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Hermann von Kärnten - Herzfeld, Karl August (4/25)
Hermesvilla Hernstein

Hernals


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Wappen des 17. Wiener Gemeindebezirks Hernals.



Hernals, 17. Gemeindebezirk von Wien, 11,35 km2, 52.234 Einwohner (2006). Die ehemalige selbständige Gemeinde Hernals im Alserbachtal zwischen Wienerwaldausläufern wurde 1892 mit Dornbach und Neuwaldegg zum 17. Bezirk vereinigt. Erste urkundliche Erwähnung 1044; 1135 erscheinen als Besitzer die Brüder Diepold und Neudingus (oder Heudingus) von Als. Um 1600, unter den Freiherren von Jörger, war Hernals Stützpunkt der Wiener Protestanten und wurde im Zuge der Gegenreformation dem Domkapitel von St. Stephan gegeben, das hier 1639 einen Kalvarienberg anlegte, zu dem alljährlich Bußprozessionen zogen. Das "Heilige Grab" und die Kirche wurden 1683 von den Türken zerstört, dann erneuert (Kirche 1766-69 vom Paulinerorden neu aufgebaut). Aus der Prozession entwickelte sich der volkstümliche Kalvarienmarkt zur Fastenzeit. Im 2. Weltkrieg schwere Bombenschäden.

Hernals reicht im Nordwesten in den Wienerwald; Heuberg (464 m) mit Vogelschutzgebiet des Wiener Tierschutzvereins, Schafberg (390 m), Michaelerwald, Neuwaldegger Park, Marswiese, Rohrerhütte, Beginn der Wiener Höhenstraße und der Exelbergstraße. Zu den Sehenswürdigkeiten von Hernals, Heimat des Schrammel-Quartetts, zählen alte Vorortgasthäuser. Ehemalige Etablissements (Gschwandtner, Stahlehner und andere); Schrammeldenkmal (1967); Schloss Neuwaldegg-Schwarzenberg (1692-97, Grabmal von M. Lacy) mit Schwarzenbergpark und ehemaligem Hameau (Holländerdörfl); Bezirksmuseum (1934) im Gebäude der Bank Austria (1911) und Fiakermuseum (1968) im "Fiaker-Haus", Kalvarienbergkirche (1766-69) restauriert 1989, ehemaliges Paulinerkloster; Dornbacher Pfarrkirche (1931); Redemptoristenkirche (1886-89); Schafbergkapelle (1953-70) von F. Graf; Heubergsiedlung (1920-22, nach Plänen von A. Loos); Jörgerbad (1912-14, 1967-69 umgestaltet); Eislaufplatz Engelmann; Sportanlagen Marswiese und Postsportverein; Wohnanlagen, Hernalser Stadttheater (Metropol).

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Ortskern rasch verbaut und industrialisiert (vorwiegend verarbeitendes Gewerbe, Leicht- und Nahrungsmittelindustrie), gegenwärtig ist die Zahl der Betriebe rückläufig: 461 (1981), 358 (1991).


Literatur: M. Kinz, Damals in Hernals, 1990; H. Kretschmer, Hernals, Wiener Bezirkskulturführer, 1983; R. Spitzer, Hernals: zwischen Gürtel und Hameau, 1991; F. Czeike, Historisches Lexikon Wien, 5 Bände, 1992-97.


 
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