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Schieferzone - Schinderling (19/25)
Schilfrohr Schilling, Florentius Florentinus

Schilling, Währung


Schilling, Schilling, Währung der Republik Österreich bis 31. 12. 1998, löste nach der Inflation nach dem 1. Weltkrieg die Krone ab (1 Schilling = 10.000 Kronen) und wurde am 20. 12. 1924 mit Wirksamkeit vom 1. 1. 1925 durch das Schillingrechnungsgesetz eingeführt (1 Schilling = 100 Groschen). Ursprünglich war eine Unterteilung in 100 "Stüber" geplant. Aufgrund einer entsprechenden Währungspolitik erwies sich die Schilling-Währung in der 1. Republik als relativ stabil ("Alpendollar"). Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland 1938 wurde der Schilling zum ungünstigen Kurs 1,50 Schilling = 1 Reichsmark umgewechselt. 1945 gaben die Alliierten Schilling-Banknoten aus, durch die 1. Währungsreform vom 30. 11. 1945 wurde der Schilling wieder zum gesetzlichen Zahlungsmittel in Österreich erklärt (1 Reichsmark = 1 Schilling); pro Kopf wurden nur 150 Reichsmark umgetauscht, der Rest wurde auf Sparkonten gelegt. Eine 2. Währungsreform (19. 11. 1947) mit einer Abwertung auf ein Drittel und der teilweisen Abschöpfung von Sparguthaben durch den Bund schuf die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der 2. Republik. Geldwesen.

1928-37 gab Österreich auch Doppel-Schillinge als Gedenkmünzen heraus, weiters wurden "Bundesgoldmünzen" zu 25 Schilling und 100 Schilling geprägt. In der 2. Republik wurden neben Münzen zu 1, 2, 5, 10 und 20 Schilling ab 1955 Gedenkprägungen in Gold und Silber zum Nominale von 25, 50, 100, 500 und 1000 Schilling sowie Sondergedenkprägungen und Goldbullionmünzen (Barrenmünze "Wiener Philharmoniker" zu 200, 500, 1000 und 2000 Schilling) ausgegeben, weiters Banknoten zu 10, 20, 50, 100, 500, 1000 und 5000 Schilling.

Mit 1. 1. 1999 löste der Euro, der zunächst nur als Buchgeld und Recheneinheit existierte, den Schilling als österreichische Währung ab; die Schilling-Münzen und -Geldscheine werden ab 1. 1. 2002 eingezogen und durch Euro-Münzen und -Banknoten ersetzt.

Schilling war seit dem Mittelalter eine Münzbezeichnung in verschiedenen europäischen Ländern und bedeutete ursprünglich nur eine Recheneinheit bzw. ein Zählmaß (1 Schilling = 30 Stück bzw. 30 Pfennige). In lateinischen Urkunden wurde er mit "Solidus" gleichgesetzt, es bestand aber keine Kontinuität zur spätrömischen Goldmünze dieses Namens.


Literatur: K. Bachinger und H. Matis, Der österreichische Schilling. Geschichte einer Währung, 1974; A. Wala (Hg.) Der Schilling. Ein Spiegel der Zeiten, 1994.


 
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