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Kabelfernsehen
Kabelfernsehen (Kabelrundfunk), die Möglichkeit, Radio- und Fernsehprogramme mittels eines Leiters von hoher Frequenzbreite (Koaxial- oder Glasfaserkabel) zum Hörer bzw. Zuseher zu übertragen. Ursprünglich als Mittel zur Behebung der Knappheit an terrestrischen Sendefrequenzen eingesetzt, entstanden in Österreich seit 1975 zahlreiche Kabelfernsehnetze, einerseits in Ballungsgebieten, andererseits in Gegenden mit ungünstigen terrestrischen Empfangsbedingungen. Die von privaten Gesellschaften versorgten Kabelnetze (zum Beispiel Wien 1992: 6 Gesellschaften, 315.000 Anschlüsse) wuchsen 1980-93 zügig (1981 6 % der österreichischen Haushalte, 1993 34 %). Seither stagniert die Entwicklung unter dem Einfluss der sich rasch verbreitenden Rundfunksatelliten-Empfangsanlagen (1994 27 % der Haushalte). Insgesamt verfügten in Österreich 1994 61,3 % aller Haushalte über Kabel- oder Satellitenrundfunk.
Literatur: Massenmedien in Österreich, Medienberichte 1--4 (1977-93).
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