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Lingens, Peter Michael - List, Helmut (5/25)
Linkssozialisten Linzer Athletik-Sportklub, LASK

Linz, Oberösterreich


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Linz: Hauptplatz.



Linz, Oberösterreich, L, Statutarstadt, 266 m, 188.362  Einwohner , (1991: 203.044 Einwohner), 96,11 km2, Landeshauptstadt von Oberösterreich und drittgrößte Stadt Österreichs. Am Fuß des Pöstlingbergs (539 m), Gemeindegebiet beiderseits der Donau, die hier durch die "Linzer Pforte" aus dem Engtal des Granitplateaus in das Linzer Becken tritt; Altstadt am südlichen Donauufer, durch 2 Straßen- und 1 Bahnbrücke mit dem nördlichen Stadtteil Urfahr verbunden. Im Westen (Kürnberger Wald, Freinberg, 328 m), Nordwesten (Pöstlingberg) und Nordosten (Steyregger Wald, Pfennigberg, 616 m) von Anhöhen umgeben, erstreckt sich Linz im Südosten über die Donauauen und die Mündungsebene der Traun. Hier liegt der Weikerlsee, ein beliebter Badeplatz. Katastralgemeinden Ebelsberg, Katzbach, Kleinmünchen, Linz, Lustenau, Mönchgraben, Pichling, Posch, Pöstlingberg, St. Peter, Ufer, Urfahr, Waldegg, Wambach. - Sitz der Landesregierung, des Landtags und aller Landes- (-schulrat, -gendarmeriekommando, -invalidenamt usw.) und Bezirksbehörden, Oberlandesgericht, Landesgericht und Landesgerichtliches Gefangenenhaus, Sicherheits- und Finanzlandesdirektion, Direktion Linz der Post- und Telekom Austria AG, Landespressezentrum, Landesmusikdirektion, Rundfunkamt, Zollamt, Bezirkshauptmannschaft Linz-Land und Urfahr-Umgebung; Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, Bundesasylamt, Bundesdenkmalamt, Bundespolizei- und Bundesbahndirektion, Bundesqualitätskontrolle, Bundesgebäudeverwaltung, Bundesanstalten für Agrarbiologie, für veterinärmedizinische Untersuchungen und für Lebensmitteluntersuchung, Bundesstaatliche bakteriologisch-serologische Untersuchungsanstalt, Bundesstaatliche Studienbibliothek, Förderungsstelle des Bundes für Erwachsenenbildung, Militärkommando Oberösterreich, Artillerie- und Hiller-Kaserne, Strom- und Hafenaufsicht (Schifffahrtspolizei), Strombauleitung, diverse Krankenkassen, mehrere Zeitungen und zahlreiche Beratungsstellen, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Landarbeiterkammer, Landwirtschaftskammer, weitere Kammern und berufsständische Vertretungen, Oberösterreichische Fruchtbörse, Österreichische Warenbörse, Krankenhäuser (Allgemeine öffentliche, Barmherzige Brüder, Barmherzige Schwestern, Diakonissen, Elisabethinen, Landesnervenklinik Wagner-Jauregg-Krankenhaus, Unfallkrankenhaus der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, Landeskinder- und Landesfrauenklinik, Tagesklinik); Bischofssitz (Bischöfliches Ordinariat, Priesterseminar), Evangelische Superintendentur; verschiedene Religionsgemeinschaften (Israelitische Kultusgemeinde, Baptisten, altkatholische Kirche, neuapostolische Kirche, Islamische Religionsgemeinschaft, Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Mennonitische Brüdergemeinde, Methodisten, Jehovas Zeugen), Jesuitenkolleg und zahlreiche Ordensgemeinschaften, Kindertagesheimstätten, 9 Jugendclubs, 4 Jugendinformationsstellen, Kinderdorf für behinderte Kinder, Jugend-, Kinder- und Schülerheime, Studentenheime; 10 Seniorenwohn- und Pflegeheime, 30 Seniorenklubs, mehrere Konsulate, ORF-Landesstudio Oberösterreich, Oberösterreich Vision, TV 3 - Stadtfernsehen, mehrere regionale Radiostationen, Landestheater, Theater Phönix, Theater des Kindes, Kuddelmuddel Ich und Du, Kellertheater, Brucknerhaus, Posthof - Zeitkultur am Hafen, Stadtwerkstatt, Kulturplattform Oberösterreich, Oberösterreichisches Landesmuseum Francisco Carolinum, Schlossmuseum, Nordico - Museum der Stadt Linz, Neue Galerie der Stadt Linz - Wolfgang-Gurlitt-Museum, Ars Electronica Center - Museum der Zukunft, O.K Centrum für Gegenwartskunst, Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Arbeiterkammerbildungshaus Jägermeierhof, Bildungszentrum St. Magdalena, Kremsmünsterer Stiftshaus, Landesinstitut für Volksbildung und Heimatpflege, Botanischer Garten, Naturkundliche Station, Biologiezentrum Linz-Dornach, Design-Center, Vereinszentrum, LIVA - Linzer Veranstaltungsges., Stadion, Stadt- und Sporthalle, Eissporthalle, 2 Bezirkssportanlagen, 4 städtische Hallenbäder, Universitäts- und Landeslehrerbibliothek, Büchereien der Stadt Linz (Zentrale, Musikbücherei, Bibliothek für Natur und Umwelt und 13 Zweigstellen); Oberösterreichische Landesbibliothek, Oberösterreichisches Landesarchiv, Archiv der Stadt Linz, Sport- und Freizeitanlage Ebelsberg, Skateboardpark, Johannes-Kepler-Universität, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Katholisch-Theologische Hochschule, Zentrum für Fernstudien an der Johannes-Kepler-Universität, 3 Bundesgymnasien, 7 Bundesrealgymansien, Bundesgymnasium und Wirtschaftskundliches Bundesrealgymnasium, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium für Berufstätige, Bundesoberstufenrealgymnasium, Akademisches Gymnasium, Bischöfliches Gymnasium Kollegium Petrinum, Gymnasium und Realgymnasium des Schulvereines Kollegium Aloisianum, Oberstufenrealgymnasium der Diözese, Gymnasium und Wirtschaftskundliches Realgymnasium der Kreuzschwestern, Waldorfschule, 2 Handelsakademien, 2 Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, 2 Höhere Technische Lehranstalten, Höhere Bundeslehranstalt für Kunstgewerbe, Höhere Bundeslehranstalt für Land- und Hauswirtschaft Elmberg, Höhere gewerbliche Lehranstalt (Mode und Bekleidungstechnik), 10 Berufsschulen, Pädagogische Akademie des Bundes in Oberösterreich, Pädagogische Akademie der Diözese Linz, Religionspädagogische Akademie, Berufspädagogische Akademie des Bundes, 2 Bundesanstalten für Kindergartenpädagogik, Akademie für Sozialarbeit, Akademie für medizinische Berufe, Akademie für Arbeitsmedizin, Bundesanstalt für Leibeserziehung, Volkshochschule, Berufsförderungsinstitut, Berufsbildungs- und Rehabilitationszentrum, WIFI, Linzer Internationales Management Ausbildungs-Kolleg, Brucknerkonservatorium, Musikschule, Oberösterreichische Umweltakademie, Adalbert-Stifter-Institut, Dr.-Karl-Renner-Institut, Baubiologisches Institut, 4 L.-Boltzmann-Institute, Forschungsinstitut für Umweltinformatik, Friedensforschung Linz; Hafen, ausländische See- und Flussschifffahrtsvertretungen, Haupt- und Frachtenbahnhof; Bahnhöfe Linz-Kleinmünchen, Linz-Stadthafen, Linz-Urfahr, Linz-Wegscheid; Busbahnhof, Schienenbergbahn auf den Pöstlingberg (steilste Adhäsionsbahn Mitteleuropas), Grottenbahn, Flughafen Linz-Hörsching, 2 Fernheizkraftwerke (errichtet 1970, 1994), Laufkraftwerk Kleinmünchen (errichtet 1978, 11 MW). Alljährlich im Sommer LinzFest und Pflasterspektakel, im Herbst Ars Electronica, Verleihung des Prix Ars Electronica, Internationales Brucknerfest, Linzer Klangwolken, im Frühjahr und Herbst jeweils Urfahraner Jahrmarkt.

Wirtschaft: Trotz eines ausgeprägten industriellen Sektors hat der Dienstleistungsbereich in den vergangenen Jahren in Linz weiter an Bedeutung gewonnen. 1991 waren rund 66 % der Arbeitsplätze diesem Wirtschaftsbereich zuzuordnen. 1999 sind es zirka 75 % von 180.000. Etwa ein Sechstel der insgesamt 6200 Linzer Firmen ist schwerpunktmäßig als Erzeuger tätig. Die Metallbranche dominiert nach wie vor den Produktionsbereich. Größter Linzer Arbeitgeber ist die VOEST-Alpine Stahl Linz GmbH (VOEST-ALPINE STAHL AG) mit 8200 Beschäftigten, gefolgt von VOEST-Alpine Machinery Construction & Engineering GmbH, VOEST-Alpine Industrieanlagenbau GmbH und VA TECH ELIN EBG GmbH, die alle zum Konzern der VA Technologie AG gehören. Große Bedeutung haben auch Bauwirtschaft, Metallurgieanlagen- und Maschinenbau (Plasser & Theurer), Automationstechnik, Nahrungs- und Genussmittelerzeugung sowie die Chemie- und Pharmabranche (Agrolinz Melamin GmbH, DSM Fine Chemicals Austria GmbH). Im Dienstleistungsbereich sind Handelsbetriebe, Banken und Versicherungen, Wirtschaftsdienste sowie Anbieter persönlicher, sozialer und öffentlicher Dienstleistungen die wichtigsten Arbeitgeber.

Geschichte: Die Bedeutung der Siedlung markiert der in Westostrichtung verlaufende Donauweg, der in Südnordrichtung von einer von der Adria zur Ostsee verlaufenden Transversale geschnitten wird. Altsteinzeitliche Gegenstände wurden vereinzelt gefunden, eine kontinuierliche Besiedlung des Linzer Raums ist seit der Jungsteinzeit verbürgt (Gräberfelder aus der frühen Bronzezeit, Urnenfelderzeit und Hallstattzeit im ehemaligen Ort St. Peter, heute Industriegelände, sowie keltische Wallanlagen auf dem Freinberg und dem Gründberg). Die Römer errichteten in der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. ein Kastell mit zugehöriger Zivilsiedlung (die nie Stadtrang erhielt) im Bereich Römerberg und westlich der Achse Hauptplatz-Landstraße. Die römische Bezeichnung "Lentia" leitet sich von der keltischen Wurzel "lentos" (= biegsam, gekrümmt) ab, was als Siedlung an der Flussbiegung (Donau) zu deuten ist. In St. Peter wurden zwei bairische Gräberfelder (7. Jahrhundert) entdeckt.

799 wurde der Ort "Linze" mit der Martinskirche und einem "castrum" (befestigte Ansiedlung, vermutlich westlich davon) urkundlich erstmals erwähnt. Die Raffelstettener Zollordnung weist Linz zur Karolingerzeit als zentralen Ort des Traungaus mit Markt- und Zollfunktion aus. Zirka 1205/06 kam die Siedlung von den Haunspergern an die Babenberger, die sie unter Anlage des Hauptplatzes erweiterten (Mauerring vom Schloss über Promenade und Graben bis zur Donau). Stadtcharakter entwickelte die Siedlung in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Stadtumwallung wurde nach einem Brand von 1800 abgetragen. 1497 wurde die erste Donaubrücke errichtet. Am Ende des 13. Jahrhunderts war Linz mit dem Sitz des Hauptmannes ob der Enns zum Verwaltungsmittelpunkt des Landes geworden. Herzog Albrecht VI. machte die Stadt zu seiner Residenz, Kaiser Friedrich III. lebte hier 1484/85 und 1489-93. Unter ihm wird Linz erstmals als "Hauptstadt" des Landes bezeichnet. Die Stadt blieb auch in der Folgezeit bevorzugter Zufluchtsort des Hofes bei Kriegsgefahr (Türken) und Seuchen (Pest).

Erste Ansätze der Reformation sind in den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts erkennbar; um 1600 setzte die Gegenreformation ein, die in der Folgezeit mehrere Orden nach Linz brachte. 1783/85 wurde Linz Bischofssitz. Seit dem Mittelalter hatte die Stadt mehrere Kriege und Belagerungen zu überstehen, von denen sich der Bauernkrieg unter S. Fadinger (1626), die Besetzung im Österreichischen Erbfolgekrieg (1741/42) und die dreimalige Besetzung in den Koalitionskriegen gegen Napoleon (1800/01, 1805/06, 1809) besonders nachteilig auswirkten. Die wirtschaftliche Bedeutung manifestiert sich in 2 Jahrmärkten, die seit dem ausgehenden Mittelalter den Rang internationaler Messen besaßen. 1672 wurde mit der Linzer Wollzeugfabrik der erste Manufakturbetrieb der Monarchie gegründet. Die Pferdeeisenbahn von Linz nach Budweis (1832) bzw. nach Gmunden (1836) war die erste Schienenbahn des Kontinents und diente vornehmlich für den Salztransport, aber auch für den Personenverkehr. Die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts einsetzende Industrialisierung (Textilindustrie, Schiffswerft, Lokomotivfabrik, Nahrungs- und Genussmittelindustrie) führte zu Eingemeindungen: 1873 Lustenau und Waldegg, 1915 St. Peter, 1919 Urfahr und Pöstlingberg, 1923 Kleinmünchen, 1938 St. Magdalena und Ebelsberg, 1939 Keferfeld (Teil von Leonding).

Am 12. Februar 1934 nahm der Bürgerkrieg (Februarkämpfe 1934) von Linz seinen Ausgang. Während der NS-Zeit wurde die Stadt zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie ausgebaut. Eine monumentale Verbauung der Donauufer und die Anlage einer Prachtstraße kamen nicht zur Ausführung. 22 Luftangriffe 1944-45 führten zu umfangreichen Zerstörungen. 1945-55 gehörte Urfahr zur sowjetischen Besatzungszone und hatte eine eigene Stadtverwaltung. Mit dem Ausbau der Schwerindustrie nach dem 2. Weltkrieg (VÖEST, Stickstoffwerke, Schiffswerft) wurde Linz ein Zentrum der österreichischen Schwerindustrie. Dieser Wandel von einer einfachen Provinzstadt zu einer modernen Industrie- und gleichzeitig Kulturstadt mit den entsprechenden Infrastruktureinrichtungen drückt sich deutlich im Stadtbild aus. Linz dehnte sich rasch besonders nach Süden und Südwesten aus, wo es in die schnell wachsenden Nachbarstädte Leonding, Traun und Ansfelden übergeht. Der Einzugsbereich der Pendelwanderung umfasst das gesamte Mühlviertel und erstreckt sich über Wels, Steyr und Enns hinaus.

Kirchliche Bauten: Alt-Linz weist ein vorwiegend barockes Stadtbild auf: Alter Dom (1669-78), vermutlich von P. F. Carlone als Jesuitenkirche erbaut, mit Chorgestühl (1633) aus der Stiftskirche Garsten und Orgel (1789) von F. X. Chrismann aus Engelszell (A. Bruckner war 1855-68 hier Domorganist); Kapuzinerkirche (1606-12, 1660-62 erweitert, seit 1784 Pfarrkirche) mit Altarbild von J. von Sandrart, gotische Madonna und Gedenkstein für den Türkensieger R. Montecuccoli; Karmeliterkirche (1674 und 1690-1726) mit Altarbildern von M. Altomonte, C. G. Carlone und C. von Reslfeld; Stadtpfarrkirche (1286 erwähnt; 1649-56 umgebaut, 1687-94 erweitert) mit Altarbildern von C. von Reslfeld und in der Art des B. Altomonte sowie mit Grabstein Kaiser Friedrichs III. (Herz und Eingeweide hier beigesetzt); an der Außenwand des Chors Johann-Nepomuk-Statue (1727) von G. R. Donner; Kirche der Barmherzigen Brüder (1713-16 Rohbau von J. M. Prunner, 1729-32 ausgebaut, 1743 geweiht) mit Altarbild von M. J. Schmidt und Spitalsanlage von 1908 und 1978; ehemalige Deutschordens-, heute Seminarkirche (1718-25 nach Plänen von J. L. von Hildebrandt unter J. M. Prunner erbaut), mit Altarbild von M. Altomonte; Elisabethinenkirche (1762-68) mit Fresken von B. Altomonte und M. Dollicher, klassizistische Fassade (Kloster 1745-49 und 1754-57 von J. M. Krinner und F. A. Pilgram), moderne Spitalsanlage seit 1957 in mehreren Etappen; Landhaus-, ehemalige Minoritenkirche (urkundlich 1288), Neubau 1751-58 von J. M. Krinner mit Altarbildern von M. J. Schmidt und B. Altomonte; Ursulinenkirche (1736-72 von J. Haslinger und J. M. Krinner) mit Altarbildern von B. und M. Altomonte, Ursulinenkloster (1690-1723 von G. und F. M. Pruckmayr) seit 1977 Landeskulturzentrum. Freinbergkirche (1829-40) mit Jesuitenkonvikt (1851-53 und 1860); Neuer Dom (1862-1924 in Formen der französischen Kathedralgotik nach Plänen von V. Statz mit 135 m hohem Turm), ein Hauptwerk des Historismus in Österreich, mit Grablege der Linzer Bischöfe und Krippe; Pfarrkirche Heilige Familie (1907-12 von M. Schlager); Herz-Jesu-Kirche (1901-03 von R. Jeblinger) mit Redemptoristenkloster (1899-1900); Pfarrkirche Kleinmünchen (urkundlich 1290, Neubau 1905-06 von M. Schlager); Friedenskirche in Urfahr (1933/34 und 1949-51 nach Plänen von P. Behrens, A. Popp und H. Feichtelbauer bzw. H. Foschum); Michaelskirche am Bindermichl (1954-57, nach Plänen von F. Reischl); Theresienkirche in Keferfeld (1959-62 von R. Schwarz); Konradskirche auf dem Froschberg (1959-61 von G. Nobl und O. Kainz); Leopoldskirche auf dem Auberg (1969-71 von G. Nobl); evangelische Martin-Luther-Kirche (1842-44); evangelische Versöhnungskirche in Dornach (1996/97 von R. Rainer); Synagoge (1876/77, 1938 zerstört; 1966-68 Neubau von F. Goffitzer). Ein kunstgeschichtlich besonders wertvolles Denkmal stellt die Martinskirche westlich vom Schloss dar; der ursprüngliche Zentralbau (erste urkundliche Erwähnung 799) enthält einen römischen Ofen, Bauelemente und karolingische Ornamente aus dem 8. Jahrhundert, romanische und gotische Architekturteile, gotische Fresken und einen gotischen Chor aus dem 15. Jahrhundert.

Profanbauten: Landhaus (1564-71) mit "Steinernem Saal", Renaissancenordportal (um 1570) und 3-geschossigem Arkadenhof (1568-74) mit Planetenbrunnen (1582), 1574-1627 Sitz der Landschaftsschule mit J. Kepler als Lehrer; Altes Rathaus (1513/14 Neubau, 1658/59 umgebaut); Bischofshof (1721-26), als Kremsmünsterer Hof nach Entwürfen von J. Prandtauer erbaut; Kremsmünsterer Stiftshaus (1579/80 von C. Canevale); Nordisches Stift (1608/09) von F. Silva, Ausbau 1675-77, seit 1973 Stadtmuseum Nordico; Prunerstift (1734-38), seit 1979 Musikschule; Landestheater mit Empirefassade (1802/03), Umbau des Großen Hauses 1955-58 und Neubau der Kammerspiele 1956-58 nach Plänen von C. Holzmeister; Kreuzschwesternschule (1926/27 nach Plänen von C. Holzmeister); Krematorium mit Urnenhain (1926-31) von J. Schulte, H. Arndt und P. Theer; Tabakfabrik (1929-35) von P. Behrens und A. Popp; Disterwegschule (1929-31) von C. Kühne; "Nibelungenbrücke" (1938-40) von K. Schaechterle und F. Tamms; Brückenkopfbauten (1940-43) von R. Fick; zahlreiche Wohn- und Siedlungsbauten (ab 1939): Bindermichl, Spallerhof, Keferfeld, Froschberg, Neue Heimat und in Urfahr. Nach 1945 zahlreiche moderne Wohnhausanlagen. Hauptbahnhof (1945-50) von A. Wilhelm; Nationalbankfiliale (1951-53 von E. Boltenstern und E. Wachberger); Wirtschaftsförderungsinstitut (1960-66 von H. Aigner und E. Hismayr); J.-Kepler-Universität (1964, seither laufend Erweiterungsbauten); Brucknerhaus (1969-74 von H. und K. Siren); VOEST-Brücke (1969-72); Steyregger Brücke (1976-79); Neues Rathaus (1979-85 von R. Falkner und A. Fürtler); ab Mitte der 80er Jahre große Wohnprojekte, unter anderem Auwiesen, Ennsfeld, Kastgründe, Auhoffeld, Pulvermühlstraße; Design-Center (1991-93 von T. Herzog); Ars Electronica Center - Museum der Zukunft (1994-96).

Schlösser: Schloss (urkundlich 1286, mit dem "castrum" von 799 vermutlich nicht identisch) mit Friedrichstor, Wappenstein (1481) und Trutzmauer, Neubau 1604-14, teilweise Zerstörung durch Brand 1800, zeitweilig Residenz (Albrecht VI., Friedrich III.), ab Joseph II. Verwendung als Lazarett, Strafanstalt, Kaserne und Flüchtlingslager, 1959-66 wurde es für das Landesmuseum Francisco-Carolinum adaptiert; als Befestigungsanlage ursprünglich 32 Rundtürme in Form eines "verschanzten Lagers" um die Stadt mit Fort Pöstlingberg von Erzherzog Maximilian d´Este errichtet (1831-37); Bergschlössl (1718); Auhof (Baukern 16. Jahrhundert, Fassade und Dach 18. Jahrhundert), heute Rektorat der Universität; Schloss Ebelsberg.

Denkmäler: Friedensobelisk (1650); Fadingersäule (1702 und 1769); Dreifaltigkeitssäule (1717-23); Stifterdenkmal (1902 von H. Rathausky); Stelzhamerdenkmal (1908 von F. Metzner); "Freude am Schönen" (1908 von A. Hanak); Forum Metall (Plastiken im Donaupark, 1977).

Die Grünflächen umfassten 1997 53,82 km2, davon waren 47,75 km2 Grünland und Wald, 6,07 km2 Gewässer: Volksgarten, Bauernberg- und Freinberganlagen, Botanischer Garten, Schlossberganlagen, Donaupark, Wasserwald/Volkspark Kleinmünchen, Erholungspark Urfahr, Bergschlössl-Park, Hummelhofwald, Pichlinger Au und andere.



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Linz.



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Wappen von Linz.



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Linz: 1 Hauptplatz - 2 Alter Dom - 3 Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt - 4 Martinskirche - 5 Neuer Dom - 6 Ehemalige Deutschordenskirche - 7 Schloß - 8 Landhaus - 9 Bischofshof - 10 Landestheater - 11 Landesmuseum - 12 Brucknerhaus - 14 Botanischer Garten


Literatur: Linzer Regesten, 1952ff.; Jahrbuch der Stadt Linz, 1935-37 und 1949-54; Historisches Jahrbuch der Stadt Linz, 1955ff.; Naturkundliches Jahrbuch der Stadt Linz, 1955ff.; Kunstjahrbuch der Stadt Linz, 1961ff.; Linzer Archäologische Forschungen, 1962ff.; J. Schmidt, Die Linzer Kirchen (Österreichische Kunsttopographie 36), 1964; Österreichisches Städtebuch, Band I, Oberösterreich, 1968; A. Wied und andere, Die profanen Kunstdenkmäler der Stadt Linz. Die Altstadt, 1977; O. Constantini, Stadtführer Linz, 1980; W. Katzinger, Linzer Chronik, 1984; H. Thaler und andere, Die profanen Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Linz (Österreichische Kunsttopographie 50), 1986; W. Knoglinger, 500 Jahre Linz Landeshauptstadt, 1989; O. Ruhsam, Historische Bibliographie der Stadt Linz, 1989; F. Mayrhofer und W. Katzinger, Geschichte der Stadt Linz, 2 Bände, 1990; H. Lackner und G. Stadler, Fabriken in der Stadt, 2 Bände, 1990; R. Zinnhobler, Kirche in Linz, 1990; H. Ebner, J. Ebner und R. Weißengruber, Literatur in Linz, 1991; S. Größing und andere, Sport in Linz, 1992; I. Andruchowitz, Schule in einer Provinzialhauptstadt, 1994; H. Schimek und F. X. Goldner, Stadt Bau Kunst, 1997.


Verweise auf andere Alben:
Musikgeschichte: Anton Bruckner: Symphonie Nr.0, d-Moll

 
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