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Erzberg, Steiermark - Esterházy, Paul II. Anton Fürst (1/25)
Erzberg, Steiermark - Esterházy, Paul II. Anton Fürst Erzbistümer

Erzberg, Steiermark


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Erzberg bei Eisenerz, Stmk.



Erzberg (Obersteiermark, in den Eisenerzer Alpen), 1466 m, auch "Steirische Pyramide" genannt, der größte Erztagbau Mitteleuropas und die größte Sideritlagerstätte (FeCO3) der Welt. Durch die Verwachsung von Siderit mit dem eisenärmeren Ankerit schwankt der Eisengehalt zwischen 22 % und 40 %. Geologisch gehört der Erzberg zur Grauwackenzone, die sich mit den Kalken und Schiefergesteinen aus dem Erdaltertum von Niederösterreich bis Tirol erstreckt. Abbautätigkeiten im Bereich des Erzbergs sind seit den Römern ("norisches Eisen", etwa Anfang 4. Jahrhundert n. Chr.) bekannt, aus dem Jahr 712 existiert eine weitere Nachricht vom Erzabbau, die erste urkundliche Nennung stammt aus 1171. Im 19. Jahrhundert erlebte der Erzberg einen großen Aufschwung unter Erzherzog Johann. In Teilen des 1986 aufgelassenen Untertageabbaus wurde mit 30 Erlebnisstationen, verteilt auf 4  km Stollen, in 2 Ebenen ein Schaubergwerk eingerichtet. Derzeit (2000) wird von der VOEST-ALPINE Erzberg Ges. m. b. H. auf zirka 25 Etagen mit einer Höhe von je 24 m im Tagbau abgebaut. Der Lagerstätteninhalt beträgt mit 2000 rund 140 Millionen Tonnen verwertbaren Siderit. Das Erz, rund 1,3 Millionen Tonnen pro Jahr mit durchschnittlich 33,6 % Eisengehalt, wird, nachdem es vom tauben Gestein getrennt ist, mit der Eisenbahn nach Linz und Donawitz zur Verhüttung (VOEST-ALPINE STAHL AG) gebracht.


Literatur: G. Sperl, Montangeschichte des Erzberggebietes nach archäologischen und schriftlichen Dokumenten, 1988.


 
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