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Militärkommando - Minister (3/25)
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Militärschulen


Militärschulen: Bis zum 30-jährigen Krieg erfolgte der Eintritt in die Offizierslaufbahn durch adelige Geburt ("Junker"), durch Kauf eines "Patents" oder durch langjährige Dienstzeit ("Haufenführer"). Wallenstein gründete im 30-jährigen Krieg in Böhmen die erste militärische "Anstalt", in Wien entstand 1718 eine militärische Ingenieurschule. Maria Theresia schuf 1752 im Zuge ihrer Armeereform die Militärakademie in Wiener Neustadt, in Waitzen (Vác, Ungarn) gründete sie eine adelige Erziehungsanstalt, die Kaiser Franz I. 1808 zur Kriegsakademie in Budapest erweiterte. 1786 entstand in Wien eine "Höhere Artillerieschule" für die Offiziere der Bombardierkorps. Die Reform von 1887 schuf den Typus der Militär-Unterrealschule (in St. Pölten, Güns/Köszeg, Eisenstadt, Kaschau/Košice), die besonders von Söhnen verdienter Beamter besucht wurde, die Militär-Oberrealschule in Mährisch-Weißkirchen (Hranice) als 4-jährige Vorbereitungsschule für die Militärakademie und ein Militärwaisenhaus in Fischau. Die Kadettenschulen (Kadett) standen jedem 14-jährigen mit normaler Schulbildung offen. Daneben gab es ab 1868 die Einrichtung der Einjährig-Freiwilligen.

Nach 1918 erfolgte die Offiziersausbildung in der Heeresschule in Enns (4-jährig), 1936-38 in der Militärakademie in Wiener Neustadt. 1936 wurde in Liebenau bei Graz eine Militärmittelschule eröffnet; sie sollte die Tradition der ehemaligen Kadettenschulen fortführen. 1958 wurde der Unterricht an der Militärakademie in Wiener Neustadt wieder aufgenommen; in Enns befindet sich die Unteroffiziersschule des Bundesheeres, in der Stiftskaserne in Wien die Stabsakademie und die Heereswirtschaftsschule, in der Wiener Breitenseer Kaserne eine Heeresnachschubschule und eine Heeresfachschule für Technik. Das Verteidigungsministerium besitzt ein Militärwiss. Institut. Bundesheer.


Literatur: R. Egger, Der Stand des österreichisch-ungarischen Militär-Erziehungs- und Bildungswesens 1918, in: Österreichische Militärische Zeitschrift, Heft 6, 1968; H. Schalk, 250 Jahre militärtechnische Ausbildung in Österreich,1968.


 
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