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Zirl
Zirl, Tirol,
Bezirk Innbruck, Markt, 622 m, 7084 Einwohner
(1991: 5037 Einwohner), 57,24 km2, bedeutendes Krippendorf (Barockkrippen, Wende
18./19. Jahrhundert) im Inntal, westlich von Innsbruck. - Landeskrankenhaus,
Autobahn- und Straßenmeisterei, Kloster Martinsbühel, TIWAG-Außenstelle,
Umspannwerk Zirl; breitgefächerte
wirtschaftliche Mischstruktur, 1639 Beschäftigte
(1991): persönliche, soziale und öffentliche Dienste (Krankenhaus), Handel,
Bauwesen; daneben viel Industrie: Schotterwerk mit
Hydrokalkerzeugung, Seifen- und Waschmittelfabrik, Spirituosenfabrik mit
Kräuterdestillerie, Recyclingbetriebe (Kunststoff, Papier); Fremdenverkehr
(38.944 Übernachtungen, vor allem im Sommer) und
sogar Weinbau. - Auf dem Martinsbühel Besiedlung seit der La-Tène-Zeit, im
4./5. Jahrhundert römische Militärstation Teriolis; Burg St.
Martinsberg (urkundlich 1290, unter
Kaiser Maximilian I. um 1500 Ausbau zum Jagdsitz),
Kapelle Hl. Martin mit spätgotischem Chor (im
6. Jahrhundert als Saalkirche unter Einbeziehung
eines antiken Baus errichtet); Ort
urkundlich 799, 1908 durch Brand weitgehend zerstört; frühhistoristische Pfarrkirche
(1847/48), nazarenische Wand- und Gewölbemalereien (1860-74); Kalvarienberg (ab
1771 angelegt), Kreuzkapelle, Kalvarienbergkirche (1803-05); Burgruine
Fragenstein (Gründung vor 1209, seit 1703 im Verfall). Unweit die aufwendigen
Bauten der Mittenwaldbahn (1910-12);
Kaiser-Maximilians-Grotte.
Literatur: N. Prantl, Heimat Zirl,
1960; K.-H. Velano, Festschrift anläßlich der Markterhebung von Zirl 1984, 1984; B. Flöss, Zirl in Wort und Bild, 1983.
Verweise auf andere Alben:
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