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Fin de Siècle (4/7)
Arnold Schönberg: Die glückliche Hand Fritz Heinrich Klein: Die Maschine

Fin de Siècle

Franz Schreker: Der ferne Klang


Franz Schreker (1878 Monaco -1934 Berlin), mit Zemlinsky den Vertretern der Wiener Schule befreundet, konzipierte diese progressiv-sinnliche Oper Der ferne Klang (1910) bereits um 1900. Es ist die Sehnsucht des Künstlers nach dem großen Kunstwerk, symbolisiert durch eine Klangvision, die allerdings das Leben der Geliebten zerstört. Schrekers impressionistische Instrumentation und eine hart an die Grenzen der Tonalität reichende Harmonik machen irreale Klangvisionen fühlbar. Vor allem der subtile Einsatz der Harfe bei reduzierter Begleitung wird zur Chiffre für die Klangwelt des Künstlers (Beispiel, Schluß der Oper). Die Abbildung zeigt Schreker in jungen Jahren, der trotz seiner großen Popularität als Mode-Lehrer und Komponist einen massiven Mißerfolg befürchtete und die Uraufführung so lange verzögerte, bis er eine Rezeption abseits von Skandalen für möglich hielt. (M. Saary)

 Qualität: Höher (1416 kB, WAV), Geringer (95 kB, MP3)


© Ton: 1991 Capriccio 60024-2, Interpreten: Radio-Symphonie-Orchester Berlin, Gerd Albrecht (Leitung).
Verweise auf andere Alben:
Österreich-LexikonFuchs, Robert, Schreker, Franz

 
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