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Mitterndorfer Senke - Moik, Karl (17/25)
Mödl, Martha Modo Paper Hallein GmbH

Mödling


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Mödling.



Mödling, Niederösterreich, Bezirk Mödling, Stadt, 246 m, 20.290 Einwohner, 9,95 km2, am Ausgang der Mödling in das Wiener Becken, südlich von Wien. - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Finanzamt, Arbeitsmarktservice, Vermessungsamt, Forstverwaltung der Stadt Mödling, Bundesanstalt für Tierseuchenbekämpfung, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung (Bauleitung), Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Gebietskrankenkasse, Krankenhaus mit Krankenpflegeschule, Arbeits- und Sozialmedizinisches Zentrum (AMZ), Pädagogisch-psychologisches Zentrum, Drogenstation Kalksburg (Anton-Proksch-Institut), Volks- und Lebenshilfe, Sozialstation, Informationszentrum für die Niederösterreichische Wirtschaft, Österreichischer Entwicklungsdienst (ÖED) mit Ausbildungszentrum für Entwicklungshilfe, Österreichisches Fortbildungsinstitut, Evangelische Pfarre, Evangelische Freikirchliche Gemeinde, Trinitarierkloster mit Schülerheim, Exerzitienhaus der Herz-Jesu-Schwestern, Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium, Höhere Technische Lehranstalt, Handelsakademie der Wiener Kaufmannschaft, Höhere Lehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik, Berufspädagogisches Institut, Wirtschaftsförderungsinstitut (Wifi) der Wirtschaftskammer, Schulungsheim und Sozialakademie der Arbeiterkammer, Gendarmeriezentralschule, Volkshochschule, Stadttheater, Fernheizwerk, Wasserwerk, Aufsichtsstelle der 1. Wiener Hochquellenleitung; Naturpark Föhrenberge (seit 1989, zuvor Landschaftsschutzgebiet); 7717 Beschäftigte (1991), davon rund 72 % im Dienstleistungssektor (vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste); in Industrie und Gewerbe dominiert das Bau- und Baunebengewerbe (Baufirmen, Beton- und Fertigteilwerk, Bauzimmerei usw.), Industrieofenbau, elektrotechnische Industrie, breite Palette an mittleren und kleineren Gewerbebetrieben; intensive Pendelverflechtung mit Wien. - Urkundlich 903, ab zirka 1177 Sitz einer Seitenlinie der Babenberger (Heinrich von Mödling, später dessen gleichnamiger Sohn als "Herzog von Mödling"); 1529 und 1683 Zerstörung durch die Türken, bis in das 19. Jahrhundert vor allem Weinbauort, seit dem Vormärz beliebte Sommerfrische und Wohnsitz Wiener Künstler (L. von Beethoven, F. Schubert, F. Grillparzer, F. Raimund). Ab der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert Industriestandort, Stadterhebung 1875. - Mittelalterlicher Siedlungskern mit Renaissancehäusern; mächtige spätgotische Pfarrkirche St. Otmar, ehemalige Wehrkirche (1454-1523), barocke Gewölbe, frühklassizistischer Hochaltar (1760), bedeutende Grabsteine, Fahnen (18. Jahrhundert), spätromanischer Karner mit Freskenausstattung (Anfang 14. Jahrhundert), Obergeschoß von 1698; Spitalskirche (1443-53), Renaissancegemälde und Epitaphien aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts; Dreifaltigkeitssäule (1714); Renaissancerathaus (1548); Herzogshof (15. Jahrhundert); Burg (1812 restauriert, heute Ruine). Schwarzer Turm (1810); Pfefferbüchsl (1818) und Amphitheater (1810), beides Ruinen aus der Zeit der Romantik. Thonetschlössl, jetzt Bezirksmuseum (betreut auch das Volkskundemuseum mit Wallfahrermuseum Via Sacra, das Sakralmuseum mit mechanischer Egerländer Krippe, das A.-Wildgans-Haus und das A.-Schönberg-Haus); ehemaliges Kapuzinerkloster (1740) heute Museum (1898 gegründet, mit frühgeschichtlichen Funden, Hyrtl-Sammlung, Erinnerungen an J. Schöffel und L. von Beethoven); Hallenbad im Bauhaus-Stil von A. Tamussino (1928). In einer malerischen Schlucht mit hohem Kalkfelsen (Klausen) Ortschaft Vorderbrühl (hier Flüchtlingsheim). Unweit Kleiner Anninger (494 m) mit dem "Husarentempel" (1813 von J. Kornhäusel erbaut).



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Wappen von Mödling.


Literatur: W. Breitschedl (Redaktion), Mödling. Landschaft, Kultur und Wirtschaft, 1975; Österreichisches Städtebuch, Band IV, Teil 2, Die Städte Niederösterreichs, 1976; E. Kleinert, Das Mödling-Buch, 1989; G. Waldner, Das alte Mödling, 1992.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Mödling

 
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