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Eisenreich, Herbert - Elbel, Herbert (2/25)
Eisenreich, Herbert Eisenstädter Becken

Eisenstadt


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Eisenstadt: Bergkirche auf dem Kalvarienberg.



Eisenstadt, Burgenland, Bezirk Eisenstadt, Statutarstadt, 182 m, 10.349 Einwohner, 42,90 km2, Landeshauptstadt des Burgenlands, an der südlichen Abdachung des Leithagebirges, seit 1648 Freistadt. - Sitz der Landesregierung, des Landtags, aller Landes- (-schulrat, -gendarmeriekommando usw.) und Bezirksbehörden, Landes- und Bezirksgericht, Bezirkshauptmannschaft, Landesarbeitsmarktservice, Baubezirksamt, Finanzamt, Eich- und Vermessungsamt, Bundespolizei-, Bundesbau- und Sicherheitsdirektion, Landesbibliothek und -archiv, Landessternwarte, Bundesanstalt für Weinbau, Bundeskellereiinspektion, Zentralverwaltung der Burgenländischen Elektrizitätswirtschafts AG, Gefangenenhaus, Martin-Kaserne, Rechtsanwalts-, Ärzte-, Apotheker-, Landwirtschaftskammer, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Burgenländischer Bauernbund, Landesfremdenverkehrsverband, verschiedene Sozialversicherungsanstalten, Gebietskrankenkasse, Burgenlandisches Landesmuseum mit "Weinmuseum", J.-Haydn-Museum in dessen ehemaligem Wohnhaus, Landesgalerie, Diözesanmuseum; Österreichisches Jüdisches Museum (mit Synagoge) im ehemaligen jüdischen Viertel Eisenstadt-Unterberg (1671-1938); Burgenländisches Feuerwehrmuseum, Europahaus Eisenstadt, Konsulate, Kolpinghaus, Kultur- und Kongresszentrum, Allzweck-Sporthalle, Flugplatz Eisenstadt-Trausdorf, Allsportzentrum, Bildungshaus, WIFI; Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium, privates Oberstufenrealgymnasium, Gymnasium der Diözese Eisenstadt, Handelsakademie, Handelsschule, Höhere Technische Lehranstalt, Höhere Bundeslehranstalt, Fachschule für wirtschaftliche Berufe, Pädagogische Akademie und Pädagogisches Institut, Theresianum (Schulen der Schwestern vom göttlichen Erlöser), Religionspädagogisches Institut, landwirtschaftliche Fachschule, Fachhochschule, Berufsschule, Volkshochschule, Volkshochschule der Burgenländischen Kroaten, Bundeskonvikt, J.-Haydn-Konservatorium; Burgenländische Haydnfestspiele (Schloss Esterházy), Burgenländische Weinwoche; Bischöfliches Ordinariat, Krankenhaus und Schwesternheim der Barmherzigen Brüder. Vorwiegend Dienstleistungsunternehmen (rund 77 % der 10.053 Beschäftigten 1991), besondere persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Bank- und Versicherungswesen, Telekommunikationsbetriebe, Handel; Gewerbe- und Handelspark; Technologiezentrum; wenige Produktionsbetriebe: Erzeugung von Laminaten (Kunststoffbeschichtungen und -federn), Stahl- und Maschinenbau, Holzverarbeitung. Weingroßhandelsbetriebe (wichtigster Weinmarkt des Burgenlands), Fremdenverkehr (61.623 Übernachtungen), Obstbau in der Umgebung.

Geschichte: Hallstattzeitliche Siedlung auf dem Burgstallberg, römische Siedlung (Gräberfeld auf dem Areal der heutigen Kaserne), urkundliche Nennung 1264 als "minor Mortin" (ungarisch Kismarton), 1373 Nennung als "Eisenstat", 1388 Markt. 1445 Erwerb durch Herzog Albrecht VI., dann für rund 200 Jahre habsburgisch, 1622 Verpfändung, 1648 Erwerb der Herrschaft Eisenstadt durch die Esterházy; Eisenstadt erhielt 1648 den Rang einer königlich-ungarischen Freistadt. Infolge der Angliederung des Burgenlands seit 1921 bei Österreich, 1925 Landeshauptstadt, seit 1960 Bischofssitz.

Bauten: Domkirche (1460-1522), spätgotische ehemalige Wehrkirche, barock ausgestattet, 1903/04 regotisiert, 1952-63 Neugestaltung und Neuausstattung; Glasfenster von F. Deed und M. Bilger; Franziskanerkirche mit ehemaligem Kloster (1625-29 erbaut), Esterházy-Gruft im Osttrakt des Klosters (1560, Fassade nach 1648); Rathaus; Schloss Esterházy (errichtet wahrscheinlich 1388-92 als Burg), Ausbau 1663-72 durch C. M. Carlone, Ende des 18. Jahrhundert teilweise klassizistischer Umbau durch C. de Moreau, Fest- bzw. "Haydnsaal", Schauräume, Schlosspark (1805-20), Pestsäule (1713). In Eisenstadt-Oberberg künstlich errichteter Kalvarienberg mit Gnaden- (1705) und Kreuzkapelle, Bergkirche (1715 begonnen) mit Mausoleum J. Haydns (1932 von Fürst Esterházy gestiftet); Kirche, Kloster und Spital der Barmherzigen Brüder (18. Jahrhundert). In Kleinhöflein spätgotische Wehrkirche.



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Wappen von Eisenstadt.



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Eisenstadt: 1 Stadtpfarrkirche St. Martin - 2 Franziskanerkirche - 4 Schloß Esterházy - 5 Rathaus - 6 Burgenländisches Landesmuseum - 7 Haydns Wohnhaus - 8 Haydns Gartenhaus - 9 Wertheimer-Haus - 10 Jüdischer Friedhof


Literatur: Allgemeine Landestopographie des Burgenlandes, Band 2: Der Verwaltungsbezirk Eisenstadt und die Freistädte Eisenstadt und Rust, 1963; Österreichisches Städtebuch, Band II, Burgenland, 1970.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Eisenstadt

 
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