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Schreyvogel, Joseph Pseudonyme: Thomas West, Karl August West - Schuch, Carl (8/25)
Schröder, Sophie geborene Bürger Schroll, Anton, & Co KG

Schrödinger, Erwin


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Erwin Schrödinger. Foto.



Schrödinger, Erwin, * 12. 8. 1887 Wien,  4. 1. 1961 ebenda, Physiker, Mitbegründer der Wellenmechanik, Nobelpreisträger für Physik 1933 (mit P. Dirac) für die Entdeckung fruchtbarer Prinzipien zur Entwicklung der Atomtheorie, dargestellt in seiner Arbeit "Quantisierung als Eigenwertproblem" (1926). Schüler von F. Hasenöhrl und F. Exner in Wien, Universitätsprofessor in Stuttgart, Breslau, ab 1921 in Zürich, 1927 Nachfolger M. Plancks in Berlin, ab 1934 in Oxford, 1936-38 in Graz; als Emigrant an der Universität Dublin, ab 1955 wieder in Wien, 1950/51 Gastvorlesungen in Innsbruck. Er gelangte zu einer Differenzialgleichung 2. Ordnung, zur Wellengleichung der Materie. Die berühmt gewordene "Schrödinger-Gleichung", von ihm und Dirac (1928) durch Anpassung an die Erkenntnisse der Relativitätstheorie korrigiert, liefert die diskreten (= unterscheidbaren) Energiestufen der Elektronen im Atomverband als Eigenwerte der Differenzialgleichung. Die von A. Einstein erkannte Doppelnatur (Teilchen und Welle) des Lichts war damit auch für die Elektronen und die gesamte Materie als gültig erwiesen. Schrödingers Erkenntnisse haben ein neues Weltbild mitbegründet, das die bis dahin gültige Physik revolutioniert und die Erkenntnis der Natur auf eine neue Grundlage gestellt hat. Zahlreiche Ehrungen. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften in Wien stiftete 1956 den E.-Schrödinger-Preis, der jährlich für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Fächer Physik und Chemie verliehen wird.


Weitere Werke: Abhandlung zur Wellenmechanik, 1927; 4 Vorlesungen über Wellenmechanik, 1928; Spezielle Relativitätstheorie, 1931; Die moderne Atomtheorie, 1934; What Is Life, 1944 (Was ist Leben?, 1946); Die Besonderheit des Weltbildes der Naturwissenschaft, 1948; Space-Time Structure, 1950; Naturwissenschaft und Humanismus, 1951; Gibt es Quantensprünge?, 1952; Nature and the Greeks, 1954 (Die Natur und die Griechen, 1955); Orientierung im Weltall, 1954; Mind and Matter (Geist und Materie), 21961; Was ist ein Naturgesetz?, 1962; Mein Leben, meine Weltansicht, 1985; Briefe und Dokumente aus Wien und Innsbruck, 1992.

Literatur: D. Hoffmann, E. Schrödinger, 1984; W. Moore, E. Schrödinger. Life and Thoughts, 1989; W. J. Moore, A Life of E. Schrödinger, 1994.


Verweise auf andere Alben:
Briefmarken-Album: 100. Geburtstag von Prof. Dr. Erwin Schrödinger

 
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