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Sixtus-Affäre


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Prinz Sixtus von Bourbon-Parma, Foto um 1910



Sixtus-Affäre: Xaver und Sixtus von Bourbon-Parma, Brüder der Kaiserin Zita und Offiziere im belgischen Heer, vermittelten von Februar bis April 1917 geheime Friedensverhandlungen zwischen Österreich und Frankreich. In 2 Briefen an Prinz Sixtus (1886-1934) vom 24. 3. und 9. 5. 1917 erkannte Kaiser Karl I. die Ansprüche Frankreichs auf Elsaß-Lothringen an. Die Verhandlungen scheiterten wegen der Forderung Italiens, Südtirol abzutreten. Provoziert durch eine Rede des österreichischen Außenministers O. Czernin, veröffentlichte der französische Ministerpräsident G. B. Clemenceau am 12. 4. 1918 Karls Brief vom 24. 3. 1917, wodurch das Verhältnis zu Deutschland schwer getrübt wurde. Czernin, der den Brief nicht gekannt hatte, trat nach einer Auseinandersetzung mit dem Kaiser zurück.


Literatur: R. A. Kann, Die Sixtus-Affäre und die geheimen Friedensverhandlungen Österreich-Ungarns im 1. Weltkrieg, 1966.


 
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