TU-Graz

ACHTUNG:
Sie sind jetzt in der "alten" (nicht mehr gewarteten Version) des AEIOU.
Die gewartete Version findet sich unter:

Austria-Forum
www.austria-forum.org


Starten Sie eine Suche nach dieser Seite im neuen AEIOU
durch einen Klick hier

bm:bwk
Österreich Lexikon
Österreich Lexikon
home österreich-alben suchen annotieren english
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Prokopetz, Joesi Josef - PRVA (9/25)
Pro Oriente Prosch, Peter

Proporzdemokratie


Proporzdemokratie, politisches System mit der anteilsmäßigen Beteiligung bestimmter sozialer oder politischer Gruppen (Parteien) an der Regierung. Für 7 der 9 österreichischen Landesregierungen ist der Proporz in der Landesverfassung festgeschrieben. In Österreich begünstigten insbesonders das traumatische Erlebnis des Bürgerkriegs 1934 und die Notwendigkeit des gemeinsamen Wiederaufbaus nach dem 2. Weltkrieg die Proporzdemokratie. Dabei wurde auf die Anwendung der Mehrheitsregel verzichtet, Entscheidungen wurden mittels Kompromiss oder Junktim ("Paketlösung") getroffen. Nachteile, die daraus erwuchsen, sind unter anderem die Herausbildung eines Elitenkartells, die Schwächung des Parlaments, verminderte Konkurrenz und Kontrolle, das Ausklammern von Problemen und mangelnde Innovation. In Österreich war insbesonders die Zeit der großen Koalition ÖVP- SPÖ 1945-66 von der Proporzdemokratie geprägt.


 
Hinweise zum Lexikon Abkürzungen im Lexikon
 
© Copyright Österreich-Lexikon

 

Suche nach hierher verweisenden Seiten
 
hilfe projekt aeiou des bm:bwk copyrights mail an die redaktion