, heute Kopien); Dreifaltigkeitssäule (1717); Rathaus (16. und 17. Jahrhundert, Saal mit Stuckdecke); alte Gewerkenhäuser, meist aus dem 17. Jahrhundert (Prinzen-Amtshaus, Erzherzog-Johann-Haus, Steyrer Gewerkenhaus mit Stuckdecke und anderes).


Literatur: W. Schuster, Vordernberg und seine technischen Denkmale, 1978; H. J. Köstler, Führer durch Vordernberg und seine montanhistorischen Stätten, 1995.


 
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