 Bild a) |  Bild b) |
Die Trauermotette Quis dabit oculis auf den Tod
Kaiser Maximilians I. war keine Neuschöpfung Ludwig Senfls, sondern
er adaptierte lediglich eine ältere des
italienischen Komponisten Costanzo Festa (ca. 1490 -
1545). Der Grund dafür mag einerseits darin liegen,
daß Maximilian überraschend starb.
Ausschlaggebend dürften aber die musikalischen
Verhältnisse gewesen sein: Aus finanziellen
Gründen, aber auch wegen seiner ständig
wechselnden Residenzen (die Hofkapelle mußte den
Herrscher immer begleiten) war die Zusammensetzung der
Hofmusikkapelle nicht so stabil, wie z. B. am
burgundischen Hof.
Die Bilder zeigen a) ein Totenbildnis Maximilians I.
(1459 Wiener Neustadt - 1519 Wels) und
b) ein Flugblattlied von Jörg Pleyer auf seinen Tod.
(E. Stadler)
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