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Mundarten - Murmeltier (21/25)
Mur Murboden-Aichfeld

Murau


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Wappen von Murau.



Murau, Steiermark, Bezirk Murau, Stadt, 829 m, 2191 Einwohner, 10,74 km2, Hauptort des obersten steirischen Murtals, an der Einmündung des Rantenbachs. - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Bezirksschulrat, Arbeitsmarktservice, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft, Gebietskrankenkasse (Außenstelle), Beratungszentrum, Evangelisches Diözesanmuseum, Stadtbücherei, WM-Halle (Mehrzweckhalle), Freizeitanlagen Murau-West, 5 Sprungschanzen (120, 80, 50, 30, 20 m), Bundesoberstufenrealgymnasium, gewerbliche Berufsschule, Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Kraftwerk der Murauer Stadtwerke (1907, Ausbaustufen 1925, 1954, 1984/84, 2000 kW). Unweit (Gemeinde Stolzalpe) Sonderkrankenhaus Stolzalpe. 1728 Beschäftigte (1991), davon rund 74 % im Dienstleistungssektor, daneben Brauerei, Metallverarbeitung, diverse Gewerbebetriebe, Fremdenverkehr (35.988 Übernachtungen). - Bereits bronze- und römerzeitliche Besiedlung, Gründung der Liechtensteiner, urkundlich 1250, 1298 Stadtrecht, im Mittelalter Umschlagplatz für Eisen und Salz. - Von den einst 7 Stadttoren noch Friesachertor (14./15. Jahrhundert) und Gissübeltor (14. Jahrhundert, 1939 freigelegt) erhalten; die Stadt wird von Schloss Obermurau überragt, Neubau 1628-30, Schlosskapelle mit Altar (um 1655), Prunkräume mit Stuck (1641); frühgotische Stadtpfarrkirche (Weihe 1296), bedeutende Pfeilerbasilika mit mächtigem Vierungsturm, Fresken (14.-15. Jahrhundert), Hochaltar (urkundlich 1655) mit Kreuzgruppe (um 1500), Wappengrabsteine (16.-18. Jahrhundert); vor der Kirche gotische Lichtsäule (15. Jahrhundert); gotische Filialkirche heilige Anna (gegen 1400) mit gotischen Glasmalereien (um 1410-20), Fresken (15. Jahrhundert) und Flügelaltar (um 1515); barocke Kreuzwegstationen am Weg zur Leonhardskirche (1. Drittel des 15. Jahrhunderts), Hochaltar mit 3 spätgotischen Statuen (um 1520), Elfenbeingruppe Kreuzigung (Ende 17. Jahrhundert); ehemalige Spitalskirche (urkundlich 1329, seit 1979/80 evangelischer Gottesdienstraum); Kapuzinerkloster (Heimatmuseum) und -kirche (Weihe 1648), Hochaltar mit Altarblatt (1780) von J. V. Lederwasch, in der Loretokapelle Beutefahne von Peterwardein; Burg Grünfels (urkundlich 1366); Rathaus (ursprünglicher Wehrturm, 1578-1879 und seit 1920 Rathaus); alte Bürgerhäuser (im Kern teils spätmittelalterlich oder 17. Jahrhundert); Mariensäule (1717).


Literatur: E. Gasteiger (Redaktion), 650 Jahre Stadt Murau, 1949; F. Tremel, Beiträge zur Geschichte von Murau, 1957; K. Fussi, Murau von der Stadtwerdung bis zum Ausgang des Mittelalters, Diplomarbeit, Klagenfurt 1985.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Murau

 
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