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Langobarden - László, Stefan (3/25)
Längsee Lanner, Josef

Lang von Wellenburg, Matthäus


Lang von Wellenburg, Matthäus, * 1468 Augsburg (Deutschland),  30. 3. 1540 Salzburg, Diplomat, Erzbischof von Salzburg. Vom Humanismus geprägt, 1494 Sekretär Maximilians I., mit diplomatischen Aufgaben in Ungarn (Wiener Kongress 1515) und Italien betraut; 1519 Statthalter der niederösterreichischen und oberösterreichischen Lande, Propst in Augsburg und Konstanz, 1505-22 Bischof von Gurk und 1535 von Abano; 1511 Kardinal, 1519 Erzbischof von Salzburg (erst damals Priesterweihe). 1529 verbesserte er das Verhältnis Salzburgs zu seinen Nachbarn, unterdrückte 1523 Autonomiebestrebungen der Bürger und 1525/26 mit Hilfe des Schwäbischen Bundes einen Bauernaufstand. Er schuf ein modernes Beamtentum, erließ wichtige Gesetze und stärkte die Landeshoheit der Erzbischöfe. Bei der Bevölkerung war er wegen seines Nepotismus verhasst. Lang von Wellenburg stellte sich gegen Protestanten und Wiedertäufer und wurde von den Humanisten gefeiert. Er verkörperte den Typus des politisch-geistlichen Fürsten des 16. Jahrhunderts.


Literatur: J. Sallaberger, Kardinal M. Lang von Wellenburg (1468-1540), 1997; Neue Deutsche Biographie.


 
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