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Carrichter, Bartholomäus - Cerha, Friedrich (22/25)
Cech, Franz Cellini-Salzfass

Celan, Paul eigentlich P. Antschel


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Paul Celan. Foto, 1966.



Celan, Paul (eigentlich P. Antschel), * 23. 11. 1920 Czernowitz (Chernovtsy, Ukraine), † 20. 4. 1970 Paris (Frankreich; Selbstmord), deutschsprachiger Lyriker und Übersetzer jüdischer Abstammung. Während des Kriegs in einem rumänischen Arbeitslager interniert, 1945-47 Übersetzer und Verlagslektor in Bukarest, wo er erstmals unter dem Namen Celan Gedichte veröffentlichte. Von Dezember 1947 bis Juli 1948 in Wien; hier entstand sein erster Gedichtband "Sand aus den Urnen". Übersiedlung nach Paris, wo er als Lehrer und Übersetzer wirkte. Sein Werk ist von den traumatischen Erfahrungen des Holocaust geprägt, dem 1942 auch seine Eltern zum Opfer fielen; dagegen schrieb er in einer neuen, verschlüsselten Sprache an. Lebenslange Themen blieben die Ablehnung des Nationalsozialismus, die Erinnerung an zerstörte Länder und verletzte Menschen und die Ablehnung einer korrumpierten Sprache. G.-Büchner-Preis 1960.


Weitere Werke: Mohn und Gedächtnis, 1952; Von Schwelle zu Schwelle, 1955; Sprachgitter, 1959; Die Niemandsrose, 1963; Atemwende, 1967; Fadensonnen, 1968; Lichtzwang, 1970; Schneepart, 1971. - Ausgaben: Gesammelte Werke, 5 Bände, hg. von B. Allemann und S. Reichert, 1983; Werke, historisch-kritische Ausgabe, hg. von B. Allemann, 1990ff.

Literatur: P. Szondi, Celan-Studien, 1972; M. Blanchot, Der als letzter spricht. Über P. Celan, 1993; J. Felstiner, P. Celan, eine Biographie, 1997; W. Emmerich, P. Celan, 1999.


 
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