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Tschadek, Otto - Tumler, Franz (22/25)
Tulfes Tullnerbach

Tulln an der Donau


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Tulln an der Donau: Portal der Stadtpfarrkirche.



Tulln an der Donau, Niederösterreich, Bezirk Tulln, Stadt, 180 m, 14.075 Einwohner, 72,22 km2, am Südufer der Donau gelegen, politisches und wirtschaftliches Zentrum des Tullnerfelds; 3 Donaubrücken (2 Straßen- und 1 Eisenbahnbrücke), Schiffsstation; gilt als die "Blumenstadt Österreichs". - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Arbeitsmarktservice, Finanzamt, Zollamt, Gesundheitsamt, Eich- und Vermessungsamt, Stromaufsicht und Schifffahrtspolizei, Bauhof des Bundesstrombauamts, Straßenbauabteilung, Versuchsgarten der Forstlichen Bundesversuchsanstalt, Landwirtschaftliche Koordinationsstelle des Amtes der Niederösterreichischen Landesregierung, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Gebietskrankenkasse, Krankenhaus, Niederösterreichische Rot-Kreuz-Zentrale, Psychosozialer Dienst, Caritas-Tagesheim für Behinderte, Kinderhaus (Volkshilfe), Lebenshilfe, Hilfswerk, Beratungsstelle für Erwerbslose, Zentrum der Niederösterreichischen Feuerwehren und des Zivilschutzes (Niederösterreichische Landes-Feuerwehrschule, Feuerwehrmuseum); Interuniversitäres Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium, Handelsakademie, Handelsschule, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, landwirtschaftliche Fachschule, Krankenpflegeschule, Fachschule für Flugtechnik, Volkshochschule, Kunstwerkstatt, Stadtsaal, historische Museen im Minoritenkloster, E.-Schiele-Museum, Stadtpark, Messegelände der Tullner Messe Ges. m. b. H., Jachthafen, Wasserpumpwerk, Umspannwerk, Flugplatz Langenlebarn mit Segelflughangar. Industrie und Gewerbe: Zuckerfabrik, Großdruckerei, Baugewerbe (unter anderem Betonfertigteile), Fenster- und Metallwarenerzeugung, Spezialmaschinenbau, Tierkörperverwertung. Rund 64 % der 6711 Erwerbstätigen (1991) im Dienstleistungssektor (persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Handel). - Römisches Kastell "Comagena" und Stützpunkt der römischen Donauflotte, urkundlich 791, 1014 als "civitas" genannt, Stadtrecht erst 1270 verbrieft überliefert, im Nibelungenlied erwähnt, im Mittelalter wichtiger Gerichtsort und Handelsplatz, 1683 Sammelplatz des Entsatzheers für das belagerte Wien. - Pfarrkirche St. Stephan, romanische Pfeilerbasilika mit Doppelturmanlage (12. Jahrhundert), in der Gotik (Chor aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts) und im Barock (Türme) erneuert, romanische Wandgliederung und Westportal mit Halbfiguren in Rundbogennischen (13. Jahrhundert) erhalten, im Inneren barocke Altäre (1725-86), Rokokochorgestühl (um 1750) aus der Kartause Gaming, zahlreiche Grabdenkmäler (15.-18. Jahrhundert); spätromanischer Karner (um 1240), einer der schönsten in Österreich, von einer Wiener Bauhütte geschaffen, prächtiges Trichterportal, romanische Fresken (1873 überarbeitet); ehemalige Minoritenkirche (1732-39) mit reicher Bandelwerk-Stuckausstattung und einheitlicher spätbarocker Einrichtung sowie Minoritenkloster (heute Amts- und Museumsgebäude); Stadtturm (16. Jahrhundert); Salzturm, im Kern spätrömisch; ehemaliges Dominikanerinnenkloster, Reste aus dem 17. Jahrhundert erhalten; ehemaliges Kapuzinerkloster (17. Jahrhundert); Dreifaltigkeitssäule (1695); Mariensäule (um 1700); im Kern gotische Bürgerhäuser mit spätgotischen Baudetails, barocken und historistischen Fassaden.



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Wappen von Tulln an der Donau.


Literatur: O. Biack, Geschichte der Stadt Tulln, 1982; Österreichisches Städtebuch, Band IV, Teil 3, Die Städte Niederösterreichs, 1982; Stadtgemeinde Tulln (Hg.), 1200 Jahre Tulln, 1991; Stadtpfarre St. Stephan (Hg.), Kirchliche Bauwerke in Tulln, 1999.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Tulln

 
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