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Sulzer, Salomon - Swoboda, Hannes (14/25)
Suttinger, Daniel Suttner-Gesellschaft

Suttner, Bertha Freifrau von Pseudonyme: B. Oulot; Jemand


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Bertha von Suttner. Foto, 1906.



Suttner, Bertha Freifrau von (Pseudonym: B. Oulot; Jemand), * 9. 6. 1843 Prag (Tschechische Republik),  21. 6. 1914 Wien, Schriftstellerin, Friedensnobelpreisträgerin. Stammte väterlicherseits aus dem Geschlecht der Kinsky, mütterlicherseits aus der Familie des Freiheitsdichters T. Körner. Da ihre Ausbildung als Sängerin fehlschlug, nahm sie eine Stellung als Erzieherin und Gesellschafterin im Haus des Baron Suttner an und lernte dort ihren späteren Ehemann kennen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris, wo sie eine Stellung als Sekretärin von A. Nobel antreten sollte, heiratete sie 1876 gegen den Willen der Familie Suttner heimlich Baron Arthur Gundaccar Suttner (* 21. 12. 1850,  10. 12. 1902) und floh mit ihm nach Tiflis. Nach Versöhnung mit der Familie kehrten sie 1885 zurück und ließen sich auf dem Gut Harmannsdorf in Niederösterreich nieder. 1887 nahm Suttner Kontakt mit der einzigen damaligen Friedensorganisation, der "International Arbitration and Peace Association" (London) auf und machte sich mit dem Pazifismus vertraut. 1889 erschien ihr Hauptwerk, der Roman "Die Waffen nieder!", der in fast alle europäische Sprachen übersetzt wurde, der Autorin Weltruhm brachte und wesentlich zur Popularisierung der Friedensidee in Europa und Amerika beitrug. 1890 gründete sie die "Österreichische Friedensgesellschaft" (seit 1964 "Suttner-Gesellschaft"). Mit A. H. Fried, den sie 1891/92 in Berlin kennen lernte, gab sie 1892-99 die Monatsschrift "Die Waffen nieder" heraus, die später als "Die Friedens-Warte" von Fried weitergeführt wurde. Sie führte auch den Vorsitz in der Friedenskommission des 1902 gegründeten "Bundes österreichischer Frauenvereine", vertrat Österreich auf den Weltfriedenskongressen, war Präsidentin des "Internationalen Friedensbüros" in Bern und regte die Stiftung des Friedensnobelpreises an, dessen Trägerin sie 1905 wurde. Suttner starb während der Vorbereitungen zu einem Weltfriedenskongress, den sie im August 1914 nach Wien einberufen wollte.


Weiteres Werk: Memoiren, 1909.

Literatur: H. Kaut, B. von Suttner und die Anfänge der österreichischen Friedensbewegung, 1950; I. Reicke, B. von Suttner, 1952; B. Kempf, B. von Suttner, 1964; B. Hamann, B. von Suttner, 1986; H. Steffahn, B. von Suttner, 1998.


 
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