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Josephinismus - Jugendgerichtsbarkeit (10/25)
Juden Judenburger Becken

Judenburg


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Wappen von Judenburg.



Judenburg, Steiermark, Bezirk Judenburg, Stadt, 737 m, 9619 Einwohner (1981: 11.188 Einwohner), 13,21 km2, Verkehrsknoten und altes Wirtschaftszentrum zwischen Seetaler Alpen und Aichfeld im Tal der Mur, in der Obersteiermark - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Baubezirksleitung, Arbeitsmarktservice, Finanzamt, Eich- und Vermessungsamt, Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Bezirks- und Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft, Gebietskrankenkasse, Außenstelle des Kreisgerichtlichen Gefangenenhauses Leoben, Krankenhaus, Tagesheimstätte und Wohnheim der Lebenshilfe, schulpsychologische Beratungsstelle, Stadion, Sporthalle, städtische Bücherei, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium, Handelsakademie, Bundesanstalt für Kindergartenpädagogik, Berufsförderungsinstitut, Landesschülerheim. Einpendelzentrum (4597 Beschäftigte 1991), fortgeschrittene Entwicklung des Dienstleistungssektors (rund 69 % der Beschäftigten); in der Produktion: Edelstahl- und metallverarbeitende Industrie (Erzeugung von Blattfedern, Spaltbändern, Profilen, Gesteinsbohrwerkzeugen), Kunststoffverarbeitung (Dichtungen), Herstellung von Kartonagen, Seifenfabrik. - Urgeschichtliche und römische Funde aus der Umgebung im Stadtmuseum; in Strettweg bei Judenburg wurden der bekannte Strettweger Kultwagen (um 600 v. Chr.) und ein römischer Münzschatz (2800 Antoniniane) gefunden (im Steiermärkischen Landesmuseum in Graz). Urkundlich 1074 "Judinburch", 1240 Anlage der Bürgerstadt um den Marktplatz, Wehrtürme und Teile der Stadtmauer erhalten; 1. erhaltene Stadtrechtsurkunde 1277, im Mittelalter bedeutendstes Handelszentrum der Steiermark (Eisen- und Salzhandel nach Venedig), Burg mit Rittersiedlung. Im Spätmittelalter bedeutende Maler- und Bildhauerschule (Hans von Judenburg, Wölfl der Maler und andere). Tradition der Eisenverarbeitung seit dem 16. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert zahlreiche Hammerwerke bzw. Sensenschmieden, ab 1906 Steirische Gussstahlwerke. Stadtpfarrkirche (nach 1413 erbaut, ab 1478 erweitert, 1504-37 umgebaut, ab 1670 barockisiert, 1899-1902 außen umgestaltet) mit 10 barocken Apostelstatuen (um 1750) und Kalksteinmadonna (um 1420-25) von Hans von Judenburg, in den Nordemporen seit 1970 Sammlung sakraler Kunst; frei stehender Stadtturm (75 m, errichtet 1449-1509, erhöht 1841/42); ehemalige Jesuitenkirche und -kolleg (ab 1620, 1357 als Augustiner-Eremitenkloster gegründet, jetzt Festhalle und Stadtmuseum); Magdalenenkirche (14. Jahrhundert) mit gotischen Glasgemälden der "Judenburger Werkstatt" und Fresken (14. Jahrhundert); Kalvarienbergkirche (1720-22); ehemaliges Minoritenkloster (gegründet um 1257); ehemaliges Klarissinnenkloster (13. Jahrhundert); ehemalige Burg (heute Gerichtsgebäude) 1596-1600 erbaut, Umbau von F. P. Carlone 1677-79; im Feeberggraben Schloss Weyer (16. Jahrhundert); Ansitze Torhof (1616/17) und Grubhof (15. Jahrhundert, Ausbau 1652); Schloss Neu-Liechtenstein (um 1650); Ruine Liechtenstein (urkundlich 1140), Reste des Palas erhalten. "Judenburger Sommer" (seit 1990, August-September, Konzerte und Ausstellungen).



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Judenburg: Stadtturm.


Literatur: J. Andritsch, Judenburg. Stadtchronik, 1989; Österreichisches Städtebuch Band VI, Teil 3, Die Städte der Steiermark, 1990.


Verweise auf andere Alben:
Musikgeschichte: Darstellungen von Musikinstrumenten

 
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