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Gars am Kamp
Gars am Kamp, Niederösterreich, Bezirk Horn, Markt, 256 m, 3579
Einwohner, 50,47 km2, am linken Kampufer, südlich von Horn. -
Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde,
Kurpark, Dorfwerkstatt Waldviertel (Regionalbüro), Ferienheim (Österreichisches Kolpingwerk),
ehemaliger Kamptalhof (1913/14
errichtet), seit 1985 Dungl-Zentrum
(Bio-Trainingszentrum Gars Hotel GesmbH., seit 1986, Moorbäder);
Spiegelglasfabrik, Erzeugung von Baustoffen, Leiterplatten, Fenstern, Türen und
Jalousien, Mühlen, Kur- und Sommerfremdenverkehr (44.197 Übernachtungen). - Handelsmuseum; barocke
Pfarrkirche (1724-27), Pfarrhof (1595), ehemaliges
Redemptoristinnenkloster (17. Jahrhundert), Renaissancehäuser auf dem Hauptplatz,
Rathaus (1593-1603), ehemaliger Landsitz Franz von
Suppés mit Gedenkstätte, Heimatmuseum. - In Thunau bestand seit der jüngeren
Urnenfelderzeit die ur- und frühgeschichtliche Wehranlage
"Schanze". Eine slawische Burg mit Wallanlage und
Kirche aus dem 9./10. Jahrhundert wurde 1041 von den
Babenbergern zerstört. Diese bauten eine Höhenburg, in der Leopold II.
(1075-95) residierte. Die Burg, im 12.-13. Jahrhundert ausgebaut und im 14.-16. Jahrhundert durch Wohntrakte erweitert,
verfiel im 19. Jahrhundert nach einem Brand (1809)
zur Ruine (seit 1973 renoviert, seit 1990 Freilichtopernaufführungen). Die
Gertrudkirche südlich der Burg, von ehemaligem Karner und Friedhof umgeben, romanisch-gotisches
3-schiffiges Langhaus mit 3 gotischen Apsiden, südlich angebaute Kapelle (nach 1395) und Westturm; Glasmalereien (1330), Fresken (Mitte
14. Jahrhundert),
spätgotische Statuen und barocke Altäre;
Grabdenkmäler (16.-18. Jahrhundert); Ruine
Schimmelsprung (urkundlich 1196) seit 15. Jahrhundert im Verfall.
Literatur: H. Heppenheimer, E. Mayr und H. Voglhuber, Festschrift 700 Jahre Gars am Kamp 1279-1979, 1979; J. Kienast, Chronik
des Marktes Gars in
Niederösterreich, 1920.
Verweise auf andere Alben:
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