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Sitte, Camillo - Slanar, Hans (1/25)
Sitte, Camillo - Slanar, Hans Sitte, Siegfried

Sitte, Camillo


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Camillo Sitte. Foto, um 1885.



Sitte, Camillo, * 17. 4. 1843 Wien,  16. 11. 1903 ebenda, Architekt und Städtebaufachmann; Sohn des Architekten Franz Sitte (1808-1879), Vater von Siegfried Sitte. Schüler von H. von Ferstel; 1875-83 Direktor der Staatsgewerbeschule in Salzburg, ab 1883 an der Staatsgewerbeschule in Wien. Neben einzelnen Gebäuden (zum Beispiel Mechitaristenkirche in Wien, 1874) und kunstgewerblichen Arbeiten widmete er sich vor allem städtebaulichen Problemen und publizierte 1889 "Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen"; dieses bis heute grundlegende Werk fand weltweite Verbreitung. Sitte war einerseits gängigen nationalen und heimatlichen Ideen verbunden, andererseits propagierte er die Beachtung sozialer Bedingungen und stellte der abstrakten Rasterplanung die malerisch-abwechslungsreiche Gestaltungsweise entgegen, die er an mittelalterlichen und barocken Objekten demonstrierte. Mitbegründer der Zeitschrift "Der Städtebau".


Literatur: G. R. Collins und C. Crasemann Collins, C. Sitte and the Birth of Modern City Planning, 1965; R. Wurzer, C. Sitte - Lebenslauf und Werk, in: Berichte zur Raumforschung und Raumplanung, 1968; D. Wieczorek, C. Sitte et les débuts de l´urbanisme moderne, 1981; M. Mönninger, Vom Ornament zum Nationalkunstwerk. Zur Kunst- und Architekturtheorie C. Sittes,1998.


 
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