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Schwurgerichtshof - Seefeld-Großkadolz (11/25)
Sechter, Simon Seckauer Alpen

Seckau


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Stift Seckau.



Seckau, Obersteiermark, 842 m, 6,29 km2, 1275 Einwohner, Markt (seit 1273) und Fremdenverkehrsort am Südfuß der Seckauer Alpen, in einem nördlichen Seitental des Murtals. - Abteigymnasium und Internat der Benediktiner, Hackschnitzelheizwerk, Stiftsbetriebe, Sommer- (14.214 Übernachtungen) und Tagesfremdenverkehr. Die Benediktinerabtei wurde 1140 als Augustiner-Chorherrenstift gegründet (zunächst in St. Marein bei Knittelfeld, seit 1142 in Seckau), 1782 aufgehoben und 1883 durch Benediktiner neu besiedelt (1940-45 wiederum aufgehoben). 1218-1782 war Seckau Bischofssitz (Diözese), Bistum nach Graz verlegt. - Dreischiffige romanische Basilika (Baubeginn um 1143, Weihe 1164, Südturm 12. Jahrhundert), als Anlage im Wesentlichen erhalten, nach Brand von 1259 erneuert, Vorhalle (13. Jahrhundert), Einwölbung der Schiffe im 14.-15. Jahrhundert, 1891-93 neuromanischer Neubau der Westfassade und Türme, 1964 Umgestaltung des Altarraums von C. Holzmeister, Hochaltar (1964) mit überlebensgroßer romanischer Kreuzgruppe, Freskenzyklus (um 1270-80); angebaute Kapellen: Bischofskapelle (seit 1595 Grabstätte der Bischöfe von Seckau) mit gotischem Maria-Krönungsaltar (Weihe 1489), Gnadenkapelle (1885) mit Alabasterrelief (um 1200), gotischen Glasgemälden und Reliefgrabsteinen, Engelkapelle mit Fresken von H. Boeckl (1952-60, Motive aus der Geheimen Offenbarung des Johannes), eines der bedeutendsten Werke sakraler Kunst in Österreich nach 1945; Mausoleum Erzherzog Karls II. (mit Wandmalereien und Marmorkenotaph) als Hauptwerk der frühbarocken Kunst am Grazer Hof (1587-1611) von A. de Verda, Ausgestaltung durch S. Carlone; neben Karl II. sind 8 weitere Habsburger hier begraben. Stiftsgebäude (barocke Neubauten ab 1587 und vor allem 1619-57): Vierflügelanlage mit Ecktürmen, Hof mit toskanischen Pfeilerarkaden, Wehrmauer, Kaisersaal und Bibliothek mit reichen Stuckdecken (um 1660), Holzkassettendecke im "Schwarzen Saal"; Abteimuseum (Kunstgegenstände, Münzen); im Markt Luciakapelle mit spätgotischen Fresken (1501); Mariensäule (um 1720).


Literatur: B. Roth, Seckau. Geschichte und Kultur. 1164-1964, 1964; derselbe, Benediktinerabtei Seckau, 1976; Periodikum: Seckauer geschichtliche Studien.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Seckau

 
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